Bebauung im Jahnwald und Stadion weiterhin umkämpft


Liebe Unterzeichner unserer Petition,
unser Begehren, den Jahnwald und auch das Stadion in Marl zu erhalten gehen langsam in die Zielgerade. Das heißt auch, dass die Unterschriftenliste mit mittlerweile 2686 Unterschriften in der nächsten Ratssitzung übergeben werden soll. Hiermit soll deutlich gemacht werden, dass es viele Menschen gibt, die sich gegen weitere Zersiedelung und Verdichtung der Wohngebiete zur Wehr setzen und dieses auch öffentlich kundtun. Ich möchte Euch hier einen kurzen Zwischenbericht geben über die aktuellen Vorkommnisse und den Stand der Entwicklung.
Das Jahnstadion und der Wald sind noch da !!
In der letzten Nachricht vom November 2021 haben wir von den erforderlichen Änderungen im Regionalplan berichtet und Euch gebeten, hier Eure Einsprüche abzugeben. Das habt ihr offensichtlich sehr zahlreich getan, denn beim Regionalverband Ruhr erfuhren wir, dass selten so viele Eingaben zu einem Änderungsverfahren eingegangen sind. Dafür bedanken wir uns bei Euch allen.
Es hat folglich auch sehr lange gedauert, bis die Einsprüche ausgewertet waren und in einer Gegenüberstellung unserer Argument und denen des Regionalverbandes zusammengefasst wurden. Leider sind dabei fast alle unsere Eingaben vom Tisch gefegt worden und die Änderung von Freiraum- und Agrarbereich in Allgemeinen Siedlungsbereich wurde in der Verbandsversammlung am 25.06.2021 beschlossen. Die zentrale Aussage des Regionalverbandes Ruhrgebiet ( RVR ): „Wir ermöglichen die Bebauung des Jahnstadions und des Jahnwaldes aber die letzte Entscheidung, ob das verwirklicht wird oder nicht, liegt bei der Stadt Marl.“
Die Stadt Marl hat am 06.06.2019 den „Klimanotstand“ ausgerufen ! Das ist natürlich fortan ein Aufhänger, um diese widersinnige Bebauung inmitten des Naherholungsgebietes von Marl-Hüls, an den Pranger zu stellen. Und das tun wir immer noch sehr intensiv.
Es gibt zudem zwei Fachaufsichtsbeschwerden gegen die Stadt Marl, deren Ausgang noch offen ist. Einerseits wegen des Verstosses gegen geltende Umwelt – und Naturschutzgesetze und zum anderen gegen die Ungereimtheiten bei der Vergabe der Grundstücke auf Basis einer europäischen Ausschreibung.
Vor kurzem haben wir ein Bürgerbegehren angestossen, dessen Zulässigkeit am 16.09.2021 im Stadtrat entschieden wird.
Der Deutsche Werkbund NRW hat beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe beantragt, das Stadion und hier insbesondere die architektonisch wertvolle Tribüne unter Denkmalschutz zu stellen. (Bauhaus, Nachkriegsmoderne). Auch dieses Verfahren läuft noch.
https://www.marler-zeitung.de/marl/noch-eine-neue-idee-fuer-das-jahnstadion-w1647675-9000023339/
Die Fußballmannschaft, die 1972 für den TSV Marl-Hüls den zweiten Platz bei der deutschen Amateur-Meisterschaft belegte, hat in Marl eine Unterschriftenaktion gestartet, um für den Erhalt dieser traditionsreichen Sportanlage zu kämpfen. Sie sammelten über 2000 Unterschriften.
Auch wird sehr deutlich, dass die Marler Bevölkerung hinter der Bürgerinitiative steht und das Bauvorhaben mehrheitlich ablehnt.
Am Sonntag den 12.09.2021 nimmt der Werkbund NRW am bundesweiten Tag des offenen Denkmals teil. Das Jahnstadion in Marl und insbesondere die Tribüne kann besichtigt werden. Allerdings darf das Stadion dabei nicht betreten werden. Es gibt aber die Möglichkeit, durch die transparente Einfassung des Geländes einen Einblick zu bekommen. Die Veranstaltung findet in der Zeit von 11:00 bis 17:00 statt. Es gibt umfassende Informationen, Diskussionen und Spaziergänge durch den Jahnwald. Der Treffpunkt ist allerdings nicht am Marathontor, so wie in der Presse berichtet, sondern an der Hülsstrasse 43. Von dort aus können Exkursionen zum Stadion und in den Jahnwald unternommen werden. Ihr seid herzlich eingeladen.
https://www.marler-zeitung.de/kreis-re/sein-und-schein-im-kreis-recklinghausen-w1667514-9000053803/
Das war eine kurze Zusammenfassung der Situation in Marl.
Nochmals vielen Dank für eure Unterstützung!