Kein Eintritt für den Kölner Dom!

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Das Problem

Kein Eintritt für den Kölner Dom! Der Kölner Dom ist kein Museum
Mit großer Sorge und Unverständnis nehme ich die Entscheidung zur Kenntnis, künftig Eintrittsgelder für den Besuch des Kölner Doms zu verlangen. Das Erzbistum steht nicht am Rande des finanziellen Zusammenbruchs. Im Gegenteil: Das Kölner Erzbistum zählt zu den vermögendsten Bistümern Deutschlands und verfügt über erhebliche finanzielle Ressourcen. Niemand wird ernsthaft behaupten können, dass die Kirche ohne Eintrittsgelder für den Dom am Hungertuch nagen müsste. Umso schwerer ist nachvollziehbar, warum ausgerechnet an einem der bedeutendsten geistlichen Orte Deutschlands eine finanzielle Zugangshürde errichtet werden soll.
Der Kölner Dom ist weit mehr als eine Touristenattraktion. Er ist ein Ort des Glaubens, der Hoffnung, der Begegnung und des Trostes. Tag für Tag betreten Menschen den Dom, um eine Kerze anzuzünden, einen Moment der Stille zu finden, Kraft zu schöpfen oder einfach die besondere Atmosphäre dieses einzigartigen Bauwerks auf sich wirken zu lassen. Viele von ihnen haben keinen regelmäßigen Bezug mehr zur Kirche. Gerade deshalb ist der Dom eine der wenigen verbliebenen Brücken zwischen Kirche und Gesellschaft.
Mit einem Eintrittspreis wird diese Brücke beschädigt. Zwölf Euro mögen für manche Besucherinnen und Besucher kein Hindernis sein. Für andere jedoch bedeutet dieser Betrag eine klare Botschaft: Wer nicht zahlt, bleibt draußen. Das widerspricht dem Gedanken einer Kirche, die allen Menschen offenstehen sollte, unabhängig von Einkommen, Herkunft oder religiöser Bindung.
Die Kirche beklagt seit Jahren schwindende Mitgliederzahlen und den Verlust gesellschaftlicher Nähe. Umso unverständlicher ist es, wenn nun ausgerechnet dort eine Schranke errichtet wird, wo Begegnung noch möglich ist. Ein Gotteshaus sollte Menschen einladen und nicht aussortieren. Es sollte Türen öffnen und keine Kassenhäuschen aufstellen.
Natürlich kostet der Erhalt des Doms Geld. Doch dafür gibt es bereits zahlreiche Möglichkeiten: Spenden, Fördervereine, freiwillige Beiträge, Stiftungen und öffentliche Unterstützung. Angesichts des erheblichen Vermögens des Erzbistums erscheint die Einführung eines Eintrittspreises nicht als letzte Notwendigkeit, sondern als falsches Signal. Wer den Dom betritt, soll dies als Gast tun können und nicht als Kunde.
Der Kölner Dom gehört nicht nur dem Erzbistum. Er gehört zu Köln, zu Deutschland und zum kulturellen Erbe der Menschheit. Vor allem aber ist er ein Ort, der Menschen willkommen heißen sollte. Ohne Eintrittskarte. Ohne finanzielle Hürde. Ohne Wenn und Aber.
Ein Dom ist kein Museum. Und der Zugang zu einem Gotteshaus darf nicht vom Geldbeutel abhängen. Wer Menschen für die Kirche gewinnen will, sollte Türen öffnen und nicht Eintritt verlangen.

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Kalle GerigkPetitionsstarter*in

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