"Unverzügliche Aufnahme von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingskindern/Jugendliche"

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"Gutes tun und das Gute in der Welt zu vermehren, ist letzten Endes keine Frage der Methode, sondern der mitfühlenden und mit verantwortenden Liebe, die wir anderen gegenüber empfinden." - SOS-Kinderdorf [zugesandt von Anita K.).

Liebe Freunde, MitstreiterInnen, Bekannte in Nah und Fern,
sehr geehrte Damen und Herren,

bitte unterschreiben Sie / unterschreibt diese Petition [und teilt sie, wo ihr nur könnt], gerichtet an die Bundesregierung Deutschland, zu Händen Herrn Innenminister Horst Seehofer, MdB und an die Bundeskanzlerin Frau Dr. Angela Merkel. Titel der Petition: "Unverzügliche Aufnahme von unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlingskindern und -jugendlichen nicht nur an Weihnachten"

Wir die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner dieser weihnachtlichen und postweihnachtlichen Petition fordern die Regierung  der Bundesrepublik Deutschland auf, die sich auf den griechischen Inseln und auf der Flucht nach Europa befindlichen unbegleiteten Kindern und Jugendliche,   unverzüglich in das Hoheitsgebiet der BRD aufzunehmen und auf die Bundesländer zu verteilen. Danke.

Mit guten Weihnachts- und Neujahrsgrüßen im Namen der Mitpetent/innen,


Stefan Weinert, Ravensburg
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E-Mail von Stefan Weinert an Robert Habeck, B90/Grüne am 23.12.19, 22:16 Uhr
Unbegleitete Flüchtlingskinder

Sehr geehrter Herr Vorsitzender Robert Habeck,

ich wohne in 88212 Ravensburg (Baden-Württemberg), bin aber gebürtiger Schleswiger und habe dort und in Flensburg bis 1980 gelebt. Von 1994 bis 2010 war ich beruflicher Flüchtlingsberater und Krisenmanager in unserem hiesigen Landkreis. Zuvor war ich als evangelischer Pastoralreferent in NRW, Bayern und in Ravensburg tätig.

Ihren Vorschlag, unbegleitete Kinder und Jugendliche auf der Flucht nach Europa (darunter viele Mädchen), die zur Zeit auf den griechischen Inseln vor der türkischen Küste in eine ungewisse Zukunft hinein ausharren, unverzüglich in die Bundesrepublik Deutschland aufzunehmen, finde ich sehr verantwortungsvoll, christlich und human. Brandenburg zum Beispiel wäre bereit - und ist auch von seinen Vorbereitungen und Strukturen dazu in der Lage - hier mit gutem Beispiel voranzugehen. Andere Bundesländer haben diesen notwendigen Schritt zu tun, ebenfalls signalisiert.

Grundsätzlich stimme ich zwar unserem Innenminister Horst Seehofer zu, wenn er auf eine EU-konforme Lösung in Sachen "Flüchtlingsaufnahme" pocht (denn das Versagen Ungarns, Polens ... und auch Österreichs 2015/16 war unsäglich - führte zum "Schießbefehl" der AfD)), jedoch darf man dieses Ziel, das zu erreichen bis weit in die neue Dekade hineinreichen dürfte, und die momentane Notlage der jungen Leute ohne Familie an der Grenze zur EU nicht gegeneinander ausspielen. 

"Weihnachten" und "Flucht" und "verschlossene Türen" stehen gemeinsam seit immerhin fast 2020 Jahren in einem "Kontext des menschlichen Versagens" - was aber nicht immer so sein und bleiben muss, vor allem wenn man sich auf die "jüdisch-christlichen Wurzeln" beruft.

Deshalb: Bleiben Sie bitte dran an diesem Vorhaben und appellieren Sie an die Verantwortlichen in Bund und Ländern, Weihnachten 2019 einmal anders sein zu lassen, einmal "echt" werden zu lassen, damit im Mittelmeer - zwischen Griechenland und der Türkei - der Stern der Hoffnung zumindest über den Kindern und Jugendlichen aufgehen kann. 

Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie eine besinnliche und stimmungsvolle WEIH-NACHTEN!


Mit guten Grüßen, Stefan Weinert, EU-88212 Ravensburg
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Esslinger Zeitung vom 23.12.19
Baden-Württemberg ist nach den Worten von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) zur Aufnahme junger Flüchtlinge aus Griechenland bereit, wenn der Bund dafür die Weichen stellt. «Es ist Angelegenheit der Bundesregierung und nicht der Landesregierung, ein Sonderkontingent der Länder für die Aufnahme von Flüchtlingen zu bestimmen», sagte Kretschmann der «Stuttgarter Zeitung» und den «Stuttgarter Nachrichten».

«Wenn sich jedoch die Bundesregierung dazu entschließen würde, wäre Baden-Württemberg bereit, Kinder aufzunehmen», sagte Kretschmann. «Die Situation auf den griechischen Inseln ist unerträglich.» Ähnlich hatte er sich vor rund zwei Wochen bereits vor Journalisten geäußert.

Grünen-Vorsitzender Robert Habeck hatte sich in der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung» dafür stark gemacht, bis zu 4000 Kinder von den Ägäis-Inseln zu holen. Die schwarz-rote Bundesregierung erteilte dieser Forderung aber eine Absage. «Wir suchen für die Zukunft nach einer europäischen Lösung», sagte Vize-Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Montag in Berlin. «Deutschland kann das nicht im Alleingang.»

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Zeit-Online vom 24.12.19
Brüssel (dpa) - Die EU-Kommission fordert Deutschland und andere EU-Staaten auf, unbegleitete minderjährige Migranten aus den überfüllten griechischen Aufnahmelagern aufzunehmen - auch wenn die allermeisten von ihnen keine Kinder, sondern Jugendliche sind. «Die Kommission ist besorgt über die schwierige Lage vor Ort (...)», sagte eine Sprecherin der Behörde der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel. Man habe die anderen Mitgliedstaaten bereits mehrfach aufgefordert, weiter auf freiwilliger Basis unbegleitete Minderjährige umzusiedeln. Bislang sei die Resonanz allerdings verhalten gewesen.

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aus einer Stellungnahme von Sven Giegold (MdEUP), Grüne vom 24.12.2019 (12.05 Uhr)
" ... Zunächst ist natürlich eigentlich zweitrangig, ob eine humanitäre Forderung PR-Gründe hat oder nicht, wenn sie in der Sache richtig ist. Doch der Vorwurf ist auch in der Sache falsch. Denn es waren unsere Kirchen und die Vereinten Nationen (UN), die das Thema Flüchtlingskinder auf die Agenda gesetzt haben ...  Daher ist gut, dass nun durch Habecks Vorstoß eine öffentliche Diskussion entstanden ist ..." 


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      Stefan Weinert, D - 88212 Ravensburg

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