Petition richtet sich an Nachbarschaftsverband Reutlingen-Tübingen Julia Kafitz

Hände weg vom Arbachtal!

791
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„Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet Ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“ (Weissagung der Cree)
Dies gilt auch für die weitere Bebauung im Arbachtal (östlich der B312 neu), wo Leben und Lebensqualität gefährdet sind:
1. Im Burgweg leben ca. 3.000 Menschen auf 23 ha, d.h. 1/6 der Pfullinger Bevölkerung auf sehr engem Raum mit 130 Einwohnern/ha, gegenüber einer Bevölkerungsdichte von 57 Einwohnern/ha für ganz Pfullingen. Das Naherholungsgebiet Arbachtal ist jetzt für diesen benachteiligten Stadtteil noch fußläufig erreichbar. Dort gehen alle mit ihren Kindern und Hunden spazieren, selbst mit dem Rollator, und viele gehen auch ihrem Freizeitsport in Form von Radfahren oder Rollerskaten nach. Doch dieses Naherholungsgebiet fällt bei einer Bebauung weg. 3.000 Menschen müssten zur Naherholung ins Auto steigen und hinausfahren, statt einfach nur hinauszulaufen.
2. Oberflächenwasser soll in den Arbach geleitet werden, und der Hochwasserschutz soll nur durch ein Regenrückhaltebecken "gewährleistet" werden. Nach Auskunft von Stadtbaumeister Öhrle haben die zwei bestehenden Regenrückhaltebecken in Mauer Weil insgesamt 1.200 m3 Fassungsvermögen. Demgegenüber bleibt das Wasser derzeit bei Starkregen auf dem lehmigen Boden in der Arbachtalaue so hoch stehen, dass sogar Enten darauf schwimmen: es werden also auf den 7,73 ha Fläche, die für Gewerbe vorgesehen sind, bei nur 6,5 cm Wasserhöhe rechnerisch 5.000 m3 gepuffert, also etwa das Vierfache!
3. Die ökologisch sehr wertvollen Streuobstwiesen am Galgenrain sollen geopfert werden, nach dem neuen Flächennutzungsplanentwurf für ein neues Wohngebiet. In diesem Gebiet leben Gartenrotschwanz, Halsbandschnäpper sowie Vorwarnlistearten Feldsperling, Fitis, Girlitz, Goldammer, Grauschnäpper, Star und möglicherweise sogar die Zauneidechse, derentwegen Stuttgart 21 nochmals um mehrere Millionen Euro teurer wurde.
4. Das Gewerbegebiet „Hinter Holz“ liegt voll in der Grünzäsur, die mit dem Gewässerrandstreifen im früheren FNP eine Einheit bildet sollte. Nach dem jetzigen Plan teilt es sie in nur noch zwei kleine grüne Streifen.
5. Insgesamt sollen im Arbachtal östlich der B312 neu insgesamt 25,56 ha neu überbaut werden. Hinzu kommen noch die 2 ha westlich der der B312 neu im Arbachquartier II südlich des Arbachs, die auch aus bisher unversiegelter Fläche bestehen.
6. Die Kaltluftströme aus dem Arbachtal, die für den Norden von Pfullingen und bis nach Reutlingen hinein unverzichtbar sind, werden bisher schon durch den Lärmschutzwall der B312 neu teilweise ausgebremst – mit der Bebauung werden sie noch stärker behindert.
7. Pfullingen wirbt mit seiner umgebenden Landschaft für den Tourismus, aber genau diese Landschaft wird hier unwiederbringlich zerstört!
Aus diesen Gründen darf das Arbachtal nicht weiter zugebaut werden!

Diese Petition wird versendet an:
  • Nachbarschaftsverband Reutlingen-Tübingen
    Julia Kafitz


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