Keine Bebauung am Rand des Knottenbergs! Schützt Oberbiels Hausberg!

2.012

Das Problem

 

Liebe Solmser und Unterstützer unserer Online – Petition.

Werden wichtige Entscheidungen erneut über die Köpfe der Bürgerinnen und Bürger hinweg getroffen?

Wir konnten die Pläne einsehen und wollen Sie hier an dieser Stelle auch über unsere Bürgerinitiative informieren. Zusammengefasst das Wichtigste:

Am Rand des Oberbieler Knottenbergs an der Ecke Altenberger Straße/Pestalozzistraße hinter und neben dem großen Parkplatz ist eine Bebauung geplant. Hier sollen ein großes Mehrfamilienhaus mit 21 Wohneinheiten, und hangaufwärts drei weitere Mehrfamilienhäuser mit jeweils 5 Wohneinheiten entstehen. Viel Beton, 72 zusätzliche Stellplätze, Stützmauern, 5 Meter breite Zufahrtsstraßen, wo bald Vögel brüten, hohe Bäume und heimische Gehölze als Lärm- und Luftfilter dienen, Schatten spenden und Lebensraum für unsere Tiere bieten.

Die Bürgerinitiative zeigt sich kompromissbereit: Gegen das große Mehrfamilienhaus im vorderen Bereich mit der Zufahrt über den großen Parkplatz an der Wetzlarer Straße bestehen grundsätzlich keine Einwände. 

Die geplanten drei weiteren Mehrfamilienhäuser am Hang des Knottenbergs lehnen wir jedoch strikt ab, da diese Bebauung mit erheblichen und dauerhaften Eingriffen in Natur und Landschaft verbunden wäre. Wir haben in Solms noch genügend Baulücken und unverkauftes Bauland, auch im Oberndorfer Weidfeldsweg, wo gegen massiven Widerstand der Bevölkerung ein wertvolles Biotop zerstört wurde. Zudem lässt die demographische Entwicklung in Solms einen Bevölkerungsrückgang in den nächsten Jahren erwarten, Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt.

Warum ist der Knottenberg so wichtig für uns? 

Der Knottenberg prägt Oberbiel entscheidend. Er zieht sich als grüner, z.T. bewaldeter Hang durch einen großen Teil unseres Ortes und erfüllt dabei wichtige Funktionen:

-          Als zusammenhängender Grünzug sorgt der Hang für spürbare Abkühlung im Sommer und bindet Feinstaub und Schadstoffe aus dem Verkehr der naheliegenden B 49.

-          Er ist ein wertvolles Naherholungsgebiet und für Spaziergänger von zwei Seiten über Spazierwege schnell erreichbar.

-          Reptilien, Amphibien, Vögel, Schmetterlingen, Igeln und anderen Kleinsäugern bietet er wertvollen Lebensraum. 

-          Er beherbergt alte Baumbestände, Vogelnähr- und Schutzgehölze und leistet einen wichtigen Beitrag zur biologischen Vielfalt.

-          Er dient zudem als natürlicher Lärmschutz gegenüber der B 49 und mindert den Verkehrslärm.

Zusammengefasst ist der Knottenberg nicht nur ein wertvoller Grüngürtel, sondern ein unverzichtbarer Bestandteil der Lebensqualität in Oberbiel, ökologisch, klimatisch und sozial.

Welche Risiken bestehen am Knottenberg?

In unmittelbarer Nähe des geplanten Bauprojekts kam es vor wenigen Jahren bereits zu einem großen Erd- und Felsrutsch, und nur durch Glück kamen dabei keine Menschen zu Schaden. Mit Blick auf den Klimawandel und die zunehmenden Starkregenereignisse steigt das Risiko solcher Hangbewegungen weiter an. Hinzu kommt, dass sich im Knottenberg noch alte Stollenanlagen befinden, die die Standsicherheit massiv beeinflussen können. Die ohnehin schon grenzwertige Verkehrssituation im Ort und besonders im Bereich der Pestalozzistraße, die vom Bauprojekt aus die schnellste Verbindung zu Schule und Kindergarten ist, würde sich verschärfen. 

Was hat die Bürgerinitiative bisher unternommen?

Nach Gründung der Bürgerinitiative im September 2025 haben wir die einzelnen Solmser Fraktionen (SPD, FWG, FDP, CDU und Bündnis 90/Grüne) angeschrieben und Flyer an viele Haushalte verteilt. Eine positive Nachricht erhielten wir leider nur von Bündnis 90/Grüne, die uns ihre Unterstützung zusicherte. Von den anderen Fraktionen haben wir keine, bzw. nur sehr unverbindliche Aussagen erhalten.

Noch im alten Jahr fand ein Gespräch mit dem örtlichen NABU, dem Bauherrn und dem Architekten statt. Das Ergebnis war sehr ernüchternd.

Über diese Online – Petition sind bis jetzt über 1500 Unterschriften eingegangen.

Vor der Stadtverordnetenversammlung im Dezember, bei der über die Offenlage entschieden wurde, haben wir mit über 50 Personen in Form eines stillen Protests vor dem Rathaus in Solms unseren Unmut kundgetan. In der heimischen Presse erschien dazu ein großer Bericht. 

Wie können Sie uns unterstützen?

Über die Website der Stadt Solms (www.solms.de können Sie den Termin der Offenlegung (vermutlich Mitte Januar) erfahren und schriftlich per Email oder in Briefform Einspruch gegen die Bebauung erheben. 

Wenn Sie uns über die Emailadresse Knottenberg-Solms@gmx.de anschreiben, erhalten Sie weitere Informationen zu geplanten Aktionen  – drunter ggf. eine Bürgerversammlung, ein Antrag auf Sicherstellung des Knottenbergs als Schutzgebiet, sowie die Einbindung von Rundfunk und Fernsehen. 

Selbstverständlich können Sie sich uns jederzeit anschließen. Wir dürfen nicht zulassen, dass wieder einmal, wie so oft in den vergangenen Jahren, wertvoller Naturraum in Solms gegen den Willen der Bevölkerung unwiederbringlich und für immer zerstört wird. 

Jetzt ist der Moment, Verantwortung zu übernehmen und den Knottenberg in seiner ursprünglichen Form als Naturraum für die Zukunft, für unsere Kinder und kommende Generationen zu bewahren.

Wir freuen uns auf Ihre Nachricht, auf Anregungen und Ideen und konstruktive Kritik.

Ihre Bürgerinitiative Knottenberg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eure Oberbieler Bürgerinitiative mit Unterstützung des örtlichen NABU

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