
Nicht Sellin, nicht Sassnitz: Hier plant RWE das neue LNG-Terminal vor Rügen OZ 31.03.2023 Sassnitz/Sellin.
Sellin ist vom Tisch – und Sassnitz nun offenbar auch: Das geplante neue LNG-Terminal vor der Insel Rügen soll offenbar doch auf hoher See entstehen. So jedenfalls will es der Energieriese RWE, der das Terminal für die Bundesregierung bauen und betreiben soll. Das geht aus wenige Tage alten Plänen des norwegischen Offshore-Spezialisten Seasystems hervor, die im Auftrag von RWE erarbeitet wurden und der OZ exklusiv vorliegen. Und: RWE will vor Rügen offenbar nicht nur eine „Übergangslösung“ schaffen. Auf der Ostsee sollen gleich im ersten Ausbauschritt Anlagen für den Import von Wasserstoff und Ammoniak gebaut werden. Das Ammoniak soll vor Rügen auf dem Meer „gecrackt“ werden. Wo das LNG-Terminal vor Rügen entstehen soll Erst am 29. März hatte der Haushaltsausschuss des Bundestages zwar die Mittel für den Bau eines neuen Flüssiggas- Terminals vor der Insel Rügen vorerst eingefroren, doch die Planungen gehen ungeachtet dessen weiter – und fokussieren sich offenbar auf einen Standort weit draußen auf dem Meer: Laut dem Kartenmaterial, das RWE an verschiedene Mitglieder des Bundestages verteilt hat, sollen Anlagen für den Flüssiggas-Import 12,9 Kilometer östlich der bekannten Wissower Klinken im Meer installiert werden. Entgegen der ersten Planungen wäre das Terminal nicht mehr nur vier, fünf Kilometer von Sellin entfernt, sondern 17,5 Kilometer. Bis Binz wären es 20,4 Kilometer, bis Göhren 19,5 Kilometer. Es sei, so heißt es in der Präsentation, sogar möglich, die Anlage noch zwei weitere Kilometer hinaus auf die Ostsee zu verlegen. Die Planer von Seasystems schreiben davon, dass es nur „minimale Einflüsse“ auf das Leben an Land geben werde – und keine Lärmbelästigungen mehr. RWE baut „Cracking“-Plattformen in Ostsee vor Rügen „Das Energie-Wende-Terminal“ nennt RWE sein Projekt – und will deshalb dauerhaft vor Rügen bleiben: Die Pipeline vom neuen Terminal soll 38 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr an Land bringen können. Bis zu sechs schwimmende Umwandlungsanlagen (FSRU), die LNG in „normales“ Erdgas verwandeln, sollen auf See stationiert werden. Und die Anlagen sollen bereits dafür ausgelegt sein, später Wasserstoff zu importieren. Sogar Spezialplattformen für die Umwandlung von Ammoniak in Wasserstoff plant RWE bereits. Diese sogenannten „Cracker“ sollen ebenfalls auf See vor Rügen gebaut werden. Entscheidung zu LNG-Anlage vor Rügen muss schnell fallen Das Klassifizierungsbüro ABS und auch die Bundesregierung sollen, so heißt es aus Bundestagskreisen, bereits Zustimmung zu den neuen Plänen signalisiert haben. Die Landesregierung in Schwerin ist ebenfalls informiert. Die neue Pipeline nach Lubmin soll 48 Kilometer lang werden, am tiefsten Punkt 18,1 Meter unter der Meeresoberfläche liegen und ohne Baggerarbeiten gebaut werden. Sie wird laut den Unterlagen einem Meereskabel von 50 Hertz folgen, die „geotechnischen Untersuchungen“ würden bereits vorliegen. Die Planer im Auftrag von RWE drücken aufs Tempo: Damit wie geplant schon im Winter 2023/2024 das erste Gas über die Anlage importiert werden kann, müsse spätestens Anfang April eine Entscheidung her.
DAS LNG-GAS IST UND BLEIBT UMWELTVERSCHMUTZUNG!! ES IST VIEL ZU TEUER, MACHT UNS WEITER VON DEN USA ABHÄNGIG, SCHADET UNSERER DEUTSCHEN WIRTSCHAFT UND AM ENDE PROFITIERT NUR EIN LAND (USA) DAVON!!!
MAN KANN, DARF UND SOLLTE ES NICHT SCHÖN REDEN UND/ODER SCHREIBEN.