Mise à jour sur la pétitionKatastrophe im brandenburgischen Nationalpark Unteres Odertal bei SchwedtEU-Beschwerde wegen Einzäunung des Natura 2000-Gebiets im Bereich des Nationalparks Untere Oder
Hans Joachim RichterBremen, Allemagne
3 févr. 2022

(Titelfoto von Privat)

Sehr geehrte Mitstreiter, Tierfreunde und Unterstützer,

vielen Dank für die mittlerweile über 108 000 Unterschriften!

Die momentane Situation:

Ich habe im letzten Update kurz angesprochen, dass wieder ein Tier am Zaun zu Tode gekommen ist.
Es handelt sich um ein Hirschkalb. Den Spuren am Zaun nach zu urteilen hat ein Rotalttier mit einem Kalb in der Nacht (vom 21.01.auf den 22.01.) versucht, dass Überflutungsgebiet zu verlassen.
Das größere Muttertier konnte offenbar den Zaun überspringen, während es für das Jungtier eine unüberwindbare Barriere darstellte.
Ausbeulungen am Zaun deuten darauf hin, dass das Kalb mehrfach frontal in den Zaun gesprungen ist, bis es dann an den Verletzungen
elendig gestorben ist.
Dadurch gibt es den ersten dokumentierten Nachweis, dass auch Rotwild am Zaun zu Tode kommen kann.

Die jetzt durch den Landkreis Uckermark probeweise angelegten Rehwilddurchlässe mit Breiten zwischen 20 und 30 cm
sind, wenn sie überhaupt angenommen werden, ausschließlich für Rehe passierbar.
Bereits Rotkälber sind für die kleinen Öffnungen zu groß. Dies nur noch einmal zur Information. Davon abgesehen sterben auch andere Wildtiere an
diesem Zaun. Siehe Foto!
Auch die Sofortmaßnahme, Absenkung der Zaunhöhe auf 80 cm ist leider nicht zu Ende gedacht. Ein Spanndraht, der in der Sprungkopfhöhe der Rehe angebracht ist,
könnte zur tödlichen Falle werden.

Seit Jahresanfang sollen allein 40 Rehe am ASP Zaun zu Tode gekommen sein.

Anfrage an das Ministerium:

Wir haben beim Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg um eine öffentliche Stellungnahme zur Petition
und der gestellten Forderung gebeten.
Sobald wir eine Antwort bekommen, wird die auf der Petitionsseite als Entscheidungsträgerantwort veröffentlicht und den Unterzeichner*innen beim nächsten Update mitgeteilt.
Der komplette Wortlaut der Anfrage kann hier eingesehen werden.

Inzwischen beraten das Krisenzentrum und der Umweltausschuss des Landtages über weitere Maßnahmen,
das Tierleid an den Zäunen zum Nationalpark zu beenden.
Erstmals wird auch über eine mögliche Verlegung des Zauns gesprochen.

Bericht rbb24!

Diese Entwicklung verdanken wir allen, die uns in der Sache bisher unterstützt haben, Ihnen, den Unterzeichnern unserer Petition,
den Medien, die sich dieser Katastrophe angenommen haben und Tierschutz-, Tierrechts- und Naturschutzvereinen.

Trotzdem dürfen wir in unseren Anstrengungen jetzt nicht nachlassen. Denn bis jetzt sind es nur Absichtserklärungen.

Unterstützung:

Um unserem Anliegen Nachdruck zu verleihen unterstützen uns unter anderem die Deutsche Juristische Gesellschaft für Tierschutzrecht (DJGT) und der Wildtierschutz Deutschland.
Konkrete Ergebnisse sind bisher eine Beschwerde bei der EU-Kommission, die insbesondere Druck auf das Umweltministerium ausüben sollte, weil in dem Bereich einfach schwere
Versäumnisse im Bereich des Naturschutzrechts gegeben sind: Eine sogenannte FFH-Verträglichkeitsprüfung für einen so empfindlichen Naturraum wie das Natura 2000-Gebiet des
Nationalparks ist auch bei der Seuchenbekämpfung unerlässlich.

Bericht Berliner Kurier!

Am 2. Februar haben Wildtierschutz Deutschland und die DJGT über die klagebefugte Naturschutzorganisation Freier Wald e.V. Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens
beim Landkreis Uckermark gestellt. Ziel ist der Abriss der Zäune oder zumindest eine Verlegung wie vom Nationalpark vorgeschlagen.

Bitte unterstützen Sie die Initiative von Wildtierschutz Deutschland und der DJGT mit einer Spende über diesen Spendenlink (Paypal, Kreditkarte, SEPA-Einzug, Überweisung).
Darüber können weitere rechtliche Maßnahmen finanziert werden.

 

Bleiben Sie uns bitte weiter treu und teilen diese Petition. Vielen Dank!

Vielen Dank für die Hashtag-Aktion von Animals United für die sozialen Medien: #RettetDieTiereImOdertal (Kopieren und z.B. bei Facebook in die Suche eingeben)

Wenn Sie uns, zusätzlich zu Ihrer Unterschrift, unterstützen wollen, fragen Sie doch einfach mal bei der Lokalpolitik nach, warum der Tod der Wildtiere in Kauf genommen wird.
Aber bitte, unbedingt höflich bleiben: Landkreis Uckermark

Anfragen von Presse und Privatpersonen gerne an: presse@change.org (werden an uns weitergeleitet)

Mit freundlichen Grüßen
Andrea Zillmann und Achim Richter

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