Keine Lärmschutzlücke in Geesthacht-Grünhof! Voller Schutz an der B 5 für die Anwohner

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Das Problem

Lärm-Falle Grünhof: Voller Lärmschutz statt 500-Meter-Lücke an der B 5!

Das Problem: Neue B 5-Trasse (Umgehungsstraße) und neuer Großlogistikpark wälzen massiven Schwerlastverkehr durch Grünhof – doch die Behörden verweigern uns auf 500 Metern jeden Schutz.

Unsere Forderung: Lärmschutzwand sofort lückenlos bis zur Matthias-Claudius-Straße verlängern, Flüsterasphalt einbauen und Tempo 30 nachts anordnen!

 

Das Problem:Behördlich geschaffenes Lärm-Nadelöhr auf Kosten der Anwohner in Geesthacht-Grünhof

Wir, die Anwohnerinnen und Anwohner in Geesthacht-Grünhof-Tesperhude, stehen vor einer massiven und gesundheitsgefährdenden Zunahme der Lärm- und Abgasbelastung vor unserer eigenen Haustür. Die aktuelle Straßenbau- und Gewerbeplanung bündelt den gesamten Durchgangs- und Schwerlastverkehr gezielt durch unseren Ortsteil – verweigert uns jedoch auf 500 Metern Länge jeglichen Lärmschutz.

​Abrupter Trassenstopp mitten in unserem Wohngebiet: Die geplante Ortsumgehung Geesthacht (B 5n / A 25-Verlängerung) wird nicht auf freie Ackerflächen östlich der Ortschaft weitergeführt, sondern endet abrupt am westlichen Ortseingang auf Höhe der Wohnsiedlung Erich-Kästner-Straße.

Der gebündelte Durchgangsverkehr wird dadurch ungebremst voll in unsere umgeschützte Straßen dran vorbei geführt. Möglich wurde dies nur, weil die Verkehrsbehörde bereits 2011 das Ortsschild strategisch vor den bestehenden Erdwall versetzte, um strengere Abstandsregeln für Außerortsstraßen zu umgehen.
​Die 500-Meter-Lärmschutzlücke vor unseren Haustüren: An der Erich-Kästner-Straße entsteht derzeit eine 285 Meter lange und 7 Meter hohe Lärmschutzwand. Doch direkt dahinter lässt man uns im Stich: Auf einer Länge von rund 500 Metern klafft eine ungeschützte Lücke an durchgehend bewohnter Bebauung, bevor weiter östlich an der Matthias-Claudius-Straße wieder Schutzmaßnahmen greifen.
​Unsere Wohnstraßen voll im Schalltrichter: Der Schall des heranrollenden Verkehrs zieht ungehindert in unser Wohnquartier. Wir fordern Schutz für alle direkt betroffenen Anwohner in der:​

Gottfried-Keller-Straße
​Immanuel-Kant-Straße
​Ludwig-Uhland-Weg
​Joseph-von-Scheffel-Weg
​Gerhart-Hauptmann-Weg


​Bürokratische Ausreden des LBV.SH auf unserem Rücken: Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein verweigert den Schutz dieser 500 Meter mit dem formalen Argument, an der bestehenden B 5 finde kein baulicher Eingriff statt. Diese Unterscheidung zwischen strenger Neubau-Lärmvorsorge und schlechter gestellter Lärmsanierung ignoriert die reale Belastung: Der gebündelte Verkehr der neuen Umgehung spült ungebremst in unsere Wohnstraßen.


​Zusätzliche Schwerlastlawine durch Großlogistik ab 2028: Die Lage verschärft sich für uns dramatisch: Im Gewerbegebiet Grüner Jäger entsteht der Logistikpark „MLP Hamburg East“ mit 36.500 m² Nutzfläche für Lagerung und Distribution. Die Eröffnung ist bereits für das 3. Quartal 2028 geplant – Jahre vor der Fertigstellung der neuen B 5 Haupttrasse. Der dort entstehende LKW- und Lieferverkehr rollt direkt an unseren Häusern vorbei und macht die bisherigen behördlichen Lärmprognosen völlig hinfällig.

 

Unsere Forderungen: Lärmschutz jetzt – lückenlos, verbindlich und wirksam!

Wir fordern das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus Schleswig-Holstein, den Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV.SH), den Petitionsausschuss des Schleswig-Holsteinischen Landtages sowie die Ratsversammlung der Stadt Geesthacht auf, den Schutz unserer Gesundheit vor Paragraphenreiterei zu stellen und folgende Maßnahmen unverzüglich umzusetzen:

1. Vollständiger Lückenschluss der Lärmschutzwand

Die 7 Meter hohe Lärmschutzwand von der Erich-Kästner-Straße muss nahtlos über die ungeschützten 500 Meter nach Osten weitergebaut werden, bis sie an den bestehenden Lärmschutz an der Matthias-Claudius-Straße anschließt. Nur eine durchgehende Wand schützt unser gesamtes Wohnquartier (Gottfried-Keller-Straße, Immanuel-Kant-Straße, Ludwig-Uhland-Weg, Joseph-von-Scheffel-Weg und Gerhart-Hauptmann-Weg) vor der gebündelten Schallwelle der B 5n.

2. Sofortiger Einbau von wirksamem Flüsterasphalt

Auf der gesamten Ortsdurchfahrt der B 5 in Grünhof muss ein moderner, lärmmindernder Straßenbelag (offenporiger Asphalt / OPA bzw. lärmoptimierter Asphalt) verlegt werden, um das Abrollgeräusch von PKW und LKW direkt an der Quelle spürbar zu dämpfen.

3. Tempo 30 zum Schutz unserer Nachtruhe

Auf der B 5 im gesamten Ortsteil Grünhof-Tesperhude ist unverzüglich ein nächtliches Tempolimit von 30 km/h (von 22:00 bis 06:00 Uhr) anzuordnen und wirksam zu kontrollieren.

4. Neue Lärmprognose unter Einbezug des MLP-Logistikparks

Die bisherigen Lärmberechnungen müssen sofort aktualisiert werden: Das zusätzliche Verkehrsaufkommen durch den ab dem 3. Quartal 2028 betriebenen, 36.500 m² großen Gewerbe- und Logistikpark „MLP Hamburg East“ im Gewerbegebiet Grüner Jäger muss in die Gesamtlärmbewertung der B 5 einfließen.

5. Schluss mit dem „Zweiklassen-Lärmschutz“

Wir fordern das Ende bürokratischer Ausreden: Wer neuen Fern- und Gewerbeverkehr absichtlich durch ein bewohntes Nadelöhr leitet, darf sich nicht hinter dem formalen Unterschied zwischen Lärmvorsorge (Neubau) und schlechter gestellter Lärmsanierung (Bestand) verstecken. Gleicher Schutz für alle Anwohner in Grünhof!

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Milena BunzelPetitionsstarter*in

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