Actualización sobre la peticiónKein Hanns‑Joachim‑Friedrichs‑Preis für Sophie von der Tann!Journalistische Trutzburg statt Selbstkritik
Torsten DietzoldAlemania
2 dic 2025

Die Verteidigung von Sophie von der Tann durch Claus Kleber, den Bayerischen Rundfunk und die Jury des Hanns‑Joachim‑Friedrichs‑Preises zeigt eine deutliche Abwehrhaltung gegenüber substantieller Kritik.  

Die Vorwürfe – Relativierung von Terror, Einseitigkeit, Ausblendung israelischer Perspektiven – werden nicht inhaltlich geprüft, sondern pauschal zurückgewiesen. Damit wird eine sachliche Auseinandersetzung vermieden und die notwendige Reflexion blockiert.  

Die Jury und der BR verteidigen nicht nur eine Journalistin, sondern zugleich ihre eigene Entscheidung. Wer einen Preis vergibt, kann schwerlich einräumen, dass die Auszeichnung fragwürdig ist. Die Verteidigung erscheint daher weniger als unabhängige Bewertung, sondern als Schutz der eigenen Glaubwürdigkeit.  

Claus Kleber und andere prominente Stimmen verstärken diesen Eindruck, indem sie die Vorwürfe nicht ernsthaft diskutieren, sondern die Journalistin vorbehaltlos in Schutz nehmen. Damit entsteht das Bild einer geschlossenen Gruppe, die ihre Mitglieder schützt und die Deutungshoheit über journalistische Qualität für sich beansprucht. Kritische Stimmen werden nicht als gleichwertig behandelt, sondern abgewertet.  

Die Kritik wird abgewehrt, weil ihre Anerkennung zwangsläufig das Eingeständnis erfordern würde, dass man vor diesem Hintergrund an Sophie von der Tann nicht festhalten kann. Das Festhalten ist somit nicht Ausdruck einer geprüften Überzeugung, sondern Folge institutioneller Selbstverteidigung.  

Dieses Verhalten beschädigt die Glaubwürdigkeit der Preisvergabe und schwächt das Vertrauen in die Fähigkeit des Journalismus zur Selbstkritik. Statt die Kritik als Anlass zur Prüfung und Klärung zu nutzen, wird sie abgeblockt – und genau darin zeigt sich die gefährliche Selbstabschottung einer journalistischen Elite.

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Mahnwache gegen die Preisverleihung am 04.12.25 in Köln. 

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