Filter der Reinigungsstufe 4 gegen Mikroplastik in allen Klärwerken in Deutschland

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Mikroplastik wird in zunehmenden Maße in Meeren, Seen, Flüssen, Nahrungsmitteln, der Luft und auch im Menschen nachgewiesen.

Eine wichtige Quelle für Mikroplastik sind Kosmetikartikel und Pflegeprodukte. Aber auch Plastikfasern aus Kleidung, die beim Waschen freigesetzt werden. Darüber hinaus gibt es weitere Quellen für Mikroplastik, die über Haushalts -und Industrieabwässer in die Klärwasser gelangen. Die Filter der meisten Klärwerke können sie nicht aus dem Wasser filtern.

In den Gewässern werden diese Plastikpartikel von Tieren aufgenommen, denn diese verwechseln die kleinen Plastikpartikel mit ihrem natürlichen Futter. Zunehmend wird Mikroplastik von Forschern in Mägen und Kot von Meerestieren nachgewiesen. Zuletzt auch im Kot von Menschen. Es ist erwiesen, dass Mikroplastik im Klärschlamm enthalten ist, der auf die Felder ausgebracht wird. Von dort gelangt es potentiell in die Nahrungskette und in die Luft.

Die im Mikroplastik enthaltenen Chemikalien stehen im Verdacht diverse Krankheiten auszulösen. Neben den enthaltenen schädlichen Stoffen des Mikroplastiks, wie das hormonell wirksame Bisphenol A oder verschiedene krebserregende Additive, reichern sich zusätzlich im Wasser befindliche Chemikalien wie DDT oder PCB im Mikroplastik an. Am Ende der Nahrungskette kann der Mensch das Mikroplastik und die beschriebenen Chemikalien über seine Nahrung oder die Luft aufnehmen.

Einige wenige bundesdeutsche Kläranlagen setzen bereits mit Erfolg Filter zum Aussortieren von Mikroplastik ein. Hier bieten sich unter anderem Tuch -oder Membranfilter an. Diese Filter werden als Reinigungsstufe 4 beschrieben.

Es existieren ca. 10.000 Klärwerke in Deutschland. Wir fordern die Bundesumweltministerin und Bundesregierung auf, umgehend gesetzliche Vorschriften zur Ausrüstung aller Kläranlagen in Deutschland mit Filtern der Reinigungsstufe 4 zur Absonderung von Mikroplastik einzuleiten und umzusetzen. Dazu gilt es, ein finanzielles Förderprogramm zur Umrüstung zu einzurichten. Zusätzlich muss die Abwasserwirtschaft von Bundesumweltministerium und Bundesregierung aufgefordert werden, umgehend Klärfilter der Reinigungsstufe 4 einzusetzen. Ein Abwarten auf europäische Lösungen ist - aufgrund hunderttausender Tonnen an Mikroplastik Emmissionen pro Jahr in die Abwässer - nicht zielführend und zu langfristig.