Erfolg

„Milf oder Missy“ - Sexismus im öffentlichen Fernsehen

Diese Petition war mit 6.067 Unterstützer*innen erfolgreich!


“Milf oder Missy” ist eine neue Dating Show auf der Streaming Plattform Joyn, welche von Sat 1 und ProSieben ins Leben gerufen wurde. Überall in der Stadt hängt mittlerweile Werbung für diese Sendung, da sie seit dem 05.05.2020 auf Joyn ausgestrahlt wird. Milf bedeutet „mother I’d like to fuck” oder auch “Mutter, die ich gerne ficken würde”.
Worum geht es also in der Sendung?
Sie ist ähnlich wie der Bachelor aufgebaut, nur dass es diesmal zwei Männer gibt, die nach und nach eine “Milf” oder “Missie” nach Hause schicken. Der Junior ist 28 Jahre alt, der Senior ist 57 Jahre alt. Am Ende werden sich beide jeweils für eine Frau entscheiden. 
Dass Dating Shows im Allgemeinen oft sexistisch sind, ist bekannt. “Milf oder Missy” setzt jedoch mit der offensichtlich verletzenden und objektifizierenden Begrifflichkeit “Milf” einen drauf. Auch in vielen anderen Aspekten ist die Sendung extrem sexistisch. Frauen konkurrieren gegeneinander um die Gunst des Mannes und dessen Reichtum, der beim “Senior” so angepriesen wird. So, als würden Frauen entweder nach einem älteren Mann suchen, der ihnen die Welt erklärt und seinen Reichtum mit ihnen teilt, oder nach einem jungen Mann zum Party machen. Dieses Weltbild ist längst veraltet und sollte nicht weiter von TV Shows unterstützt oder verfolgt werden. Das größte Problem liegt jedoch im Begriff Milf, der die älteren Frauen von Mitte 30 bis Mitte 40 nur auf ihre Sexualität reduziert, dass sie immerhin noch gut genug sind, um mit ihnen Geschlechtsverkehr zu haben. 
Auch die Bezeichnung „Missie“ ist abwertend gegenüber den jüngeren Frauen. Übersetzt „kleine Fräuleins“ werden die Teilnehmerinnen wiederholt sexualisiert und objektifiziert. Die Sendung beschreibt sie zudem als junge, sexy Studentinnen und Influencerinnen. Gerade so, als könne eine junge Frau nicht auch andere Berufe ausüben, sondern müsse dem Klischee der sexy Studentin entsprechen.

Den Anlauf der Sendung kann man nun leider nicht mehr verhindern, das ist mir klar, aber ich möchte mit der Petition ein Zeichen setzen und mich gegen solche Formate positionieren, die absichtlich Frauen auf Sexobjekte reduziert. Das geht nicht und sollte kein Bestandteil des öffentlichen Fernsehens sein!

Wenn du dem zustimmst, freue ich mich über eine Unterschrift. Egal ob Mann, Frau, cis, trans oder nicht binäre Personen jede*r sollte für Frauenrechte einstehen! Es fängt immer bei den kleinen Dingen an.



Heute: Laura verlässt sich auf Sie

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