Kein Schulklotz und keine Klotz-Schule!

Das Problem

Schulanlage Neubau Sirius und Werkhof Hochstrasse

Die Stadt Zürich projektiert eine komplett neue Schulanlage auf der Grenze zwischen Fluntern und Oberstrass: Einen fünfstöckigen Hochbau für die Primarschule, darunter einen enormen Tiefbau für Sporthalle mit Tribüne und einen Werkhof des Tiefbauamtes.
Wir sind der Ansicht, dass es diese Schulanlage am äussersten Rand des Schulkreises Zürichberg nicht braucht, dass die Architektur, wie auch die entstehenden Entwicklungen für die direkte Umgebung unpassend sind und das von der Stadt Zürich forcierte Projekt «Kevin», für 100 Mio. Franken, auch niemals klimaneutral sein wird. 

Die Verantwortlichen der Stadt Zürich werden aufgefordert, dieses Projekt zu stoppen, stattdessen die Alternativen zu prüfen und die Klimaziele wirklich umzusetzen.
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Kein Schulklotz und keine Klotz-Schule!

Mit der «Schulanlage Sirius und Werkhof Hochstrasse» plant die Stadt Zürich, an der Grenze zwischen Fluntern und Oberstrass, einen Neubau für eine Primar-Schulanlage mit einem enormen Tiefbau für Sporthalle und Werkhof Tiefbauamt. Dafür müssen zwei Wohnhäuser und der bestehende Werkhof abgerissen werden. Es entstehen fünf Hochbau-Etagen mitten in der ISOS-geschützten Wohnzone mit drei Geschossen.

 

 

 

 

Visualisierung "Kevin"

 

 

 

 

Wir finden, es ist Aufgabe einer Gesellschaft, den nächsten Generationen Erstens: eine intakte Umwelt weiterzugeben, Zweitens: eine funktionierende Gemeinschaft zu gewährleisten und Drittens: ideale Bedingungen anzubieten, damit Kinder zu reifen Erwachsenen werden können.

Was spricht für und was gegen dieses Projekt?

Dafür sprechen könnte einzig der Bedarf an Schulraum, sofern die von der Stadt dazu verwendeten Zahlen und Angaben noch den 2024 aktuellen Gegebenheiten entsprechen, der Standort verifiziert ist und die Räumlichkeiten einen qualitätsvollen Schulbetrieb gewährleisten.

Dagegen spricht hingegen einiges! 

Mit dem Hochbau-Projekt «Kevin», einer neuen Primar-Schulanlage auf einem enormen Tiefbau für Doppel-Sporthalle mit Tribüne und Werkhof, wird ein harmonisch gewachsenes Geviert auf der Grenze von Fluntern zu Oberstrass massgeblich und dauerhaft gestört. Sowohl die Architektur, wie die Auswirkungen auf das Gefüge im Quartier sind rücksichtslos, wenig vorausschauend und die dargelegte Nachhaltigkeit zweifelhaft.

 

 

 

 

Lageplan

 

 

 

 

Ortsbild und Architektur

Der fünfgeschossige Hochbau «Kevin» lässt kaum echten und ehrlichen Bezug zum ISOS-geschützten Ortsbild zu. Mit fünf Hochbau-Etagen werden mindestens 18.5 Meter Höhe erreicht, dies mitten in der Zone mit drei Wohn-Geschossen. Der projektierte Bau wirkt als gesichtsloser Fremdkörper zwischen mehrheitlich prächtigen Häusern, die zwischen 1890 und 1930 erbaut wurden. Im Besonderen erschlägt «Kevin» das noch viel ältere und denkmalgeschützte Häuserkonglomerat Hochstrasse 8-12; auch der überkommunal geschützten Liegenschaft Hochstrasse 37 kommt dieser Klotz zu nahe. Gegen nord-ost hin wird «Kevin» einige Wohnhäuser zwischen sich und der vielbefahrenen Gladbachstrasse in die lichtraubende und schattenwerfende Zange nehmen.
Durch den bereits erfolgten Schutz des Baumbestanes und des bestehenden Sirius-Parks wird dieser Schulanlage-Neubau an die westlichste Grenze des Areales und in die Höhe gedrückt. Der dadurch entstehende Schatten wird den Bäumen, der freien Wiese und den Besuchern wenig Freude machen. Kurz: «Kevin» stellt alles in den Schatten! Und dies mit veranschlagten 100 Mio. Franken Baukosten. Die Tennisplätze werden bleiben, wo sie jetzt schon sind und dadurch eine respektable, sehr schöne Ecke des Freiraumes für eingeschränkte Nutzung reservieren. Andere Projektentwürfe setzten die Tennisplätze auf eine weit weniger prominente Fläche und schufen beispielsweise mit einer einstöckigen Schulbau-Erweiterung entlang der Hochstrasse eine deutlich verträglichere Architektur.

 

 

 

 

Visualisierung

 

 

 

 

Ökologie und Ökonomie
Ein Tiefbau, wie er unter der Schulanlage Sirius für Doppelsporthalle und Werkhof vorgesehen ist, kann niemals umweltschonend und CO2 neutral sein! Nur schon Aushub und Fundament werden Aufwendungen und Emissionen verursachen, die die Schulanlage - auch mit ein bisschen Lehm und Holz - niemals wett machen kann. 

 

 

 

 

Riss (nordwest)

 

 

 

 

Da oberirdisch für den Werkhof und seine Mitarbeitenden kein Platz mehr ist, werden diese unter Tag befördert. Abgesehen von den schlechten Arbeitsbedingungen werden die unterirdischen Räume, auch die Sporthalle, pausenlos belüftet und klimatisiert werden müssen. Die im Boden versenkten Räume und Infrastrukturen werden zwangsläufig statisch sein und bieten dadurch kaum Anpassungsmöglichkeiten für die in den kommenden Jahren zu erwartenden Veränderungen im Betrieb neuer Technologien von Fahrzeugen, Arbeitsgeräten und Materialien.
Für die unterhaltsarme Lebensdauer des Neubaus wird von nur ungefähr 25 Jahren ausgegangen. Die angegebene Öko-Bilanz geht nicht über dieses Ablaufdatum hinaus. 
Hingegen würde es der bestehende Werkhof mit seinem über 100-jährigen Gebäude mit marginalem Aufwand auch weitere 100 Jahre schaffen. Er benötigt fast keinen Unterhalt und verbraucht im Betrieb sehr wenig Energie. Die beiden alten, dem Abriss geweihten Wohnhäuser liessen sich mit vergleichsweise sehr wenig baulicher Anpassung ergänzen und umnutzen, sei es für schulische Zwecke oder für Wohnungen. Statt der sinnvollen Nutzung bestehender Substanz, wird für "Kevin" ein Vielfaches an teuren Ressourcen und Materialien verbraucht werden müssen.

Bedeutung für das Quartierleben 
Im Projekt kommen die alten Quartierbewohner nicht vor, obwohl diese im Quartier sehr zahlreich sind; insbesondere im fast unmittelbar neben dem geplanten Neubau liegenden Altersheim Salem. Im Gegenteil: Der entstehende Mischverkehr, die Mischnutzung, vornehmlich an die schmalste Stelle der Quartierstrasse gepresst, wird die alten Menschen erst recht verunsichern und vertreiben.
An der Hochstrasse (derzeit noch Liegenschaft Nr. 19) soll der Eingang zur Sporthalle liegen, von entsprechenden An- und Wegfahrten für den vorgesehenen Vereinsbetrieb muss also ausgegangen werden, unmittelbar daneben öffnet sich dann die Zufahrt zum Werkhof für Lastwagen und Unterhaltsfahrzeuge; weiterhin bleibt in der Hochstrasse vermutlich ein beachtlicher Schleichverkehr, der sich auch durch eine 20er Zone nicht abstellen lässt. Auf diesen paar Quadratmetern verkehren auch die motorisierten und nichtmotorisierten Fahrräder in der dafür bereits priorisierten Strasse und hinzu kommen kleine, grosse und schnelle und langsame Fussgänger, die einen mit Tretrad und Scooter, die anderen mit Kinderwagen oder Rollator.
 
Fragen an die Verantwortlichen der Stadt Zürich

Der Stadtrat von Zürich, Immo Stadt Zürich, Amt für Städtebau, Schulamt und Amt für Gesundheit und Umwelt werden aufgefordert, folgende Punkte im Projekt «Schulanlage Sirius und Werkhof Sirius Hochstrasse» zu klären und zu beantworten. 
Im Weiteren ist darzulegen, wie und ob sich die Verwaltung und die Zuständigen für Schulanlagen der Stadt Zürich konkret mit den Möglichkeiten und der Machbarkeit für das Erschaffen dauerhafter, flexibler Schulanlagen auseinandersetzen.

  • Wie soll es in diesem Teil des Stadtquartiers Fluntern (Grenze Oberstrass) zu einer wachsenden Zahl Primar-Schüler kommen? Der Platz für neuen Wohnraum ist nicht vorhanden und der bestehende ist oft schier unbezahlbar. Die Zahl der Geburten in der Stadt Zürich sinkt derzeit.

  • Sind die Zuständigen der Zürcher Schulkreise in Bezug auf den Schulraumbedarf genügend vernetzt und im Austausch?

  • Ist «Kevin» die richtige Architektur und das passendste Konzept? 

  • Wie wird und wurde die Ortsbildverträglichkeit argumentiert?

  • Ist im Schulraum-Konzept berücksichtigt, dass viele Schulräume eine Ausrichtung nach Westen und Süden haben werden, was vor allem in den heissen Monaten ungünstig und energieaufwändig sein kann?

  • Wurden die Berechnungen zur Klima- und Umweltverträglichkeit für den gesamten Neubau (Hoch und Tiefbau) und den nachfolgenden Betrieb und Unterhalt mit den Vorgaben für das Erreichen von Netto-Null gemacht? (inkl. Gestehungsaufwendungen und Haltbarkeit)

  • Werden die veranschlagten 100 Mio. reichen?

  • Ist das Amt für Gesundheit und Umwelt, welches sich für netto-null einsetzen muss, in das Projekt "Kevin" involviert?

  • Für die Schulanlage würden ungefähr 9 günstige Wohnungen verschwinden, werden diese ersetzt?

  • Wurde ausreichend sorgfältig abgeklärt, ob die bestehenden beiden Liegenschaften (Hochstr. 19 und 21) durch entsprechende Erweiterungs- und Verbindungsbauten zu wertvollem Schulraum werden könnten? 

  • Die Schülerzahl ist nie konstant: Welche Pläne hat die Stadt Zürich zu klimavernünftigen, flexiblen Modular-Schulanlagen, wie beispielsweise in Berlin, Düsseldorf oder Stuttgart?

  • Müssen sich alle Benützer, heisst Zubringer Schule und Sport, Tiefbauamt, Kinder auf dem Schulweg, Fahrradfahrer, Fussgänger und Schleichverkehr an der aller engsten Stelle der Hochstrasse treffen? 

  • Wie und wo werden die Senioren und Seniorinnen in diesem öffentlichen Raum berücksichtigt?

  • Welche gesellschaftliche und städtebauliche Entwicklung plant die Stadt am unteren Zürichberg?

  • Vertreten Stadtrat und Behörden die Meinung, dass solche Mischnutzung das wohlwollende Zusammenleben fördert?

  • Wurde überlegt, ob der neue Standort für Schutz&Rettung (Kreis 7) mit dem der Schulanlage abgetauscht werden könnte? Der bestehende Werkhof dafür sogar Synergien eröffnen würde.

Die Verfasser fordern die zuständigen Stellen zu einer Neuorientierung auf und somit, auf den Bau dieser Schulanlage zu verzichten oder ein Moratorium zu verfügen. Insbesondere auch die Alternativen durch Nutzung bestehender Bausubstanz auszuarbeiten und zukünftig Schulanlagen zeitgemäss, flexibel und rücksichtsvoll zu gestalten.

 

Mehr Informationen:
Gesammelte Informationen zur Schulanlage Sirius
Architektur-Magazin TEC berichtet über "Kevin"
Modulare Schulbauten

 

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Lou ScheurmannPetitionsstarter*in
Erfolg
Diese Petition war mit 156 Unterstützer*innen erfolgreich!

Das Problem

Schulanlage Neubau Sirius und Werkhof Hochstrasse

Die Stadt Zürich projektiert eine komplett neue Schulanlage auf der Grenze zwischen Fluntern und Oberstrass: Einen fünfstöckigen Hochbau für die Primarschule, darunter einen enormen Tiefbau für Sporthalle mit Tribüne und einen Werkhof des Tiefbauamtes.
Wir sind der Ansicht, dass es diese Schulanlage am äussersten Rand des Schulkreises Zürichberg nicht braucht, dass die Architektur, wie auch die entstehenden Entwicklungen für die direkte Umgebung unpassend sind und das von der Stadt Zürich forcierte Projekt «Kevin», für 100 Mio. Franken, auch niemals klimaneutral sein wird. 

Die Verantwortlichen der Stadt Zürich werden aufgefordert, dieses Projekt zu stoppen, stattdessen die Alternativen zu prüfen und die Klimaziele wirklich umzusetzen.
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Kein Schulklotz und keine Klotz-Schule!

Mit der «Schulanlage Sirius und Werkhof Hochstrasse» plant die Stadt Zürich, an der Grenze zwischen Fluntern und Oberstrass, einen Neubau für eine Primar-Schulanlage mit einem enormen Tiefbau für Sporthalle und Werkhof Tiefbauamt. Dafür müssen zwei Wohnhäuser und der bestehende Werkhof abgerissen werden. Es entstehen fünf Hochbau-Etagen mitten in der ISOS-geschützten Wohnzone mit drei Geschossen.

 

 

 

 

Visualisierung "Kevin"

 

 

 

 

Wir finden, es ist Aufgabe einer Gesellschaft, den nächsten Generationen Erstens: eine intakte Umwelt weiterzugeben, Zweitens: eine funktionierende Gemeinschaft zu gewährleisten und Drittens: ideale Bedingungen anzubieten, damit Kinder zu reifen Erwachsenen werden können.

Was spricht für und was gegen dieses Projekt?

Dafür sprechen könnte einzig der Bedarf an Schulraum, sofern die von der Stadt dazu verwendeten Zahlen und Angaben noch den 2024 aktuellen Gegebenheiten entsprechen, der Standort verifiziert ist und die Räumlichkeiten einen qualitätsvollen Schulbetrieb gewährleisten.

Dagegen spricht hingegen einiges! 

Mit dem Hochbau-Projekt «Kevin», einer neuen Primar-Schulanlage auf einem enormen Tiefbau für Doppel-Sporthalle mit Tribüne und Werkhof, wird ein harmonisch gewachsenes Geviert auf der Grenze von Fluntern zu Oberstrass massgeblich und dauerhaft gestört. Sowohl die Architektur, wie die Auswirkungen auf das Gefüge im Quartier sind rücksichtslos, wenig vorausschauend und die dargelegte Nachhaltigkeit zweifelhaft.

 

 

 

 

Lageplan

 

 

 

 

Ortsbild und Architektur

Der fünfgeschossige Hochbau «Kevin» lässt kaum echten und ehrlichen Bezug zum ISOS-geschützten Ortsbild zu. Mit fünf Hochbau-Etagen werden mindestens 18.5 Meter Höhe erreicht, dies mitten in der Zone mit drei Wohn-Geschossen. Der projektierte Bau wirkt als gesichtsloser Fremdkörper zwischen mehrheitlich prächtigen Häusern, die zwischen 1890 und 1930 erbaut wurden. Im Besonderen erschlägt «Kevin» das noch viel ältere und denkmalgeschützte Häuserkonglomerat Hochstrasse 8-12; auch der überkommunal geschützten Liegenschaft Hochstrasse 37 kommt dieser Klotz zu nahe. Gegen nord-ost hin wird «Kevin» einige Wohnhäuser zwischen sich und der vielbefahrenen Gladbachstrasse in die lichtraubende und schattenwerfende Zange nehmen.
Durch den bereits erfolgten Schutz des Baumbestanes und des bestehenden Sirius-Parks wird dieser Schulanlage-Neubau an die westlichste Grenze des Areales und in die Höhe gedrückt. Der dadurch entstehende Schatten wird den Bäumen, der freien Wiese und den Besuchern wenig Freude machen. Kurz: «Kevin» stellt alles in den Schatten! Und dies mit veranschlagten 100 Mio. Franken Baukosten. Die Tennisplätze werden bleiben, wo sie jetzt schon sind und dadurch eine respektable, sehr schöne Ecke des Freiraumes für eingeschränkte Nutzung reservieren. Andere Projektentwürfe setzten die Tennisplätze auf eine weit weniger prominente Fläche und schufen beispielsweise mit einer einstöckigen Schulbau-Erweiterung entlang der Hochstrasse eine deutlich verträglichere Architektur.

 

 

 

 

Visualisierung

 

 

 

 

Ökologie und Ökonomie
Ein Tiefbau, wie er unter der Schulanlage Sirius für Doppelsporthalle und Werkhof vorgesehen ist, kann niemals umweltschonend und CO2 neutral sein! Nur schon Aushub und Fundament werden Aufwendungen und Emissionen verursachen, die die Schulanlage - auch mit ein bisschen Lehm und Holz - niemals wett machen kann. 

 

 

 

 

Riss (nordwest)

 

 

 

 

Da oberirdisch für den Werkhof und seine Mitarbeitenden kein Platz mehr ist, werden diese unter Tag befördert. Abgesehen von den schlechten Arbeitsbedingungen werden die unterirdischen Räume, auch die Sporthalle, pausenlos belüftet und klimatisiert werden müssen. Die im Boden versenkten Räume und Infrastrukturen werden zwangsläufig statisch sein und bieten dadurch kaum Anpassungsmöglichkeiten für die in den kommenden Jahren zu erwartenden Veränderungen im Betrieb neuer Technologien von Fahrzeugen, Arbeitsgeräten und Materialien.
Für die unterhaltsarme Lebensdauer des Neubaus wird von nur ungefähr 25 Jahren ausgegangen. Die angegebene Öko-Bilanz geht nicht über dieses Ablaufdatum hinaus. 
Hingegen würde es der bestehende Werkhof mit seinem über 100-jährigen Gebäude mit marginalem Aufwand auch weitere 100 Jahre schaffen. Er benötigt fast keinen Unterhalt und verbraucht im Betrieb sehr wenig Energie. Die beiden alten, dem Abriss geweihten Wohnhäuser liessen sich mit vergleichsweise sehr wenig baulicher Anpassung ergänzen und umnutzen, sei es für schulische Zwecke oder für Wohnungen. Statt der sinnvollen Nutzung bestehender Substanz, wird für "Kevin" ein Vielfaches an teuren Ressourcen und Materialien verbraucht werden müssen.

Bedeutung für das Quartierleben 
Im Projekt kommen die alten Quartierbewohner nicht vor, obwohl diese im Quartier sehr zahlreich sind; insbesondere im fast unmittelbar neben dem geplanten Neubau liegenden Altersheim Salem. Im Gegenteil: Der entstehende Mischverkehr, die Mischnutzung, vornehmlich an die schmalste Stelle der Quartierstrasse gepresst, wird die alten Menschen erst recht verunsichern und vertreiben.
An der Hochstrasse (derzeit noch Liegenschaft Nr. 19) soll der Eingang zur Sporthalle liegen, von entsprechenden An- und Wegfahrten für den vorgesehenen Vereinsbetrieb muss also ausgegangen werden, unmittelbar daneben öffnet sich dann die Zufahrt zum Werkhof für Lastwagen und Unterhaltsfahrzeuge; weiterhin bleibt in der Hochstrasse vermutlich ein beachtlicher Schleichverkehr, der sich auch durch eine 20er Zone nicht abstellen lässt. Auf diesen paar Quadratmetern verkehren auch die motorisierten und nichtmotorisierten Fahrräder in der dafür bereits priorisierten Strasse und hinzu kommen kleine, grosse und schnelle und langsame Fussgänger, die einen mit Tretrad und Scooter, die anderen mit Kinderwagen oder Rollator.
 
Fragen an die Verantwortlichen der Stadt Zürich

Der Stadtrat von Zürich, Immo Stadt Zürich, Amt für Städtebau, Schulamt und Amt für Gesundheit und Umwelt werden aufgefordert, folgende Punkte im Projekt «Schulanlage Sirius und Werkhof Sirius Hochstrasse» zu klären und zu beantworten. 
Im Weiteren ist darzulegen, wie und ob sich die Verwaltung und die Zuständigen für Schulanlagen der Stadt Zürich konkret mit den Möglichkeiten und der Machbarkeit für das Erschaffen dauerhafter, flexibler Schulanlagen auseinandersetzen.

  • Wie soll es in diesem Teil des Stadtquartiers Fluntern (Grenze Oberstrass) zu einer wachsenden Zahl Primar-Schüler kommen? Der Platz für neuen Wohnraum ist nicht vorhanden und der bestehende ist oft schier unbezahlbar. Die Zahl der Geburten in der Stadt Zürich sinkt derzeit.

  • Sind die Zuständigen der Zürcher Schulkreise in Bezug auf den Schulraumbedarf genügend vernetzt und im Austausch?

  • Ist «Kevin» die richtige Architektur und das passendste Konzept? 

  • Wie wird und wurde die Ortsbildverträglichkeit argumentiert?

  • Ist im Schulraum-Konzept berücksichtigt, dass viele Schulräume eine Ausrichtung nach Westen und Süden haben werden, was vor allem in den heissen Monaten ungünstig und energieaufwändig sein kann?

  • Wurden die Berechnungen zur Klima- und Umweltverträglichkeit für den gesamten Neubau (Hoch und Tiefbau) und den nachfolgenden Betrieb und Unterhalt mit den Vorgaben für das Erreichen von Netto-Null gemacht? (inkl. Gestehungsaufwendungen und Haltbarkeit)

  • Werden die veranschlagten 100 Mio. reichen?

  • Ist das Amt für Gesundheit und Umwelt, welches sich für netto-null einsetzen muss, in das Projekt "Kevin" involviert?

  • Für die Schulanlage würden ungefähr 9 günstige Wohnungen verschwinden, werden diese ersetzt?

  • Wurde ausreichend sorgfältig abgeklärt, ob die bestehenden beiden Liegenschaften (Hochstr. 19 und 21) durch entsprechende Erweiterungs- und Verbindungsbauten zu wertvollem Schulraum werden könnten? 

  • Die Schülerzahl ist nie konstant: Welche Pläne hat die Stadt Zürich zu klimavernünftigen, flexiblen Modular-Schulanlagen, wie beispielsweise in Berlin, Düsseldorf oder Stuttgart?

  • Müssen sich alle Benützer, heisst Zubringer Schule und Sport, Tiefbauamt, Kinder auf dem Schulweg, Fahrradfahrer, Fussgänger und Schleichverkehr an der aller engsten Stelle der Hochstrasse treffen? 

  • Wie und wo werden die Senioren und Seniorinnen in diesem öffentlichen Raum berücksichtigt?

  • Welche gesellschaftliche und städtebauliche Entwicklung plant die Stadt am unteren Zürichberg?

  • Vertreten Stadtrat und Behörden die Meinung, dass solche Mischnutzung das wohlwollende Zusammenleben fördert?

  • Wurde überlegt, ob der neue Standort für Schutz&Rettung (Kreis 7) mit dem der Schulanlage abgetauscht werden könnte? Der bestehende Werkhof dafür sogar Synergien eröffnen würde.

Die Verfasser fordern die zuständigen Stellen zu einer Neuorientierung auf und somit, auf den Bau dieser Schulanlage zu verzichten oder ein Moratorium zu verfügen. Insbesondere auch die Alternativen durch Nutzung bestehender Bausubstanz auszuarbeiten und zukünftig Schulanlagen zeitgemäss, flexibel und rücksichtsvoll zu gestalten.

 

Mehr Informationen:
Gesammelte Informationen zur Schulanlage Sirius
Architektur-Magazin TEC berichtet über "Kevin"
Modulare Schulbauten

 

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Lou ScheurmannPetitionsstarter*in

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Petition am 22. Mai 2024 erstellt