Petition updateLasst Roohi und die wundervolle Familie Uzbek in Leibnitz bleiben !

Tagebuch eine Abschiebung - Roohi sagt: "Wir hoffen auf Rückkehr nach Österreich"

Border Crossing Spielfeld
Mar 7, 2017
***Mehr als 1100 Menschen haben die Petition für die Rückkehr Roohis und seiner Familie unterzeichnet!!! Teilt diese Petition noch heute und morgen per WhatsApp, Email und Facebook mit Euren FreundInnen, bevor sie am Freitag an Innenminister Sobotka, den Chef des BFA Wolfgang Taucher und andere politische EntscheidungsträgerInnen übermittelt wird*** Wie ist es, gerade aus seinem Leben herausgerissen worden zu sein und sich an einem völlig fremden Ort wieder zu finden? Wir haben Roohi gefragt, wie er und seine Familie den ersten Tag nach der Abschiebung aus Österreich in Zagreb verbracht hat und seine Antworten hier zusammengefasst. ROOHI: Wir sind mit der Polizei am Montag aus dem Schubhaftzentrum in Wien an den Flughafen Schwechat gebracht worden. Dort wartete eine Chartermaschine auf uns. Wir waren überrascht, dass nur wir vier im Flugzeug waren, aber neuen Polizeibeamte mitgeflogen sind. Der Flug nach Zagreb dauert nicht einmal eine Stunde. Wir sind vielleicht auch über Graz geflogen, wo meine Schule ist und über Leibnitz, wo meine Freunde wohnen... Nach der Landung in Kroatien ging es weiter ins Hotel Porin. Das ist ein riesiges Hotel am Stadtrand von Zagreb. Dort kamen wir in ein Zimmer im ersten Stock mit Gittern vor den Fenstern. Mir wurde gesagt, dass ich gemeinsam mit meinen Eltern und meinem Bruder Ata in diesem Zimmer übernachten würde, bis wir in unser endgültiges Zimmer verlegt würden. Ich habe mir als erstes ein Telefon- und Internetguthaben gekauft, damit ich mit meinen Freunden und Freundinnen in Österreich in Kontakt bleiben kann. Es sind so viele Fotos und gute Wünsche gekommen. Das gibt mir viel Kraft. Schon gestern hatte ich eine erste Einvernahme mit den kroatischen Behörden im Hotel Porin. Ich wurde gefragt, ob ich in Kroatien um Asyl ansuchen möchte. Mir wurde gesagt, wenn Österreich entscheidet, dass ich wieder zurück darf, dann ist das kein Problem. Kroatien lässt mich dann wieder gehen. Wir hatten schon am ersten Abend im Hotel Porin Besuch von einem anderen afghanischen Jungen. Es ist ihm gleich ergangen, wie mir. Er ist auch ungefähr so alt, wie ich. Er hat in Tulln gelebt, er ist auch ein Sportler, er hat die Schule besucht und viele Freunde und Freundinnen gefunden. Als er im November abgeschoben wurde, haben waren seine Freunde entsetzt und haben sich seither dafür eingesetzt, dass er zurück nach Österreich kommen kann. Er hat uns sehr geholfen, weil er uns erklärt hat, wie man es im Hotel Porin am besten aushält. Es ist nicht ungefährlich hier. Man muss gut aufpassen. * * *
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