

ÖFFENTLICH
veröffentlicht hier: Informationsdienst Ravensburg - Nachrichten
An die
Oberbürgermeisterin der Stadt Aachen, Frau Sibylle Keupen
Gesellschaft für die Verleihung des Internationalen Karlspreises zu Aachen e.V.
Stiftung Internationaler Karlspreis zu Aachen
Prof. Dr. Thomas Prefi, Baron Dr. Jan Huyghebaert ,Dr. Bettina Leysen, Dr. Angela Maas
Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Werner Sinn, Prof. Dr. Ulrich Hermann, Dr. Benedikt Franke
Dr. Tim Grüttemeier, Hubert Herpers, Dr. Michael Jansen, Angelika Diekmann
Mag. Bernd Vincken,
Sehr geehrte Damen und Herren Vorstände und Mitglieder der Gesellschaft und Stiftung des Internationalen Karlspreises,
WIR, die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner der folgenden Petition, wenden uns mit unseren mittlerweile über 720 Unterschriften nicht nur gegen die Verleihung des Karlspreises 2023 an den Herrn Präsidenten der Ukraine, Herrn Wolodymyr Selenskyj und das Volk der Ukraine, sondern - in Kriegszeiten - generell gegen die Vergabe des Preises 2023. Unsere - nicht prominent unterstützte und von den Medien leider nicht publizierte - Petition, die am 4. Mai 2023 im Internet veröffentlicht wurde, wird dennoch bis zum Sonntag, 14. Mai 2023, 14 Uhr, rund 1.000 Unterschriften erreicht haben.
In unserer Petition heißt es unter anderem:
Eigentlich - so sagt es uns unser moralisch/ethisches Bewusstsein - hätte die Preisverleihung in diesem Jahr entfallen müssen. So wie es 1956, 1962, 1965, 1971, 1980 und 2021 geschehen ist, respektive nicht geschehen ist. Wir befinden uns mitten in einem Krieg, dessen Bewertung und die Beurteilung seiner Hauptakteure und Protagonisten Präsident Putin, Präsident Selenskyj, die Ukraine, die USA, die NATO, die EU, die BRD - einst die Geschichte vornehmen wird. Doch so, wie auch alle die etablierten Medien und der gesammelte "Westen" schon ihre Stempel gezückt und mit ihnen zugeschlagen haben, wer welche Rolle einnimmt, wer der "Teufel" ist, wer der Held und "der Große", wer die Täter sind und wer die Opfer, so hat es auch das zuständige Direktorium getan. Die Schubladen sind gewählt und geschlossen. Die Schlüssel weggeworfen, damit ja niemand das Urteil revidieren kann.
Diese unsäglichen Narrative - inklusive des mit der Überschrift, "die Werte Europas und Deutschlands werden in der Ukraine verteidigt" - finden sich in der Begründung des zuständigen Direktoriums für den Karlspreis an die Ukraine und ihres Präsidenten wieder. In seinem Buch „Botschaft aus der Ukraine“ betont Selenskyj seine Vorstellung von der Ukraine als demokratische und freie Nation, als eine Wertegesellschaft nach europäischem Vorbild und als Teil Europas. Er beschreibt, dass die Ukraine als Nation am 24. Februar 2022 „wiedergeboren“ worden sei!
Nein - am 24. Februar und in seiner Folge, so sehe nicht nur wir es, haben Europa und die Bundesrepublik den Willen zum Frieden und den Entschluss "nie wieder Krieg" verraten. So - wie es seit Mitte der 1990er Jahre die NATO gegenüber Gorbatschow, den GUS-Staaten und Russland durch ihre Osterweiterung (ich nenne es Ostfeldzug") zuvor schon getan hatten. Weder Wladimir Putin noch die anderen genannten Protagonisten sind schuldlos!! Alle tragen ihren Teil!!
DER "KARLSPREIS" 2023 DARF NIEMALS VERGEBEN WERDEN - SCHON GAR NICHT AN DEN PRÄSIDENTEN DER UKRAINE UND AN SEIN LAND - DENN ES GIBT NIEMANDEN DER SICH 2022/2023 UM EUROPA VERDIENT GEMACHT HAT - ES WURDE KEINE "BRÜCKE VON DER VERGANGENHEIT IN DIE ZUKUNFT GESCHLAGEN" - SONDERN GENAU UMGEKEHRT: DER KONFLIKT IM OSTEN EUROPAS IST EIN RÜCKFALL ALLER BETEILIGTEN IN DIE BARBEIREI!
Deshalb ergeht unsere höfliche aber auch bestimmte Bitte an Sie, die diesjährige Verleihung des Karlspreises nicht zu vollziehen. Danke!
Im Namen der Mitpetent/innen und mit Respekt und Freundlichkeit,
Stefan Weinert, 88212 Ravensburg
Theologe, Sozialarbeiter i.R., Case Manager FH, Konfliktmanager FH, Blogger, Journalist