Jeder fehlende Frauenhausplatz gefährdet Leben. Frauenhäuser sichern – Sozialabbau stoppen

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Aktuelle Unterzeichner*innen:
Mariella und 19 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Alle drei Tage wird in Deutschland eine Frau durch ihren Partner oder Ex-Partner getötet. Tausende weitere erleben körperliche, psychische oder sexualisierte Gewalt, auch zu Hause. Für viele Betroffene sind Frauenhäuser die einzige Möglichkeit, dieser Gewalt zu entkommen. Femizide verhindern heißt Frauenhäuser stärken.

Denn der Schutz reicht nicht aus:

  • Bundesweit fehlen mehr als 12.000 Frauenhausplätze.
  • Frauen und Kinder werden regelmäßig abgewiesen.
  • Einrichtungen arbeiten dauerhaft über ihrer Belastungsgrenze. Personal fehlt.
  • Bis heute müssen viele Betroffene ihren Aufenthalt selbst finanzieren.

Mit dem Gewalthilfegesetz wurde zwar ein Rechtsanspruch auf Schutz angekündigt. Doch ein Rechtsanspruch hilft nicht, wenn er in seiner Gänze nicht umsetzbar ist, weil er unterfinanziert ist. Langfristig decken die Gelder nur schätzungsweise die Hälfte des Bedarfs. Erst 2027 kommen Gelder vom Staat dafür, und bis dahin wurden Projektförderungen vom Staat wieder zurückgenommen, was eine Kluft in der Erhaltung, geschweige denn der Expansion des Gewaltschutzes und der Frauenhäuser hinterlässt.  

Gleichzeitig verschärfen Sozialabbau, Wohnungsnot, Armut und der Abbau sozialer Infrastruktur die Situation vieler Betroffener! Wer finanziell abhängig ist, findet schwerer einen Weg aus Gewaltbeziehungen.

Das Gewalthilfegesetz bleibt weit hinter dem tatsächlichen Bedarf zurück, dennoch braucht es eine konsequente und vollständige Umsetzung und dafür sind die Länder zuständig. Unterstütze deshalb unseren Offenen Brief an die Landesregierung Baden-Württemberg und generiere mit uns mehr Aufmerksamkeit für diesen Skandal. Wir fordern:

  • den sofortigen Start des Ausbaus von Frauenhäusern und Schutzplätzen,
  • eine dauerhaft gesicherte und bedarfsgerechte Finanzierung von Frauenhäusern und Beratungsstellen,
  • einen transparenten Umsetzungsplan für das Gewalthilfegesetz,
  • Gewaltschutz für alle Betroffenen – einschließlich trans- und nicht-binärer Menschen,
  • den Ausbau von Präventions-, Beratungs- und Nachsorgeangeboten,
  • keine Kürzungen im Gewaltschutz- und Sozialbereich.

Gewaltschutz ist kein Luxus, kein diskutierbarer Haushaltspunkt, und darf nicht verzögert werden, denn jeden Tag kann er Leben retten.

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