Rehakliniken mit 150​.​000 Beschäftigten brauchen auch finanzielle Hilfen bei Coronakrise!

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Bei der zunehmenden Verbreitung des Sars-CoV-2-Virus („Corona-Virus“) und deren wirtschaftlichen Folgen stehen Reha-Einrichtungen derzeit nicht im Fokus. Deshalb muss die Bitte nach Unterstützung an den Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, Bundesarbeitsminister Hubertus Heil und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier bekräftigt werden. Unsere Reharinrichtungen sind doch ein sehr wichtiger und einzigartiger Bestandteil im deutschen Gesundheitssystem. Sie sind es Wert für den Erhalt zu kämpfen, da jeder von uns in die Lage geraten kann es zu benötigen.

Ich bin langjährige Mitarbeiterin einer Rehaeinrichtung. Wir haben überwiegend frisch operierte Tumorpatienten, die sehr froh und dankbar sind für unsere Hilfestellungen auf deren Weg zur Genesung. Da die Diagnosestellung und schließlich die OP usw. oft  sehr schnell von statten gehen, fängt bei unseren Patienten die Krankheitsbewältigung erst bei uns im Haus an, wo sie auch wieder zu einer psychischen und physischen Stabilität gelangen. Ohne diese professionelle Unterstützung wäre es für diese Menschen ein sehr langwieriger und holpriger Weg ohne Hilfestellung für den weiteren Weg und die Nachversorgung zu Hause.

Die Finanzierung der Reha-Leistungen erfolgt nach dem Prinzip der Monistik erst dann, wenn die Rehabilitation beendet wurde. Genau hier setzen die Existenzängste der Rehabilitationseinrichtungen ein: Es ist damit zu rechnen, dass die Zahl der Rehabilitanden im Zuge der Virus-Krise deutlich einbrechen wird. Damit fallen schlagartig für die Kliniken die Einnahmen weg. In Kliniken in denen Patienten positiv getestet sind, wird vermutlich mit sofortiger Wirkung der gesamte Rehabilitationsbetrieb durch gesundheitsbehördliche Anordnung eingeschränkt bzw. eingestellt. Unabhängig davon ist nun klar, dass die Krankenhäuser angehalten sind planbare Operationen deutlich zurückfahren, um Ressourcen für infizierte Patienten freizuhalten, wodurch Anschluss-Reha-Maßnahmen bereits  zurückgehen. Zu Belegungseinbrüchen wird es auch kommen, weil die Patienten die Reha aus Angst nicht antreten werden. All dies wird zu deutlichen Belegungseinbrüchen und entsprechenden Einnahmeausfällen führen.

Aktuell wurde am 27.03. beschlossen, monatliche Zuschüsse von 75 % der durchschnittlichen monatlichen Zahlungen der letzten 12 Monate der Reha-Träger an die Reha-Einrichtungen als Ausgleich zu zahlen. Allerdings gilt das nicht für die medizinische Reha der Krankenkassen. Endlich wurde der erste Schritt gemacht, jedoch besteht noch immer Nachbesserungsbedarf im Gesetz und das schnell. Die Rehakliniken sind bereit wie evtl. gefordert, Betten und Stationen für Akuthaus-Patienten zur Verfügung zu stellen, aber die Finanzierung dieser Ressourcen, die aufwändig vorgehalten werden müssten ist nicht geklärt. Klar ist, dass dann auch die letzten regulären Reha- und AHB-Patienten in solchen Fällen sicher ihren Aufenthalt absagen würden, wie soll das alles kompensiert werden?

Unterstützt die Bitte nach finanzieller Hilfe für die Rehakliniken deren Patienten und den Beschäftigten!