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Petitioning Regierungspräsident Tübingen Hermann Strampfer and 2 others
This petition will be delivered to:
Regierungspräsident Tübingen
Hermann Strampfer
Landtagsabgeordneter, Landrat im Zollernalbkreis
Günther-Martin Pauli
Abteilungspräsidentin Abteilung 3, Regierungspräsidium Tübingen
Dr. Gabriele Reiser

Keine Ohrmarken für Rinder! Unterstützung für Balinger Landwirt H. Maier

2,633
Supporters

Gegen den Zwang zur Ohrmarke und für den Erhalt der Ausnahmegenehmigung! Unterstützung für Balinger Landwirt Hermann Maier zum Kampf für artgerechte Tierhaltung.

Ernst Hermann Maier ist Landwirt in Balingen. Seine Herde von Uria-Rindern mit ca. 270 Tieren hält er auf 70 Hektar Land das ganze Jahr über im Freien. Gemeinsam im Verband, das heißt Bullen, Mutterkühe, Kalbinnen, Stiere und Kälber.
Eine artgerechtere Haltung kann man wohl nicht anbieten. Zumal Herr Maier seinen Rindern so viel Stress wie möglich erspart.
Er schlachtet selbst, direkt auf der Weide. Dadurch erspart er den Tieren den Stress der beim Absondern von der Herde, dem Verladen und besonders dem Transport entsteht. Dazu verwendet er eine mobile Schlachtbox, das Tier stirbt noch auf der Wiese wo es sein ganzes Leben verbracht hat. Kein dunkler, stickiger LKW, keine Schlachthallen, keine panisch schreienden Artgenossen. Nur eine kurze Betäubung, sodass die anderen Rinder nichts mitbekommen und der anschließend schmerzlose Tod in der mobilen Schlachtbox (MBS).
Soweit kam es jedoch erst nachdem er in jahrelangem Kampf gegen die Behörden die Erlaubnis dazu erteilt bekam.

Und auch anderweitig setzt sich Hr. Maier für das Wohl seiner Rinder ein. Nach erneutem langem Kampf erhielt er von dem Landtagsabgeordneten Günther-Martin Pauli die Sondergenehmigung, die es ihm gestattet seinen Rindern einen Chip zu injizieren – anstatt den seit den BSE-Vorfällen üblichen und von der EU vorgeschriebenen Ohrmarken.

Die gelben Ohrmarken dienen dazu, Identität der einzelnen Tiere und deren Herkunft zurückverfolgen zu können. Sie werden beidseitig angebracht, dabei werden einem ca. sieben Tage alten Kalb die Ohren durchstochen um die Marken zu befestigen. Das Ohr einer Kuh ist beinahe so dick wie eine menschliche Hand. Die Schmerzen bei dieser Prozedur sind nicht nur unvorstellbar grausam, sondern auch unnötig und traumatisieren das junge Kalb nachhaltig. Die Rinder werden scheu oder aggressiv.
Zudem können sich die Tiere durch die Ohrmarken verletzen. Besonders in Freiland-, aber auch in Ständerhaltung besteht das Risiko dass die Ohrmarke ausgerissen wird. Sie muss neu befestigt werden – in einem neu gestanzten Loch, unter Stress und Angst.
Auch Betrugs- und Fälschungsversuche sind leicht durchzuführen.

Hermann Maier nutzt nach Erhalt der Sondergenehmigung Mikrochips, die er dem Kalb gleich nach der Geburt links der Schwanzwurzel direkt unter die Haut injiziert. Dieser Eingriff ist gering und kommt dem Pieksen einer Spritze nahe. Der Chip kann mithilfe eines Lesegeräts ausgelesen werden und ist fälschungssicher.
Die vorgeschriebenen Ohrmarken bewahrt er zusammen mit den Papieren der Tiere in seinem Büro auf.
Die Kennzeichnung mit Mikrochips ist bei Pferden bereits gängige Praxis.

Nach einer anonymen Anzeige jedoch soll H. Maier diese Sondergenehmigung entzogen werden, die Agrarsubventionen für den Betrieb wurden bereits um 20% gekürzt.
Nun soll er bis zum 18. August 2013 alle seine Tiere mit den Ohrmarken kennzeichnen oder ihm werden die Fördermittel entzogen – eine ausgewachsene Bedrohung seiner Existenz.

Der Landwirt Hermann Maier ist wohl einer der wenigen Nutzviehhalter, der sich um das Wohlergehen seiner Tiere sorgt. Schon seit über drei Jahrzehnten kämpft er für die artgerechte Haltung von Nutztieren und muss sich trotz seiner guten Absichten immer wieder bürokratischen Schranken stellen.
Tiere sind keine Gegenstände die man wie ein Auto mit einem Kennzeichen versehen kann und sollte.
Warum wehrt man sich immer noch gegen die weit fortschrittlichere Methode der Chip-Kennzeichnung?
Auch die übliche Art der Schlachtung und des damit einhergehenden Transportes sollte man dringend überdenken!

Mit dieser Petition möchte ich mich für Herrn Maier einsetzen, damit er weiterhin mit gutem Beispiel für eine wahre artgerechte Haltung stehen kann, wie sie in unserer fortschrittlichen Gesellschaft eigentlich schon längst Gang und Gäbe sein sollte – und damit seine Rinder von der Qual verschont werden, die Menschen ohne irgendeine Art von Bezug ihnen bescheren wollen, weil es so auf einem Blatt Papier vorgeschrieben ist.

Weitere Informationen und Wege der Unterstützung für H. Maier unter:
http://www.uria.de/index.php?idcat=23

Quellen:
http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.balingen-rinderfluesterer-ruestet-zum-kampf.cc64ecd2-dcbf-4a7f-8b03-ab20697332f9.html

http://www.tagblatt.de/Home/nachrichten/nachrichten-newsticker_artikel,-Regierung-verdonnert-Balinger-Landrat-ihre-Rechtsauffassung-durchzusetzen-_arid,223278.html

http://www.swp.de/ulm/nachrichten/suedwestumschau/Der-Ohrmarken-Rebell-Schwaebischer-Bauer-kaempft-gegen-EU-Vorgaben;art4319,2095565

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/umstrittene-tierhaltung-bauer-schiesst-rinder-selbst-a-430568.html

http://www.werner-bonhoff-stiftung.de/meldung-von-ernst-herrmann-maier-balingen.html


Letter to
Regierungspräsident Tübingen Hermann Strampfer
Landtagsabgeordneter, Landrat im Zollernalbkreis Günther-Martin Pauli
Abteilungspräsidentin Abteilung 3, Regierungspräsidium Tübingen Dr. Gabriele Reiser
Keine Ohrmarken für Rinder! Unterstützung für Balinger Landwirt H. Maier

Ernst Hermann Maier ist Landwirt in Balingen. Seine Herde von Uria-Rindern mit ca. 270 Tieren hält er auf 70 Hektar Land das ganze Jahr über im Freien. Gemeinsam im Verband, das heißt Bullen, Mutterkühe, Kalbinnen, Stiere und Kälber.
Eine artgerechtere Haltung kann man wohl nicht anbieten. Zumal Herr Maier seinen Rindern so viel Stress wie möglich erspart.
Er schlachtet selbst, direkt auf der Weide. Dadurch erspart er den Tieren den Stress der beim Absondern von der Herde, dem Verladen und besonders dem Transport entsteht. Dazu verwendet er eine mobile Schlachtbox, das Tier stirbt noch auf der Wiese wo es sein ganzes Leben verbracht hat. Kein dunkler, stickiger LKW, keine Schlachthallen, keine panisch schreienden Artgenossen. Nur eine kurze Betäubung, sodass die anderen Rinder nichts mitbekommen und der anschließend schmerzlose Tod in der mobilen Schlachtbox (MBS).
Soweit kam es jedoch erst nachdem er in jahrelangem Kampf gegen die Behörden die Erlaubnis dazu erteilt bekam.

Und auch anderweitig setzt sich Hr. Maier für das Wohl seiner Rinder ein. Nach erneutem langem Kampf erhielt er von dem Landtagsabgeordneten Günther-Martin Pauli die Sondergenehmigung, die es ihm gestattet seinen Rindern einen Chip zu injizieren – anstatt den seit den BSE-Vorfällen üblichen und von der EU vorgeschriebenen Ohrmarken.

Die gelben Ohrmarken dienen dazu, Identität der einzelnen Tiere und deren Herkunft zurückverfolgen zu können. Sie werden beidseitig angebracht, dabei werden einem ca. sieben Tage alten Kalb die Ohren durchstochen um die Marken zu befestigen. Das Ohr einer Kuh ist beinahe so dick wie eine menschliche Hand. Die Schmerzen bei dieser Prozedur sind nicht nur unvorstellbar grausam, sondern auch unnötig und traumatisieren das junge Kalb nachhaltig. Die Rinder werden scheu oder aggressiv.
Zudem können sich die Tiere durch die Ohrmarken verletzen. Besonders in Freiland-, aber auch in Ständerhaltung besteht das Risiko dass die Ohrmarke ausgerissen wird. Sie muss neu befestigt werden – in einem neu gestanzten Loch, unter Stress und Angst.
Auch Betrugs- und Fälschungsversuche sind leicht durchzuführen.

Hermann Maier nutzt nach Erhalt der Sondergenehmigung Mikrochips, die er dem Kalb gleich nach der Geburt links der Schwanzwurzel direkt unter die Haut injiziert. Dieser Eingriff ist gering und kommt dem Pieksen einer Spritze nahe. Der Chip kann mithilfe eines Lesegeräts ausgelesen werden und ist fälschungssicher.
Die vorgeschriebenen Ohrmarken bewahrt er zusammen mit den Papieren der Tiere in seinem Büro auf.
Die Kennzeichnung mit Mikrochips ist bei Pferden bereits gängige Praxis.

Nach einer anonymen Anzeige jedoch soll H. Maier diese Sondergenehmigung entzogen werden, die Agrarsubventionen für den Betrieb wurden bereits um 20% gekürzt.
Nun soll er bis zum 18. August 2013 alle seine Tiere mit den Ohrmarken kennzeichnen oder ihm werden die Fördermittel entzogen – eine ausgewachsene Bedrohung seiner Existenz.

Der Landwirt Hermann Maier ist wohl einer der wenigen Nutzviehhalter, der sich um das Wohlergehen seiner Tiere sorgt. Schon seit über drei Jahrzehnten kämpft er für die artgerechte Haltung von Nutztieren und muss sich trotz seiner guten Absichten immer wieder bürokratischen Schranken stellen.
Tiere sind keine Gegenstände die man wie ein Auto mit einem Kennzeichen versehen kann und sollte.
Warum wehrt man sich immer noch gegen die weit fortschrittlichere Methode der Chip-Kennzeichnung?
Auch die übliche Art der Schlachtung und des damit einhergehenden Transportes sollte man dringend überdenken!

Mit dieser Petition möchte ich mich für Herrn Maier einsetzen, damit er weiterhin mit gutem Beispiel für eine wahre artgerechte Haltung stehen kann, wie sie in unserer fortschrittlichen Gesellschaft eigentlich schon längst Gang und Gäbe sein sollte – und damit seine Rinder von der Qual verschont werden, die Menschen ohne irgendeine Art von Bezug ihnen bescheren wollen, weil es so auf einem Blatt Papier vorgeschrieben ist.

Deshalb bitte ich darum Herr Maier weiterhin seine Rinder in Frieden leben zu lassen - und die damit verbrachte Zeit des Hin und Hers über dieses doch schon etwas länger andauernde Streitthema lieber dafür zu nutzen, für eine artgerechtere und stress- und angstfreiere Haltung zu kämpfen.

Wir Menschen, die wir nach der Bibel uns die Erde täglich untertan machen als so hochgelobt intelligente und fühlende Wesen - wieso sind wir nicht in der Lage den Geschöpfen die für uns Nahrung sind ein schönes Leben zu gönnen bis sie für unsere Zwecke sterben?

Danke für ihre Unterstützung!