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Nicht-Anrechnung des Wintersemesters 20/21 auf den Freischuss für Jurastudierende!

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Aufgrund der Verbreitung des Corona-Virus wurden zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um den Universitätsbetrieb dennoch durchführen zu können. Allerdings geschieht dies zulasten einer Vielzahl von Studierenden, die die Nachteile in ihrem Studium zu spüren bekommen. Insbesondere Jurastudierende, die an der sog. Freischussregelung gebunden sind, um einen Verbesserungsversuch im ersten Staatsexamen wahrnehmen zu können - was eine erhebliche psychische, karrierebezogene und wirtschaftliche Erleichterung für sie darstellt - leiden unter der momentanen Unsicherheit. Ein "normaler" Universitätsbetrieb ist in diesem Semester nicht ohne Nachteile möglich.

Auch im Wintersemester 2020/21 kann der Lehr- und Studienbetrieb nur unter erschwerten Bedingungen stattfinden. Präsenzveranstaltungen waren/sind die Ausnahme. Die inzwischen von den Universitäten entwickelten leistungsfähigen digitalen Lehr- und Übungsformate ersetzen ein Präsenzstudium nicht in vollem Umfang. Ein wissenschaftlicher Diskurs zwischen Lehrenden und Lernenden ist ebenso wie der Austausch unter den Studierenden kaum oder nur eingeschränkt möglich. Die Bibliotheken und Institute stehen den Studierenden zudem nur in einem sehr geringen Umfang zur Verfügung. Die bereits für das Sommersemesterfestgestellte „Hinderung am Studium“ setzt sich damit fort.

Gründe:

  • Das digitale Semester bedeutet für viele Bundesländer, wie auch für Hamburg, eine Umstellung. Aus diesem Grund musste das SoSe 20 um ca. zwei Wochen verschoben beginnen, genauso wie das WiSe 20/21 um drei Wochen verspätet begonnen hat. Dies stellt eine Verkürzung von Lehrveranstaltungen dar, und damit eine Benachteiligung für die Bildung jetziger Studierende. Für anstehende Klausuren und vor allem für das Staatsexamen findet die Benachteilung jedoch keine Berücksichtigung; vielmehr wird das vollständige Wissen von Jurastudierenden verlangt.
  • Schwerpunkthausarbeiten mussten wegen der Schließung der Rechtsbibliothek abgebrochen werden. Seminararbeiten können nicht, oder nur sehr erschwert und nur mit digitalen Ressourcen geschrieben werden. Vor allem für diese (ehemaligen) Schwerpunktskandidaten, die sich nun in der Examensvorbereitung befinden, bedeutet ersteres der Verlust des Freischusses!
  • Mündliche Prüfungen im Schwerpunktbereich mussten bis auf weiteres abgesagt werden. 
  • Aufgrund der Schließung der Bibliothek ist für viele der einzige ruhige Ort mit Zugang zu Fachbüchern geschlossen. Vor allem Schwerpunktskandidaten und Examenskandidaten, die spezielle und oftmals teure Literatur zum Lernen brauchen, leiden hierunter. Das Online-Angebot reicht für eine gleichwertige Bildung nicht aus. Außerdem haben nicht alle die finanziellen Mittel zum Kauf von Lehrbüchern oder für guten Internetzugang.
  • Abgebrochene Hausarbeiten müssen innerhalb des ohnehin schon verkürzten Semesters geschrieben werden.
  • Studierende mit Kindern, die nun die Betreuung alleine und ohne Unterstützung übernehmen, leiden hierunter in doppelter Hinsicht.
    Die Klausureneinsicht ist bis auf weiteres nicht möglich und Remonstrationen können aufgrund der verzögerten Versendung von Scans nur sehr verspätet erfolgen, was eine Unsicherheit für die Planung des Semesters bedeutet.

Deshalb fordern wir: die Einführung eines Kann-Semesters mit einer Freischussverlängerung für Jurastudierende! Das Wintersemester 2021 darf nicht zur Regelstudienzeit zählen. Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz haben dies bereits umgesetzt; jetzt liegt es an Hamburg nachzuziehen.



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