Schluss mit dem Müll durch Kaffeekapseln von Nestlé und Co.!

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In Deutschland wurden 2016 rund 3,1 Milliarden Kaffeekapseln verbraucht. Das entspricht einem Kapselmüllberg von 8.000 Tonnen aus Aluminium und Kunststoff sowie zusätzlich 5.000 Tonnen Papier durch Umverpackungen. Anstatt Abfallvermeidung und Ressourcenschutz ernsthaft in Angriff zu nehmen, setzt Nestlé noch einen drauf: Mit der Einführung einer „Riesenkapsel“ aus Aluminium für das neue Nespresso-Kapselsystem Vertuoline erweitert Nestlé sein Angebot auf insgesamt fünf verschiedene Kapsel-Größen. Doch damit nicht genug: Um das neue Vertuoline-Angebot von Nestlé nutzen zu können, müssen Verbraucher ihre alten Nespresso-Maschinen gegen neue eintauschen. So entstehen noch größere Müllberge als bisher. Von Nestlé & Co. ist offenkundig ein Umdenken nicht zu erwarten. Darum muss JETZT die Politik handeln!

Ich fordere gemeinsam mit der Deutschen Umwelthilfe den EU-Umweltkommissar Karmenu Vella auf: Bitte setzen Sie sich dafür ein, dass Einweg-Kaffeekapseln auf EU-Ebene verboten werden! Das aktuell auf EU-Ebene geplante Verbot von Plastikgeschirr und anderen Einwegartikeln aus Plastik zeigt, dass besonders umweltschädliche Produkte nicht mehr angeboten werden sollten und ein Umstieg auf nachhaltige Mehrwegsysteme möglich ist.

Im Vergleich zu 2014 wurde 2016 knapp 20 Prozent mehr Röstkaffee in Kaffeekapseln verbraucht. Das ist ein gefährlicher Trend! Nespresso-Kapseln bestehen nicht etwa aus Recyclingmaterial sondern aus neuem Aluminium, was Unmengen an Ressourcen und Energie verbraucht und zu Umweltkatastrophen mit hochgiftigen Rotschlamm führen kann. Mit Behauptungen wie „100 % Rücknahmekapazität“ versucht Nestlé zu verschleiern, dass viele Kapseln im Restmüll verbrannt werden und es beim Recycling der im gelben Sack gesammelten Kapseln zu großen Verlusten kommt. Ein geschlossener Recyclingkreislauf: Fehlanzeige.

Auch biologisch abbaubare Kapseln, wie sie von manchen Herstellern angeboten werden, sind keine nachhaltige Alternative. Sie müssen unter hohem Einsatz von Energie und Ressourcen hergestellt werden und führen oft zu Problemen in Kompostierungsanlagen, weil sie fälschlich im Bioabfall entsorgt werden und sich in den Anlagen schwer zersetzen. Wir sagen: Schluss mit dieser Ressourcenverschwendung und den unnötigen Müllbergen! Es gibt so viele Möglichkeiten Kaffee umweltfreundlich zuzubereiten: Dauerfilter, Maschinen die Kaffee frisch aufmahlen, French Press und und und…

Einfach handhabbare Mehrwegkapseln sind bereits in der Entwicklung. Aber diese werden von den großen Kaffeekapselherstellern ignoriert oder bekämpft. Und das alles nur aus Profitgier! Denn Nestlé & Co. verdienen gut an den unverschämt hohen Preisen ihrer Wegwerfkapseln. Wir wollen, dass Einweg-Kaffeekapseln auf EU-Ebene verboten werden! Nur so können Nestlé und Co. dazu gezwungen werden, Abfälle zu vermeiden und zum Beispiel auf wiederbefüllbare Mehrweg-Kapselsysteme umzusteigen. Wir brauchen ein Ende von Einweg - gerade auch beim Kaffee!

Bitte unterstützt unsere Forderungen jetzt mit eurer Stimme und unterschreibt diese Petition! Jetzt wo die EU endlich gegen Plastikmüll vorgeht, haben wir auch bei der Ressourcenverschwendung durch Kaffeekapseln eine echte Chance, unsere Forderungen durchzusetzen. Verantwortungslosem und umweltschädlichem Handeln von Großkonzernen wie Nestlé muss endlich ein Riegel vorgeschoben werden! Gemeinsam mit euch können wir das schaffen. Vielen Dank.

Eure Kristin Meyer und die Deutsche Umwelthilfe

 

PS: Als gemeinnütziger Verein ist die Deutsche Umwelthilfe e.V. auf Spendengelder angewiesen, um wirksam für den Ressourcenschutz kämpfen zu können. Über eure Unterstützung würde sie sich sehr freuen: www.duh.de/spenden/?&wc=CH



Heute: Kristin Meyer und die Deutsche Umwelthilfe verlässt sich auf Sie

Kristin Meyer und die Deutsche Umwelthilfe benötigt Ihre Hilfe zur Petition „Karmenu Vella (Kommissar für Umwelt, EU-Maritime Angelegenheiten und Fischerei): Schluss mit dem Müll durch Kaffeekapseln von Nestlé und Co.!”. Jetzt machen Sie Kristin Meyer und die Deutsche Umwelthilfe und 38.585 Unterstützer/innen mit.