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Keine Todesstrafe für Matsumoto Kenji!

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Matsumoto Kenji befindet sich seit dem 17. September 1993 im Todestrakt eines japanischen Gefängnisses. 

Seit seiner Geburt hat Matsumoto Kenji eine geistige Behinderung in Folge einer Quecksilber-Vergiftung. Sein IQ liegt zwischen 60 und 70 Punkten.

Nachdem er zwischen September 1990 und September 1991 zwei getrennte Raubüberfälle und Morde zusammen mit seinem Bruder begangen hatte, war Matsumoto Kenji zum Tode verurteilt worden. Sein Bruder hatte schon kurz nach der Festnahme Selbstmord begangen.

Die Gerichte erkannten zwar an, dass Matsumoto Kenji unter starkem Einfluss seines Bruders stand und sich nicht gegen seinen Bruder hatte behaupten können, hielten aber die Todesstrafe für angemessen. Sein Schuldeingeständnis, das durch seine geistige Behinderung und durch Druck und Bestechung mit Essen gewonnen wurde, sah man als glaubwürdig an. Trotz seiner geistigen Behinderung hatte man ihn auch als mental kompetent eingestuft. Es wird dabei jedoch bezweifelt, dass er die Verfahren überhaupt verstehen konnte.

Der Oberste Gerichtshof von Japan wies die Berufung in zweiter und letzter Instanz zurück und sein Todesurteil wurde am 4. April 2000 bestätigt. Seitdem kann jederzeit die Todesstrafe ausgeführt werden und Kenji Matsumoto ist jeden Tag in Lebensgefahr.

Zusätzlich zu seiner geistigen Behinderung leidet Kenji Matsumoto nun auch an psychiatrischen Symptomen wie Halluzinationen. Dies ist bedingt durch die langjährige Unterbringung in strenger Einzelhaft.

Wir fordern daher,

>> in Japan zunächst ein Moratorium über Hinrichtungen anzuordnen, bis zur vollständigen Abschaffung der Todesstrafe;

>> die Haftbedingungen von zum Tode Verurteilten zu verbessern, unter anderem die Abschaffung der Einzelhaft;

>> im Besonderen die Todesstrafe von Matsumoto Kenji aufzuheben und das Verfahren unter Beachtung der geistigen Behinderung neu aufzurollen;

>> Matsumoto Kenji den Zugang zu medizinischen Behandlungen zu ermöglichen.



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