Petition updateKein Gift in Brandenburgs Wäldern!Danke, Dr. Mark Benecke!
Karl Tempel
13 May 2019

 

Deutschlands berühmtester Kriminalbiologe und "Herr der Maden"  unterstützt uns auch - seht euch seine Videobotschaft an. Danke Dr. Mark Benecke, das hilft!

 

Und sonst? Es hätte ein gutes Zeichen aus dem Umweltministerium sein können: In der Presse war jetzt zu lesen, dass Brandenburg künftig nur noch Aufforstungen mit Laubbäumen fördern wird. Das Agrarministerium will umsteuern und mit öffentlichem Geld nur noch die Pflanzung neuer Laubbäume fördern. Toll! Endlich ein erster Erfolg! So dachten wir.

Dummerweise gibt es im Kleingedruckten einen kleinen Haken: „Die einzige Ausnahme gelte für die heimische Kiefer, sollte ihre Anpflanzung wegen der Verhältnisse im jeweiligen Waldbereich zwingend erforderlich sein.“ Na, und diese Ausnahme kann doch jeder leicht begründen. Zumal das Ministerium die Laubbaumarten vorschreibt und im Baumartenkatalog kein klimaflexibler neuer Laubbaum dabei ist. Es ist schlichte Augenwischerei! Denn im Vergleich zur bisherigen Förderung hat sich NICHTS verändert.

 

Der NABU Brandenburg berichtet: Der NABU Brandenburg hat über seinen Anwalt Thorsten Deppner die Begründung seines Antrags, die Ausbringung des Totalinsektizids zu untersagen, vertieft. Er hat Fotos aus Bereichen vorgelegt, die schon vom Hubschrauber aus mit dem Gift besprüht worden sind. Auf den Waldwegen sind viele toten Insekten zu sehen. Dies belegt nach Auffassung des NABU, dass „Karate Forst“ seine befürchtete verheerende Wirkung zeigt.

In dem Schriftsatz an das Gericht macht der NABU auch deutlich, dass der Landesforstbetrieb die gute fachliche Praxis des Pflanzenschutzes nicht einhält. Vorbeugende Maßnahmen durch Waldumbau wurden nicht verwirklicht und die ökologische Tragfähigkeit der betroffenen Lebensräume durch den Einsatz eines nicht zielartenspezifischen Breitbandinsektizid überschritten. Das Handeln des Landesforstbetriebes sei vielmehr einseitig darauf ausgerichtet, die wirtschaftlichen Verluste für die Waldbesitzer auszuschließen. Dabei wurden die ökologischen Anforderungen klar vernachlässigt.

Um allen prozessualen Möglichkeiten gerecht zu werden, hat der NABU nun zusätzlich auch den Landesforstbetrieb selbst gerichtlich auf sofortige Unterlassung der Ausbringung des Insektizids in Anspruch genommen. Damit wird der schon vorliegende Antrag auf sofortige Aussetzung der Wirksamkeit des Zulassungsbescheides ergänzt. Auch dieser Antrag wird mit den Verstößen gegen das Naturschutzrecht und das Pflanzenschutzgesetz begründet.

 

Und täglich grüßt der Giftwald - Berichte von Anwohnern (die Namen sind bekannt)

"Ich bin gerade nach Hause gekommen von einem anstrengenden Tag, der in meinen Augen mit einem großen Unrecht begann.
Und dann das: Alle diese z.T. noch zappelnden Fliegen lagen auf der Straße im Sonnenwinkel in Borkheide, nur im Bereich meiner kleinen Toreinfahrt! Ich konnte nichts tun, außer sie zu erlösen ..."

"Im Hintergrund, am Ende der Straße ist der Wald zu sehen, der heute vergiftet wurde. Ich möchte mir nicht ausmalen, wie es dort aussieht. Mein Tag ist heute gelaufen, morgen sehen wir weiter."

"Ich wohne genau gegenüber vom Wald. Nicht in Borkheide sondern ein Dorf weiter Richtung Brück. Bei uns wurde am Freitag vergiftet. Meine Pferde waren dem ungeschützt ausgesetzt. Die sonst so nervigen Fliegen um die Augen meiner Pferde blieben vollständig aus. Ich werde auch die Früchte in meinem Garten nicht essen. Die armen Schwalben, Tauben und Sperlinge in meinem Garten werden ihre Brut verlieren. Das tut so weh.
Wenn eine Sammelklage, Anzeige, Demo oder sonst was gestartet wird bin ich dabei!"

"... und wenn ich dann lese , dass die Kita nicht informiert wurde und erst auf besorgte Anrufe von Eltern angewiesen ist...nur zum heulen! Die Schule Borkheide hat jetzt auch entschieden, die Kinder heute nicht draußen spielen zu lassen. Und dann?"

"Es wurde aus dem Ort raus ein Schild hingestellt . Zum Sprühzeitpunkt durften nach Alt Bork keine Autos fahren für 5min. Alle fahren ahnungslos durch, Radfahrer wie Autos mit Klimaanlage an. Eine Bekannte wurde während des Sprühens durchgelassen mit den Worten 'los los'."

"Borkheide wird seid Stunden mit dem Gift Karate Forst besprüht.....und das verdammt dicht an den Häusern. In der Straße Auf der Heide liegen die Fliegen am Boden und kämpfen. In der kurzen Zeit hab ich schon 26 Fliegen auf dem Rücken liegen strampelnd ... gefunden.
Und es wird noch viel mehr Opfer geben."

 

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