Aufklärungsarbeit: Kolonialgeschichte & Anti-Rassismus in Schleswig-Holstein unterrichten!

Aufklärungsarbeit: Kolonialgeschichte & Anti-Rassismus in Schleswig-Holstein unterrichten!

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Im Zuge der globalen Proteste zum Thema "Black Lives Matter" zeigt sich, dass es deutlich zu wenig Informationen zum Thema Rassismus gibt und die Ignoranz dazu allgegenwärtig ist.

Rassismus tötet und zwar nicht nur in den USA. Auch in Deutschland werden Schwarze Menschen von Polizisten getötet, strukturell benachteiligt und auch in Deutschland gibt es Alltagsrassismus. Es kann so nicht mehr weitergehen! Wir haben die Verantwortung daran etwas zu ändern, für diese und alle kommenden Generationen. Und mit "wir" meinen wir alle, jede Stimme hilft dabei die Lebensrealitäten in diesem Land zu verbessern und den Rassismus sukzessive abzubauen! 

In Schleswig-Holstein wird zu wenig bezüglich der tatsächlichen Ereignisse während der eigenen Kolonialgeschichte gelehrt. Der sog. "Wettlauf um Afrika" wird zwar erwähnt, allerdings nur in der Form, dass die anderen europäischen Großmächte deutlich "schlimmer" waren als Deutschland. In keiner Form wird auf Gräueltaten wie z.b. den Völkermord an Herero und Nama im heutigen Namibia eingegangen und das diese Geschichte folgen bis ins Heute hat. 
Solches Wissen wird in der Schule nicht vermittelt, Interessierte müssen es sich selbst erarbeiten. Das fehlende Wissen um Kolonial- und Migrationsgeschichte, sowie systemischen Rassismus führt oftmals zu Ignoranz und (Alltags-)Rassismus.
 
Es gibt kaum eine Schule die Rassismus thematisiert, dabei ist (Anti-)Rassismus eine Sache der Erziehung, es fängt schon im Kindergarten an. Pädagogen begleiten Schüler ein Stück in ihrem Leben und haben Einfluss auf sie. 

Wir wollen etwas verändern: Wir fordern, dass Anti-Rassismus, die deutsche Kolonialgeschichte und "Black History" in allen deutschen Schulen unterrichtet wird! Rassismus ist eine vielschichtige Struktur, die es zu verstehen gilt, um sie effektiv bekämpfen zu können! 

FORDERUNG: Jede Landesregierung muss BIPOC Expert*innen einsetzen, um Lehrpläne und Materialien zu gestalten, sowie Lehrpersonal rassismuskritisch zu sensibilisieren. 


Dekolonialisierung muss auf allen Ebenen stattfinden. Bildungsinstitute müssen diskriminierungssensibel und machtkritisch gestaltet werden. Rassistische Denkmuster und eurozentrische Perspektiven müssen in Zukunft der Vergangenheit angehören.

Diese Petition fordert: 

  1. Lehre deutscher Kolonialgeschichte
  2. Lehre deutscher Migrationsgeschichte
  3. Antirassismustraining für Schüler*innen und Lehrer*innen
    Behandlung von Quellen (z.B. Büchern) von BIPOC* im Deutschunterricht, Geschichtsunterricht usw.
    Aufklärung über institutionellen und systemischen Rassismus gegen BIPOC*
  4. Aufarbeitung eurozentristischer Perspektiven u. A. im Kunst- und Geschichtsunterricht
  5. Zugänglichkeit zu Antidiskriminierungsstellen in der Schule
    Eine kritische Auseinandersetzung mit deutschen/weißen Vordenker*innen unter der Berücksichtigung ihrer (rassistischen) Weltbilder

*BIPOC steht für Black, Indigenous and People of Color. Er dient als Begriff für Menschen, die Rassismuserfahrungen machen.

Vielen Dank.

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Diese Petition ist Teil der deutschlandweiten Bewegung #blackhistoryindeutschland. Alle Unterschriften der regionalen Petitionen laufen auf einen Unterschriftenzähler. Auf dieser Webseite sind alle Petitionen der verschiedenen Bundesländer zu finden: blackhistoryindeutschland-change.org