Handeln statt abwarten! Prävention statt Reaktion auf das Coronavirus

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Heute ist die Anzahl an Menschen die in Deutschland nachweislich mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) infiziert sind erstmals über 1000 gestiegen. Mein Name ist Christian Mende. Die absichtlich irreführenden Aussagen sowie die Berichterstattung und auch die Entwicklung zum Coronavirus empfinde ich als äußerst besorgniserregend.

Daher möchte ich hiermit Herrn Spahn, das Bundesgesundheitsministerium, das Robert Koch-Institut, die Gesundheitsministerien und -ämter der Städte, Landkreise und Länder auffordern ein Umdenken in der derzeitigen Strategie mit dem Umgang des Coronavirus umzusetzen.

Handeln statt zuschauen und abwarten! Prävention statt nur Reaktion! Klare, nachvollziehbare Ansagen von Herrn Spahn.

Es gibt in Bezug auf den Coronavirus nur zwei Wege, entweder ein Großteil der Bevölkerung steckt sich an, die meisten werden überleben einige werden sterben, oder der zweite Weg man setzt vieles daran den Coronavirus einzudämmen und schützt die gesamte Bevölkerung vor dem Virus. Hier fehlt mir derzeit eine klare Ansage von Herrn Spahn auf welchen der beiden Wege wir uns bewegen wollen. Unabhängig davon ist für jeden der beiden Wege eine Maßnahme von oberster Priorität: die Verlangsamung der Ausbreitung! Angesichts täglich neuer rasant steigender Fallzahlen fehlt es mir hier an Vorstellungskraft, dass hier wirksam eingegriffen wird. China, ein Land mit 1,4 Milliarden Einwohnern, die teilweise in riesigen Städten dicht an dicht wohnen meldet mehrfach weniger neuinfizierte als Deutschland mit gerade einmal 83 Millionen Einwohnern!

Ich würde mich freuen, wenn Du meine Ansicht teilst und diese Petition unterschreibst. Ziel ist es, dass sich diese ansteckende Petition schneller verbreitet als das Coronavirus. Um das zu erreichen muss jeder mindestens drei weitere infizieren, die diese Petition unterschreiben. DANKE!

Was muss sich ändern? (Begründung zu den einzelnen Punkten weiter unten):

1.     Aufklärung, der Coronavirus ist keine Grippe! Bei Symptomen geht man nicht zum Hausarzt, man ruft 116 117 an oder geht zu zentralen Teststellen, um andere Bürger und medizinisches Personal zu schützen.

2.     Schnelle Offenlegung der Fallzahlen und Statistik. Alter, Geschlecht, Ort der Ansteckung (bei Großstädten auch Stadtteil), Ansteckungsweg (bekannter Kontakt/unbekannt), Krankheitsverlauf (mild, mittelschwer, schwer), Vorerkrankungen (ja/nein), Anzahl an getesteten Personen.

3.     Schutz von medizinischem Personal, Rettungsdienst, Polizei, Feuerwehr hat oberste Priorität. Umfangreiches Training von Personal im Umgang mit erkrankten.

4.     Effektive Maßnahmen zur Eindämmung und Verlangsamung der Ausbreitung ergreifen. Schulen und Universitäten vorsorglich schließen, Großveranstaltungen absagen, Reisebeschränkungen, Home-Office sofern möglich fördern.

5.     Wirtschaft stärker unterstützen! Die wirtschaftlichen folgen abschwächen ist von enormer Bedeutung für den Erhalt von Arbeitsplätzen und Fortbestand Unternehmen.

Ich möchte im Folgenden noch mal auf die einzelnen Punkte detailliert eingehen.

Warum ist der Coronavirus KEINE Grippe?

1.     Symptome

Die Symptome sind ähnlich aber in ihrer Häufigkeit nicht identisch. Beim Coronavirus wird besonders häufig ein trockener Husten und Fieber festgestellt.

2.     KEINE Medikamente/Impfung

Für die Grippe gibt es schon seit etlichen Jahren eine Impfung, sowie Medikamente Oseltamivir (Tamiflu – Wirksamkeit umstritten). Beides gibt es für den Coronavirus nicht, auch wenn bestehende Medikamente (Chloroquien, Remidesivir) Hoffnung erwecken.

3.     HÖHERE Ansteckungsrate (Basisreproduktionszahl R0)

Bei der saisonalen Grippe liegt die Ansteckungsrate in etwa bei 1.1 – 1.3. Das heißt, dass jeder Grippe erkrankter in etwa 1.1 weitere Personen ansteckt, also eine Person von 10 steckt zwei Personen an, der Rest jeweils nur eine.

Beim Coronavirus ist diese Zahl um einiges höher. Hier gibt es Studien die Zahlen von 1.4 – 6.59 suggerieren. Am wahrscheinlichsten ist hier eine Zahl, die am Anfang ein R0 von 2.28 für Wuhan festgestellt hat. Jeder Patient steckt also im Durchschnitt 2,28 weitere Menschen an. Warum ist diese Zahl so wichtig? Sie gibt Auskunft darüber wie viele Menschen sich in etwa mit dem Virus anstecken werden. Bei Der Grippe sind das in der Regel 10 Mio. Menschen, beim Coronavirus sind es (R0=2,28) 45 Mio. Menschen.

4.     HÖHERE Todesrate (CFR)

An der Grippe sterben in Deutschland jährlich in etwa 0,1% der infizierten, teilweise auch etwas weniger. Am Coronavirus liegen die neusten Zahlen der WHO bei 3.4%, genauere Daten werden hier mit der Zeit kommen. Experten sind sich aber einig, dass die Zahl wahrscheinlich zwischen 1% und 5% liegt und damit mindestens 10-mal so hoch ist wie bei der Grippe. Wenn man dann noch in Betracht zieht, dass es viel mehr Infizierte gibt als bei der Grippe kommt man auf (R0 = 2,28; CFR = 3,4%) ca. 1.5 Mio. Tote durch den Coronavirus. Bei der Grippe sind es gerade mal 10.000

5.     LÄNGERE Inkubationszeit

Der große Vorteil vom Coronavirus gegenüber der Grippe ist, dass die Inkubationszeit, und damit auch die Zeit bis ein Neuerkrankter ansteckend wird, einiges länger als bei der Grippe ist. Die mittlere Inkubationszeit beträgt nach aktuellen Daten beim Coronavirus 4.2 Tage, bei der Grippe spielt sich das ganze innerhalb von 1.5 Tagen ab.

Was bedeutet das?

Geschwindigkeit ist unfassbar wichtig, um die Ausbreitung zu verhindern. Es gibt hier solang noch keine wirksamen Medikamente oder gar eine Impfung zur Verfügung steht insbesondere zwei Ansatzpunkte:

1.     Die lange Inkubationszeit ausnutzen in dem man sehr schnell auf Ausbrüche durch Isolierung reagiert.

2.     Senkung der Basisreproduktionszahl durch Verringerung von Kontaktpersonen, z.B. keine Großveranstaltungen, Schule, Uni, Förderung von Home-Office.

Rechenbeispiel:

Anhand der Ansteckungsrate (genauer der Basisreproduktionszahl R0) kann man den Anteil der Bevölkerung ausrechnen der sich ansteckt bevor eine Immunität durch bereits erkrankte ein weiteres Verbreiten eindämmt. Sobald die Basisreproduktionszahl geringer als 1 ist stirbt der Virus aus. Anhand von R0 kann man den Anteil der Bevölkerung errechnen damit dies Eintritt. Anahnd von (R0-1)/R0 erhalten wir den Prozentteil der Bevölkerung der hierfür nötig ist.

 
Grippe:
Basisreproduktionszahl: 1.15 
Infizierte Bevölkerung: (1.15 - 1) / 1.15 = 13% in Deutschland etwa 10 Mio. Menschen.
Letalität: 0.1%
Anzahl an Grippetoten: 0.1% x 10 Mio. = 10.000 Menschen


Coronavirus (Best Case):
Basisreproduktionszahl: 1.4
Infizierte Bevölkerung: (1.4 - 1) / 1.4 = 29% in Deutschland etwa 23 Mio. Menschen.
Letalität: 1%
Anzahl an Coronavirustoten: 1% x 23 Mio. = 230.000 Menschen

Coronavirus (Most likely Case (WHO)):
Basisreproduktionszahl: 2.28
Infizierte Bevölkerung: (2.28 - 1) / 2.28 = 56% in Deutschland etwa 45 Mio. Menschen.
Letalität: 3.4%
Anzahl an Coronavirustoten: 3.4% x 45 Mio. = 1.5 Mio. Menschen

 

Man sieht an dieser Auflistung, dass selbst bei einer Best Case Rechnung in etwa 23 mal so viele Tote durch den Coronavirus zu erwarten sind wie bei einem normalen Grippe Jahr!

 

Warum eine schnelle Offenlegung der Fallzahlen und Statistik wichtig ist

Um eine schnelle Ausbreitung effektiv zu verhindern ist es nötig schneller zu sein als die Ausbreitung vom Virus selber. Daten zu wo und wann und wie eine Infektion erfolgt ist sind hier von großer Bedeutung für die Bevölkerung sind, zum einen um das Risiko einschätzen zu können und zum anderen um präventive Maßnahmen um die weitere Ausbreitung zu verhindern ergreifen zu können. Diese Informationen dürfen nicht zurückgehalten werden und nur den einzelnen Gesundheitsämtern und dem RKI zur Verfügung stehen. Zu den wichtigen Daten zählen Alter, Geschlecht, Ort der Ansteckung (bei Großstädten auch Stadtteil), Ansteckungsweg (bekannter Kontakt/unbekannt), Krankheitsverlauf (mild, mittelschwer, schwer), Vorerkrankungen (ja/nein), Anzahl an getesteten Personen. Daten aus Taiwan, China und auch Südkorea haben gezeigt, dass eine schnelle Reaktion das effektivste Mittel im Kampf gegen das Coronavirus ist. Nur durch die Offenlegung dieser Daten ist ein effektives eindämmen vom Virus möglich.

Es geht bei der Offenlegung der Daten NICHT darum, um einzelne Personen identifizieren zu können!

 

Schutz von medizinischem Personal

Der Erhalt des medizinischen Betriebes, der Feuerwehren und der Polizei ist von unfassbarem Wert, dies gilt es sicherzustellen. Insbesondere im medizinischen Betrieb ist es nötig Schulungen im Umgang mit dem Virus aber auch vermehrt Schulungen für Personal im Umgang mit Beatmungseärten, etc. vorzunehmen. Die Informationslage ist hier für die Ärzte nach wie vor schlecht, klare Anweisungen sind hier die Ausnahme. Wichtig ist es, dass medizinisches Personal sich sicher am Arbeitsplatz fühlt und auch sicher am Arbeitsplatz ist!

Die Einschränkung vom Export von Schutzmasken, etc. wurde versäumt. Bezüglich potenziell wirksamer Medikamente sollte nicht derselbe Fehler erneut gemacht werden. Studien mit Chloroquin und Remdesivir in China sind hier vielversprechend und sollten bevorratet werden.

 

Effektive Maßnahmen zur Eindämmung

Zur Eindämmung vom Coronavirus ist es absolut wichtig die Ansteckungsrate zu verringern und zu verlangsamen. Einfach ausgedrückt, jeder infizierte darf langfristig im Durchschnitt nicht mehr als eine weitere Person anstecken. Um dies zu erreichen sind drastische Veränderungen nötig. Hierzu gehört in erster Linie direkte Kontakte zu anderen Personen vermeiden. Dies wird insbesondere durch gemeinsame, gezielte und gleichzeitige Aktionen verstärkt. Es macht wenig Sinn eine Schule zu schließen, wenn andere Schulen offenbleiben und wenig später dieselbe Schule erneut schließen muss.

Durch eine gezielte, konzertierte Schließung von Kitas, Schulen und Universitäten wird die Anzahl an Kontakten, die diese Bevölkerungsgruppe hat, drastisch reduziert, die Ausbreitung vom Virus wird eingedämmt und verlangsamt. Gleichzeitig wird es hier von Nöten sein für viele Arbeitnehmer von zuhause zu arbeiten, was ebenfalls die Anzahl an direkten Kontakten senkt. Das absagen von Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen trägt ebenfalls erheblich zur Eindämmung und Verlangsamung der Ausbreitung des Virus bei. Lock-Downs und Einschränkungen vom ÖPNV dürfen nicht ausgeschlossen werden.

Quellen (auf Anfrage werden gerne weitere ergänzt):

Bezüglich den Symptomen: „In general, the clinical presentation has involved fever in 83% to 98% of patients, dry cough in 76% to 82%“ aus dieser Studie (https://jamanetwork.com/journals/jama/fullarticle/2762510

In Bezug auf die Ansteckungsrate: (https://www.ijidonline.com/article/S1201-9712(20)30091-6/fulltext Die Studie bestimmt die Rate zum Beginn des Coronavirus Ausbruchs in Wuhan auf 2.28 es gibt aber weitere Studien die dann alle zwischen 1.4 und 6.49 liegen. Daher gibt es die Best Case Rechnung mit 1.4

Ergänzendes zur Todesrate: laut WHO 3.4% (https://www.sciencealert.com/covid-19-s-death-rate-is-higher-than-thought-but-it-should-drop ) gibt aber auch Studien hierzu die andere raten andeuten. Hier gibt es von 1% bis weit über 10% so ziemlich alles. Die meisten liegen so bei 2-3 wie z.B. Diese sehr aktuelle Studie bei 2.3 (https://jidc.org/index.php/journal/article/view/32146445/2197