Kein Friedenspreis an die NATO

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Otto Biedermann und 19 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Die Wirtschaftliche Gesellschaft für Westfalen und Lippe e. V. will ihren diesjährigen „Internationalen Preis des Westfälischen Friedens“ an die NATO verleihen. Diese Entscheidung wurde von einer elfköpfigen Jury getroffen, unter ihnen Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundeskanzler Friedrich Merz und NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst. 

Die Preisverleihung widerspricht aus unserer Sicht fundamental der historischen Bedeutung und dem normativen Anspruch dieses bedeutenden Preises. Der Westfälische Friede, ein Eckpfeiler der europäischen Geschichte, steht seit jeher für Verständigung, Deeskalation und zivile Konfliktlösung. Die NATO hingegen, ungeachtet individueller sicherheitspolitischer Bewertungen, ist ein militärisches Bündnis, das untrennbar mit Aufrüstung, Abschreckungslogik und bewaffneten Konflikten verbunden ist und den Grundsätzen des Westfälischen Friedens diametral gegenübersteht.

Wir müssen uns daran erinnern, dass der Westfälische Friede nach jahrzehntelangem Blutvergießen in Europa im 17. Jahrhundert den Frieden und den Beginn der internationalen Diplomatie einleitete. Ihm liegt das Streben nach einem Miteinander ohne Waffengewalt zugrunde. Verliehen wurde dieser Preis in der Vergangenheit an Persönlichkeiten und Organisationen, die außergewöhnliche Beiträge zur Förderung des friedlichen und zivilgesellschaftlichen Dialogs geleistet haben.

Die NATO ist zu einem Sicherheitsrisiko in der westlichen Hemisphäre geworden; sie symbolisiert eine Strategie, die auf militärische Lösungen abzielt, was im direkten Widerspruch zu der Philosophie des Westfälischen Friedens steht. Wenn dieser Preis an die NATO vergeben wird, könnte dies das seit Jahrhunderten bestehende Friedensnarrativ verwässern und zukünftige Preisträger mit einer Militarisierung assoziieren, die den eigentlichen Intentionen des Preises zuwiderläuft.

Wir fordern die Verantwortlichen auf, ihre Entscheidung zu überdenken und alternative Kandidaten zu benennen, die dem eigentlichen Gedankengut des Westfälischen Friedens entsprechen.

Bitte schließt euch dieser Petition an, damit wir gemeinsam sicherstellen können, dass der Preis des Westfälischen Friedens seinem historischen Erbe und seinen grundlegenden Werten treu bleibt. Unterstützen Sie dieses Anliegen mit Ihrer Unterschrift!

176

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Otto Biedermann und 19 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Die Wirtschaftliche Gesellschaft für Westfalen und Lippe e. V. will ihren diesjährigen „Internationalen Preis des Westfälischen Friedens“ an die NATO verleihen. Diese Entscheidung wurde von einer elfköpfigen Jury getroffen, unter ihnen Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundeskanzler Friedrich Merz und NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst. 

Die Preisverleihung widerspricht aus unserer Sicht fundamental der historischen Bedeutung und dem normativen Anspruch dieses bedeutenden Preises. Der Westfälische Friede, ein Eckpfeiler der europäischen Geschichte, steht seit jeher für Verständigung, Deeskalation und zivile Konfliktlösung. Die NATO hingegen, ungeachtet individueller sicherheitspolitischer Bewertungen, ist ein militärisches Bündnis, das untrennbar mit Aufrüstung, Abschreckungslogik und bewaffneten Konflikten verbunden ist und den Grundsätzen des Westfälischen Friedens diametral gegenübersteht.

Wir müssen uns daran erinnern, dass der Westfälische Friede nach jahrzehntelangem Blutvergießen in Europa im 17. Jahrhundert den Frieden und den Beginn der internationalen Diplomatie einleitete. Ihm liegt das Streben nach einem Miteinander ohne Waffengewalt zugrunde. Verliehen wurde dieser Preis in der Vergangenheit an Persönlichkeiten und Organisationen, die außergewöhnliche Beiträge zur Förderung des friedlichen und zivilgesellschaftlichen Dialogs geleistet haben.

Die NATO ist zu einem Sicherheitsrisiko in der westlichen Hemisphäre geworden; sie symbolisiert eine Strategie, die auf militärische Lösungen abzielt, was im direkten Widerspruch zu der Philosophie des Westfälischen Friedens steht. Wenn dieser Preis an die NATO vergeben wird, könnte dies das seit Jahrhunderten bestehende Friedensnarrativ verwässern und zukünftige Preisträger mit einer Militarisierung assoziieren, die den eigentlichen Intentionen des Preises zuwiderläuft.

Wir fordern die Verantwortlichen auf, ihre Entscheidung zu überdenken und alternative Kandidaten zu benennen, die dem eigentlichen Gedankengut des Westfälischen Friedens entsprechen.

Bitte schließt euch dieser Petition an, damit wir gemeinsam sicherstellen können, dass der Preis des Westfälischen Friedens seinem historischen Erbe und seinen grundlegenden Werten treu bleibt. Unterstützen Sie dieses Anliegen mit Ihrer Unterschrift!

Kommentare von Unterstützer*innen

Neuigkeiten zur Petition

Diese Petition teilen

Petition am 19. April 2026 erstellt