Kein Abschiebegrund! Familie Özgeyikci gehört zu uns – Bleiberecht jetzt!

Kein Abschiebegrund! Familie Özgeyikci gehört zu uns – Bleiberecht jetzt!

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Nadine Feyen und 19 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Familie Özgeyikci lebt seit 11 Jahren in unserer Mitte – in Warsingsfehn, im Landkreis Leer. Yildiz und Edip Özgeyikci sowie ihre vier Kinder Hamed (10 J.), Kadar (12 J.), Rojin (9 J.) und Siyar (5 J.) sind nicht irgendwelche Namen in einer Akte. Sie sind Nachbarn, Schulkameraden, Freunde. Sie sind ein aktiver Teil der Grundschule Warsingsfehn-Ost und der IGS Moormerland.

Wer ist diese Familie?

Edip Özgeyikci hat sich in Deutschland eine Existenz aufgebaut. Mit Fleiß und Eigenverantwortung betreibt er seit über zwei Jahren erfolgreich einen eigenen Imbiss – gewerblich angemeldet, steuerlich erfasst, mit einem nachgewiesenen überduchschnittlichen monatlichen Nettoüberschuss. Die Familie ist wirtschaftlich vollständig unabhängig und bezieht keinerlei staatliche Unterstützung. Bereits vor seiner Selbstständigkeit arbeitete Herr Özgeyikci als Angestellter zwei Jahre lang in einer Pizzeria.

Beide Elternteile haben anerkannte Sprachzertifikate, wobei auch in diesem Zusammenhang die Ausländerbehörde den ECL-Nachweis des Kindesvaters infrage stellt, obwohl dieser Nachweis offiziell in der Übersicht der vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge anerkannten Sprachnachweise gelistet ist.

Yildiz Özgeyikci ist das Rückgrat der Familie. Sie sorgt dafür, dass alle vier Kinder täglich pünktlich, vorbereitet und mit gesundem Frühstück in der Schule erscheinen. Sie engagiert sich aktiv in der Schulgemeinschaft der Grundschule Warsingsfehn-Ost, bringt Ideen ein – etwa eine Kleiderkammer für bedürftige Familien –, und lebt die Werte vor, die unsere Gesellschaft trägt: Offenheit, Toleranz und Mitverantwortung.

Die Kinder sind hier zu Hause. Hamed, Kadar, Rojin und der kleine Siyar sprechen Deutsch, haben ihre Freunde, ihre Schule, ihre Zukunft – hier. Rojin unterstützt als Drittklässlerin bereits neu zugewanderte Mitschülerinnen und Mitschüler dabei, Deutsch zu lernen und soziale Kontakte zu knüpfen. Kadar ist längst an der weiterführenden Schule – und kommt trotzdem noch zu jedem Schulfest. Die Schulleitung und Lehrkräfte der Grundschule Warsingsfehn-Ost und viele andere haben sich in eindringlichen Stellungnahmen für den Verbleib der Familie ausgesprochen.

Warum droht die Abschiebung – und warum ist das nicht hinnehmbar?

Die Ausländerbehörde des Landkreises Leer begründet die Ablehnung des Aufenthaltsrechts offenbar damit, dass das Einkommen aus selbstständiger Tätigkeit nicht als dauerhaft gesichert anerkannt wird. Diese Begründung halte ich für nicht haltbar.

Aus diesem Grund ging Herr Özgeyikci seit Dezember 2025 ein zweites Arbeitsverhältnis ein, in welchem er im Dienstleistungsgewerbe tätig war. Auch diese Belege mit einem ausreichenden Nettogehalt reichten der Ausländerbehörde nicht aus. Mit der Begründung, dass die Durchführung von zwei Tätigkeiten nicht dauerhaft durchführbar seien, entzog die Ausländerbehörde Herrn Özgeyikci die Arbeitserlaubnis vollständig. Zudem wurde die Familie aufgefordert, den eigenen Imbiss bis zum 30.04.2026 zu verkaufen. Die Überschreibung des Imbiss erfolgte nun zu Beginn dieses Monats.

§ 2 Abs. 3 AufenthG schließt Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit ausdrücklich ein. 

Ein über mehr als zwei Jahre stabil nachgewiesenes, überdurchschnittliches Einkommen – belegt durch Steuerbescheide, betriebswirtschaftliche Auswertungen und Kontoauszüge – als „nicht nachhaltig" abzulehnen, widerspricht der Rechtsprechung niedersächsischer Verwaltungsgerichte. Es besteht der begründete Verdacht eines Ermessensfehlers der Behörde.

Hinzu kommt: Frau Özgeyikci ist in der Türkei nachweislich bedroht. Ihr Vater hat wiederholt Morddrohungen gegen sie ausgesprochen – bestätigt durch ihre Familie und durch ein Schreiben eines türkischen Gerichts aus Antalya, welches übersetzt vorliegt. Eine Abschiebung könnte ihr Leben in Gefahr bringen.

Was diese Abschiebungsdrohung mit Kindern macht:

Was in den Akten als Verwaltungsvorgang erscheint, ist im Leben dieser Familie längst eine humanitäre Notlage. Die Kinder – allesamt in Deutschland aufgewachsen, hier verwurzelt, hier zuhause – tragen die Last der Ungewissheit täglich mit sich. Rojin berichtet ihren Lehrkräften von Alpträumen. Sie sucht mehrmals am Vormittag körperliche Nähe – ein deutliches Zeichen für das Ausmaß ihrer inneren Belastung. Hamed unterbrach ein Fußballtraining, sprang auf sein Fahrrad und radelte nach Hause – einzig um sich zu vergewissern, dass seine Mutter noch da ist. Kadar und Hamed sprechen beim Training offen über ihre permanente Angst. Diese Kinder funktionieren noch – aber sie leiden. Die Schulpsychologie wurde bereits eingeschaltet; Termine lassen jedoch aufgrund chronischer Unterbesetzung auf sich warten.

Kinder, die so leben, brauchen keine Abschiebung. Sie brauchen Sicherheit, Verlässlichkeit und eine Zukunft – und zwar hier, wo sie aufgewachsen sind, wo ihre Freunde sind, wo ihre Schule ist. Die psychischen Folgen einer Abschiebung für diese Kinder wären nicht absehbar und nicht wiedergutzumachen.

Was wir fordern:

Ich fordere die Ausländerbehörde des Landkreises Leer und alle zuständigen politischen Entscheidungsträgerinnen und -träger auf:

Stoppen Sie die Abschiebung! Erteilen Sie der Familie Özgeyikci ein dauerhaftes Bleiberecht.

Diese Familie hat bewiesen, dass sie hier hingehört. Sie arbeitet, sie engagiert sich, sie trägt zur Gemeinschaft bei – und sie ist verwurzelt. Eine Abschiebung wäre nicht nur eine menschliche Tragödie. Sie wäre schlicht falsch.

Unterschreiben Sie jetzt. Für eine Familie, die zu uns gehört.

 

Außerdem möchte ich Sie zu einem öffentlichen Protest in diesem Zusammenhang einladen:

Mittwoch, 17. Juni 2026 um 16.30 Uhr, Bergmannstraße 33-37 (Kreishaus), 26789 Leer (Angemeldet von "Omas gegen Rechts" und  "Afrikanische Diaspora e.V."

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Michael MarkusPetitionsstarter*inIch leite seit einigen Jahren eine Grundschule in Ostfriesland und engagiere mich privat in vielen Vereinen und Initiativen.

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Aktuelle Unterzeichner*innen:
Nadine Feyen und 19 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Familie Özgeyikci lebt seit 11 Jahren in unserer Mitte – in Warsingsfehn, im Landkreis Leer. Yildiz und Edip Özgeyikci sowie ihre vier Kinder Hamed (10 J.), Kadar (12 J.), Rojin (9 J.) und Siyar (5 J.) sind nicht irgendwelche Namen in einer Akte. Sie sind Nachbarn, Schulkameraden, Freunde. Sie sind ein aktiver Teil der Grundschule Warsingsfehn-Ost und der IGS Moormerland.

Wer ist diese Familie?

Edip Özgeyikci hat sich in Deutschland eine Existenz aufgebaut. Mit Fleiß und Eigenverantwortung betreibt er seit über zwei Jahren erfolgreich einen eigenen Imbiss – gewerblich angemeldet, steuerlich erfasst, mit einem nachgewiesenen überduchschnittlichen monatlichen Nettoüberschuss. Die Familie ist wirtschaftlich vollständig unabhängig und bezieht keinerlei staatliche Unterstützung. Bereits vor seiner Selbstständigkeit arbeitete Herr Özgeyikci als Angestellter zwei Jahre lang in einer Pizzeria.

Beide Elternteile haben anerkannte Sprachzertifikate, wobei auch in diesem Zusammenhang die Ausländerbehörde den ECL-Nachweis des Kindesvaters infrage stellt, obwohl dieser Nachweis offiziell in der Übersicht der vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge anerkannten Sprachnachweise gelistet ist.

Yildiz Özgeyikci ist das Rückgrat der Familie. Sie sorgt dafür, dass alle vier Kinder täglich pünktlich, vorbereitet und mit gesundem Frühstück in der Schule erscheinen. Sie engagiert sich aktiv in der Schulgemeinschaft der Grundschule Warsingsfehn-Ost, bringt Ideen ein – etwa eine Kleiderkammer für bedürftige Familien –, und lebt die Werte vor, die unsere Gesellschaft trägt: Offenheit, Toleranz und Mitverantwortung.

Die Kinder sind hier zu Hause. Hamed, Kadar, Rojin und der kleine Siyar sprechen Deutsch, haben ihre Freunde, ihre Schule, ihre Zukunft – hier. Rojin unterstützt als Drittklässlerin bereits neu zugewanderte Mitschülerinnen und Mitschüler dabei, Deutsch zu lernen und soziale Kontakte zu knüpfen. Kadar ist längst an der weiterführenden Schule – und kommt trotzdem noch zu jedem Schulfest. Die Schulleitung und Lehrkräfte der Grundschule Warsingsfehn-Ost und viele andere haben sich in eindringlichen Stellungnahmen für den Verbleib der Familie ausgesprochen.

Warum droht die Abschiebung – und warum ist das nicht hinnehmbar?

Die Ausländerbehörde des Landkreises Leer begründet die Ablehnung des Aufenthaltsrechts offenbar damit, dass das Einkommen aus selbstständiger Tätigkeit nicht als dauerhaft gesichert anerkannt wird. Diese Begründung halte ich für nicht haltbar.

Aus diesem Grund ging Herr Özgeyikci seit Dezember 2025 ein zweites Arbeitsverhältnis ein, in welchem er im Dienstleistungsgewerbe tätig war. Auch diese Belege mit einem ausreichenden Nettogehalt reichten der Ausländerbehörde nicht aus. Mit der Begründung, dass die Durchführung von zwei Tätigkeiten nicht dauerhaft durchführbar seien, entzog die Ausländerbehörde Herrn Özgeyikci die Arbeitserlaubnis vollständig. Zudem wurde die Familie aufgefordert, den eigenen Imbiss bis zum 30.04.2026 zu verkaufen. Die Überschreibung des Imbiss erfolgte nun zu Beginn dieses Monats.

§ 2 Abs. 3 AufenthG schließt Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit ausdrücklich ein. 

Ein über mehr als zwei Jahre stabil nachgewiesenes, überdurchschnittliches Einkommen – belegt durch Steuerbescheide, betriebswirtschaftliche Auswertungen und Kontoauszüge – als „nicht nachhaltig" abzulehnen, widerspricht der Rechtsprechung niedersächsischer Verwaltungsgerichte. Es besteht der begründete Verdacht eines Ermessensfehlers der Behörde.

Hinzu kommt: Frau Özgeyikci ist in der Türkei nachweislich bedroht. Ihr Vater hat wiederholt Morddrohungen gegen sie ausgesprochen – bestätigt durch ihre Familie und durch ein Schreiben eines türkischen Gerichts aus Antalya, welches übersetzt vorliegt. Eine Abschiebung könnte ihr Leben in Gefahr bringen.

Was diese Abschiebungsdrohung mit Kindern macht:

Was in den Akten als Verwaltungsvorgang erscheint, ist im Leben dieser Familie längst eine humanitäre Notlage. Die Kinder – allesamt in Deutschland aufgewachsen, hier verwurzelt, hier zuhause – tragen die Last der Ungewissheit täglich mit sich. Rojin berichtet ihren Lehrkräften von Alpträumen. Sie sucht mehrmals am Vormittag körperliche Nähe – ein deutliches Zeichen für das Ausmaß ihrer inneren Belastung. Hamed unterbrach ein Fußballtraining, sprang auf sein Fahrrad und radelte nach Hause – einzig um sich zu vergewissern, dass seine Mutter noch da ist. Kadar und Hamed sprechen beim Training offen über ihre permanente Angst. Diese Kinder funktionieren noch – aber sie leiden. Die Schulpsychologie wurde bereits eingeschaltet; Termine lassen jedoch aufgrund chronischer Unterbesetzung auf sich warten.

Kinder, die so leben, brauchen keine Abschiebung. Sie brauchen Sicherheit, Verlässlichkeit und eine Zukunft – und zwar hier, wo sie aufgewachsen sind, wo ihre Freunde sind, wo ihre Schule ist. Die psychischen Folgen einer Abschiebung für diese Kinder wären nicht absehbar und nicht wiedergutzumachen.

Was wir fordern:

Ich fordere die Ausländerbehörde des Landkreises Leer und alle zuständigen politischen Entscheidungsträgerinnen und -träger auf:

Stoppen Sie die Abschiebung! Erteilen Sie der Familie Özgeyikci ein dauerhaftes Bleiberecht.

Diese Familie hat bewiesen, dass sie hier hingehört. Sie arbeitet, sie engagiert sich, sie trägt zur Gemeinschaft bei – und sie ist verwurzelt. Eine Abschiebung wäre nicht nur eine menschliche Tragödie. Sie wäre schlicht falsch.

Unterschreiben Sie jetzt. Für eine Familie, die zu uns gehört.

 

Außerdem möchte ich Sie zu einem öffentlichen Protest in diesem Zusammenhang einladen:

Mittwoch, 17. Juni 2026 um 16.30 Uhr, Bergmannstraße 33-37 (Kreishaus), 26789 Leer (Angemeldet von "Omas gegen Rechts" und  "Afrikanische Diaspora e.V."

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Michael MarkusPetitionsstarter*inIch leite seit einigen Jahren eine Grundschule in Ostfriesland und engagiere mich privat in vielen Vereinen und Initiativen.

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