Kein Lachen über Menschen in Todesangst – Für Menschenwürde im öffentlich-rechtlichen Rund

Kein Lachen über Menschen in Todesangst – Für Menschenwürde im öffentlich-rechtlichen Rund

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Ulrich Spieker und 19 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Kein Lachen über Menschen in Todesangst im öffentlich-rechtlichen Rundfunk

Worum geht es?

In der ZDFheute-Sendung vom 11.06.2026 (Video ansehen: https://www.zdfheute.de/video/zdfheute-live/putin-krieg-lage-wirtschaft-video-100.html wurde bereits in der zweiten Minute des rund 30-minütigen Interviews ein Video eines Drohnenangriffs gezeigt. Zu sehen waren Menschen, die sich in einer akuten Gefahrensituation befanden und vor einem unmittelbar bevorstehenden Drohneneinschlag flüchteten. Der zugeschaltete Militärexperte kommentierte diese Szene mit einem hörbar amüsierten Unterton und den Worten:

„Lustig auch die Russen, die da gerade noch weglaufen, bevor die Drohne einschlägt.“

Besonders kritisch erscheint aus meiner Sicht, dass das Interview anschließend noch knapp eine halbe Stunde weitergeführt wurde, ohne dass eine erkennbare journalistische Einordnung oder Distanzierung von dieser Aussage erfolgte.

Es geht nicht um die Bewertung des Krieges; sondern um Medienethik.

Unabhängig davon, wie man den Konflikt politisch bewertet, welche Haltung man zu den beteiligten Staaten einnimmt oder wie einzelne militärische Handlungen völkerrechtlich und politisch einzuordnen sind: Der Kern dieser Petition ist nicht die Bewertung des Kriegsgeschehens selbst. Es geht um die Frage, welchen ethischen Maßstäben die Berichterstattung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks genügen muss.

Gerade in der Berichterstattung über Krieg und Gewalt braucht es eine besondere Sensibilität im Umgang mit menschlichem Leid. Menschen, die in einer akuten Gefahrensituation vor einem bevorstehenden Drohneneinschlag flüchten, dürfen niemals Gegenstand von Belustigung oder Spott werden – unabhängig davon, welcher Nationalität sie angehören oder auf welcher Seite eines Konflikts sie stehen.

Gerade der öffentlich-rechtliche Rundfunk trägt eine besondere Verantwortung, die Würde des Menschen und die Ehrfurcht vor dem Leben in seiner Berichterstattung zu achten.

Gefahr einer schleichenden Entmenschlichung

Gerade in einer Zeit, in der Krieg, Aufrüstung und militärisches Denken zunehmend als gesellschaftliche Normalität dargestellt und aus meiner Sicht auch politisch bewusst vorangetrieben werden, muss der öffentlich-rechtliche Rundfunk seiner besonderen Verantwortung gerecht werden. Die schleichende Gewöhnung daran, Gewalt und menschliches Leid mit Distanz oder sogar Spott zu betrachten, darf nicht Teil einer verantwortungsvollen Berichterstattung sein.

Darüber hinaus stellt sich aus meiner Sicht die Frage, ob auch weitere rechtliche Gesichtspunkte berührt sein könnten. Besonders problematisch erscheint dabei die pauschale Formulierung „die Russen“, da nicht einmal zwischen einzelnen Soldaten und einer gesamten nationalen Gruppe unterschieden wurde. Ob dadurch rechtliche Tatbestände berührt werden, vermag ich nicht abschließend zu beurteilen; dies ist gegebenenfalls durch die zuständigen Stellen zu prüfen.

Unsere Forderung

Wir fordern das ZDF und den ZDF-Fernsehrat auf:

den Vorfall umfassend zu prüfen und öffentlich aufzuarbeiten,
eine klare Stellungnahme dazu abzugeben, ob ein belustigter Kommentar über Menschen in einer lebensbedrohlichen Situation mit den journalistischen und ethischen Standards des öffentlich-rechtlichen Rundfunks vereinbar ist,
sicherzustellen, dass die Achtung der Menschenwürde und die Ehrfurcht vor dem menschlichen Leben unabhängig von Herkunft, Nationalität oder Konfliktpartei konsequent gewahrt werden,
transparent darzulegen, welche Konsequenzen aus derartigen Verstößen gegen die journalistische Verantwortung gezogen werden.
Warum Ihre Unterschrift wichtig ist

Diese Petition richtet sich nicht gegen eine Nation und nicht gegen eine bestimmte politische Haltung zu einem Krieg. Sie richtet sich gegen eine Entwicklung, in der die Grenze zwischen militärischer Analyse und der Entmenschlichung von Menschen in Lebensgefahr zu verschwimmen droht.

Wenn Menschen um ihr Leben laufen, darf ihr Leid niemals Anlass für Belustigung sein.

Menschenwürde darf nicht von der Nationalität abhängen.

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Meric UludagPetitionsstarter*in

62

Steigern wir das auf 100 Unterschriften!
Petitionen mit mehr als 1000 Unterstützer*innen verbessern ihre Erfolgswahrscheinlichkeit um den Faktor 5!
Aktuelle Unterzeichner*innen:
Ulrich Spieker und 19 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Kein Lachen über Menschen in Todesangst im öffentlich-rechtlichen Rundfunk

Worum geht es?

In der ZDFheute-Sendung vom 11.06.2026 (Video ansehen: https://www.zdfheute.de/video/zdfheute-live/putin-krieg-lage-wirtschaft-video-100.html wurde bereits in der zweiten Minute des rund 30-minütigen Interviews ein Video eines Drohnenangriffs gezeigt. Zu sehen waren Menschen, die sich in einer akuten Gefahrensituation befanden und vor einem unmittelbar bevorstehenden Drohneneinschlag flüchteten. Der zugeschaltete Militärexperte kommentierte diese Szene mit einem hörbar amüsierten Unterton und den Worten:

„Lustig auch die Russen, die da gerade noch weglaufen, bevor die Drohne einschlägt.“

Besonders kritisch erscheint aus meiner Sicht, dass das Interview anschließend noch knapp eine halbe Stunde weitergeführt wurde, ohne dass eine erkennbare journalistische Einordnung oder Distanzierung von dieser Aussage erfolgte.

Es geht nicht um die Bewertung des Krieges; sondern um Medienethik.

Unabhängig davon, wie man den Konflikt politisch bewertet, welche Haltung man zu den beteiligten Staaten einnimmt oder wie einzelne militärische Handlungen völkerrechtlich und politisch einzuordnen sind: Der Kern dieser Petition ist nicht die Bewertung des Kriegsgeschehens selbst. Es geht um die Frage, welchen ethischen Maßstäben die Berichterstattung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks genügen muss.

Gerade in der Berichterstattung über Krieg und Gewalt braucht es eine besondere Sensibilität im Umgang mit menschlichem Leid. Menschen, die in einer akuten Gefahrensituation vor einem bevorstehenden Drohneneinschlag flüchten, dürfen niemals Gegenstand von Belustigung oder Spott werden – unabhängig davon, welcher Nationalität sie angehören oder auf welcher Seite eines Konflikts sie stehen.

Gerade der öffentlich-rechtliche Rundfunk trägt eine besondere Verantwortung, die Würde des Menschen und die Ehrfurcht vor dem Leben in seiner Berichterstattung zu achten.

Gefahr einer schleichenden Entmenschlichung

Gerade in einer Zeit, in der Krieg, Aufrüstung und militärisches Denken zunehmend als gesellschaftliche Normalität dargestellt und aus meiner Sicht auch politisch bewusst vorangetrieben werden, muss der öffentlich-rechtliche Rundfunk seiner besonderen Verantwortung gerecht werden. Die schleichende Gewöhnung daran, Gewalt und menschliches Leid mit Distanz oder sogar Spott zu betrachten, darf nicht Teil einer verantwortungsvollen Berichterstattung sein.

Darüber hinaus stellt sich aus meiner Sicht die Frage, ob auch weitere rechtliche Gesichtspunkte berührt sein könnten. Besonders problematisch erscheint dabei die pauschale Formulierung „die Russen“, da nicht einmal zwischen einzelnen Soldaten und einer gesamten nationalen Gruppe unterschieden wurde. Ob dadurch rechtliche Tatbestände berührt werden, vermag ich nicht abschließend zu beurteilen; dies ist gegebenenfalls durch die zuständigen Stellen zu prüfen.

Unsere Forderung

Wir fordern das ZDF und den ZDF-Fernsehrat auf:

den Vorfall umfassend zu prüfen und öffentlich aufzuarbeiten,
eine klare Stellungnahme dazu abzugeben, ob ein belustigter Kommentar über Menschen in einer lebensbedrohlichen Situation mit den journalistischen und ethischen Standards des öffentlich-rechtlichen Rundfunks vereinbar ist,
sicherzustellen, dass die Achtung der Menschenwürde und die Ehrfurcht vor dem menschlichen Leben unabhängig von Herkunft, Nationalität oder Konfliktpartei konsequent gewahrt werden,
transparent darzulegen, welche Konsequenzen aus derartigen Verstößen gegen die journalistische Verantwortung gezogen werden.
Warum Ihre Unterschrift wichtig ist

Diese Petition richtet sich nicht gegen eine Nation und nicht gegen eine bestimmte politische Haltung zu einem Krieg. Sie richtet sich gegen eine Entwicklung, in der die Grenze zwischen militärischer Analyse und der Entmenschlichung von Menschen in Lebensgefahr zu verschwimmen droht.

Wenn Menschen um ihr Leben laufen, darf ihr Leid niemals Anlass für Belustigung sein.

Menschenwürde darf nicht von der Nationalität abhängen.

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