Inklusion: seit 2009 versprochen – bis heute nicht umgesetzt.

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Jasmine Klenke und 19 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

NRW verletzt das Recht auf inklusive Bildung – jetzt handeln und UN-BRK erfüllen!

 

An die politisch Verantwortlichen für Bildung und Inklusion im Land Nordrhein-Westfalen, insbesondere an die Ministerin für Schule und Bildung, Dorothee Feller,
an den Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst,
sowie an die gesamte Landesregierung Nordrhein-Westfalen und die zuständigen Ministerien, insbesondere das Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen.

 

Deutschland hat 2009 die UN-Behindertenrechtskonvention ratifiziert und sich damit verpflichtet, ein inklusives Bildungssystem sicherzustellen.

 

Doch auch 17 Jahre später gibt es in Nordrhein-Westfalen keine flächendeckende Umsetzung.

 

Der aktuelle Kinder- und Jugendbericht 2025 bestätigt:

Teilhabe wird weiterhin nicht verlässlich gewährleistet.

 

Zwar existieren vereinzelt inklusive Lösungen – doch die Mehrheit der betroffenen Kinder bleibt ohne angemessene Beschulung.

 

Kinder ohne Schulplatz in NRW – Inklusion darf kein Zufall sein.

 

Der Fall meiner Tochter steht exemplarisch für diese Situation und wurde bereits öffentlich aufgearbeitet. Er zeigt, wie fehlende Teilhabe in der Realität aussieht:

 

https://correctiv.org/aktuelles/bildung/2026/03/26/zahl-der-schueler-mit-autismus-steigt-stark-an/

 

Das Problem ist strukturell – nicht individuell

 

Diese Situation ist kein Einzelfall, sondern Ausdruck grundlegender Defizite:

 

Unterstützungsmaßnahmen greifen häufig zu spät oder nicht wirksam.

 

Familien fehlt ein klarer, verlässlicher Weg durch das System.

 

Vorhandene Angebote funktionieren in der Praxis oft nicht.

 

Inklusion ist noch immer abhängig von Zufall, regionalen Gegebenheiten sowie von der Bereitschaft und dem Engagement einzelner Behörden und Schulen.

 

Beratungsangebote von Behörden sind für Familien häufig nicht ausreichend transparent und nicht ergebnisoffen. Optionen werden nicht vollständig aufgezeigt, und Empfehlungen gehen oft einseitig in Richtung Förder- und Sonderschulen – selbst bei Kindern, die ursprünglich Teil des Regelschulsystems waren und dennoch aus diesem herausfallen. Dies wird weder dem individuellen Bedarf der Kinder noch dem Anspruch an eine umfassende und sachgerechte Beratung gerecht.

 

Kinder müssen sich häufig erst durch ein Labyrinth verschiedener Maßnahmen kämpfen, um deren Ungeeignetheit überhaupt nachzuweisen, bevor weitere Schritte eingeleitet werden. Dieses schrittweise Vorgehen erfolgt nicht selten auf Kosten der Gesundheit, der Stabilität und der wertvollen Entwicklungszeit der betroffenen Kinder.

 

Damit sind viele Kinder faktisch Teil eines sogenannten Ressourcen-Etikettierungs-Dilemmas: Unterstützung wird häufig erst dann gewährt, wenn zuvor Defizite diagnostiziert und nachgewiesen wurden – selbst dann bleibt notwendige Hilfe in der Praxis jedoch oft aus.

 

Familien geraten im Kontakt mit Behörden häufig unter erheblichen Druck, statt die notwendige Unterstützung zu erhalten. In einzelnen Fällen entstehen zusätzliche belastende Verfahren, die wertvolle Kräfte binden, anstatt tragfähige Lösungen zu ermöglichen. Dies verschärft die Situation der betroffenen Kinder und lenkt vom eigentlichen Ziel – der Sicherstellung von Bildung und Teilhabe – ab.

 

In einem persönlichen Gespräch auf ministerieller Ebene wurde meine Tochter als „Reparaturfall“ bezeichnet. Diese Wortwahl macht deutlich, dass Kinder häufig als Problem betrachtet werden, das behoben werden muss, statt als Persönlichkeiten mit Rechten. Diese Haltung steht im klaren Widerspruch zur UN-Behindertenrechtskonvention. Genau diese Sichtweise spiegelt sich auch strukturell im System wider: Qualifizierung und Sensibilisierung im Bereich Inklusion beruhen vielfach auf Freiwilligkeit, statt verbindlich umgesetzt zu werden.

 

Ein Menschenrecht darf nicht freiwillig sein.

 

Im Jahr 2026 darf es nicht davon abhängen, ob einzelne Akteure sich engagieren oder nicht.

 

Unser Fokus – und ein gemeinsames Anliegen:

 

Diese Petition richtet sich in erster Linie an die Landesregierung Nordrhein-Westfalen, da wir hier direkt betroffen sind und akuter Handlungsbedarf besteht.

 

Gleichzeitig ist Inklusion ein bundesweites Thema. Deshalb freuen wir uns über jede Unterstützung – unabhängig vom Wohnort.

 

Unsere Forderungen an die Landesregierung Nordrhein-Westfalen:

 

1. Sicherstellung eines wohnortnahen inklusiven Schulplatzes für jedes Kind – ohne langwierige, belastende Nachweisverfahren.

 

2. Verbindliche Fortbildungen für alle pädagogischen Fachkräfte im Bereich Inklusion – nicht auf freiwilliger Basis, sondern als Standard.

 

3. Klare, transparente und ergebnisoffene Beratungsstrukturen, die alle Bildungswege gleichwertig aufzeigen und keine einseitige Lenkung vornehmen.

 

4. Verbindliche und nachvollziehbare Verfahrenswege, die verhindern, dass Kinder sich durch ein Labyrinth ungeeigneter Maßnahmen kämpfen müssen.

 

5. Abkehr vom Ressourcen-Etikettierungs-Dilemma: Unterstützung muss bedarfsgerecht und frühzeitig erfolgen – ohne dass Kinder zunächst Defizite nachweisen oder scheitern müssen, um Hilfe zu erhalten.

 

6. Schutz der Familien vor zusätzlichem behördlichen Druck und belastenden Verfahren – stattdessen Unterstützung, die tragfähige Lösungen ermöglicht.

 

7. Ausreichende personelle und fachliche Ausstattung der Schulen, damit Inklusion praktisch umgesetzt werden kann.

 

8. Verbindliche landesweite Standards statt uneinheitlicher Umsetzung und Abhängigkeit vom Wohnort.

 

Warum das wichtig ist?

 

Inklusive Bildung ist kein Sonderwunsch.

Sie ist weder ein Trend noch ein Luxusproblem – sie ist ein grundlegendes Recht.

 

Wenn Kinder über Jahre vom Bildungssystem ausgeschlossen werden, hat das nicht nur individuelle Folgen – sondern langfristige Auswirkungen auf unsere gesamte Gesellschaft.

 

Jetzt handeln!

 

Wir fordern die Landesregierung auf,

ihrer Verantwortung endlich gerecht zu werden und die UN-Behindertenrechtskonvention konsequent umzusetzen.

 

Jedes Kind hat das Recht auf Bildung, Teilhabe und Zukunft.

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Diana KüfnerPetitionsstarter*in

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Aktuelle Unterzeichner*innen:
Jasmine Klenke und 19 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

NRW verletzt das Recht auf inklusive Bildung – jetzt handeln und UN-BRK erfüllen!

 

An die politisch Verantwortlichen für Bildung und Inklusion im Land Nordrhein-Westfalen, insbesondere an die Ministerin für Schule und Bildung, Dorothee Feller,
an den Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst,
sowie an die gesamte Landesregierung Nordrhein-Westfalen und die zuständigen Ministerien, insbesondere das Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen.

 

Deutschland hat 2009 die UN-Behindertenrechtskonvention ratifiziert und sich damit verpflichtet, ein inklusives Bildungssystem sicherzustellen.

 

Doch auch 17 Jahre später gibt es in Nordrhein-Westfalen keine flächendeckende Umsetzung.

 

Der aktuelle Kinder- und Jugendbericht 2025 bestätigt:

Teilhabe wird weiterhin nicht verlässlich gewährleistet.

 

Zwar existieren vereinzelt inklusive Lösungen – doch die Mehrheit der betroffenen Kinder bleibt ohne angemessene Beschulung.

 

Kinder ohne Schulplatz in NRW – Inklusion darf kein Zufall sein.

 

Der Fall meiner Tochter steht exemplarisch für diese Situation und wurde bereits öffentlich aufgearbeitet. Er zeigt, wie fehlende Teilhabe in der Realität aussieht:

 

https://correctiv.org/aktuelles/bildung/2026/03/26/zahl-der-schueler-mit-autismus-steigt-stark-an/

 

Das Problem ist strukturell – nicht individuell

 

Diese Situation ist kein Einzelfall, sondern Ausdruck grundlegender Defizite:

 

Unterstützungsmaßnahmen greifen häufig zu spät oder nicht wirksam.

 

Familien fehlt ein klarer, verlässlicher Weg durch das System.

 

Vorhandene Angebote funktionieren in der Praxis oft nicht.

 

Inklusion ist noch immer abhängig von Zufall, regionalen Gegebenheiten sowie von der Bereitschaft und dem Engagement einzelner Behörden und Schulen.

 

Beratungsangebote von Behörden sind für Familien häufig nicht ausreichend transparent und nicht ergebnisoffen. Optionen werden nicht vollständig aufgezeigt, und Empfehlungen gehen oft einseitig in Richtung Förder- und Sonderschulen – selbst bei Kindern, die ursprünglich Teil des Regelschulsystems waren und dennoch aus diesem herausfallen. Dies wird weder dem individuellen Bedarf der Kinder noch dem Anspruch an eine umfassende und sachgerechte Beratung gerecht.

 

Kinder müssen sich häufig erst durch ein Labyrinth verschiedener Maßnahmen kämpfen, um deren Ungeeignetheit überhaupt nachzuweisen, bevor weitere Schritte eingeleitet werden. Dieses schrittweise Vorgehen erfolgt nicht selten auf Kosten der Gesundheit, der Stabilität und der wertvollen Entwicklungszeit der betroffenen Kinder.

 

Damit sind viele Kinder faktisch Teil eines sogenannten Ressourcen-Etikettierungs-Dilemmas: Unterstützung wird häufig erst dann gewährt, wenn zuvor Defizite diagnostiziert und nachgewiesen wurden – selbst dann bleibt notwendige Hilfe in der Praxis jedoch oft aus.

 

Familien geraten im Kontakt mit Behörden häufig unter erheblichen Druck, statt die notwendige Unterstützung zu erhalten. In einzelnen Fällen entstehen zusätzliche belastende Verfahren, die wertvolle Kräfte binden, anstatt tragfähige Lösungen zu ermöglichen. Dies verschärft die Situation der betroffenen Kinder und lenkt vom eigentlichen Ziel – der Sicherstellung von Bildung und Teilhabe – ab.

 

In einem persönlichen Gespräch auf ministerieller Ebene wurde meine Tochter als „Reparaturfall“ bezeichnet. Diese Wortwahl macht deutlich, dass Kinder häufig als Problem betrachtet werden, das behoben werden muss, statt als Persönlichkeiten mit Rechten. Diese Haltung steht im klaren Widerspruch zur UN-Behindertenrechtskonvention. Genau diese Sichtweise spiegelt sich auch strukturell im System wider: Qualifizierung und Sensibilisierung im Bereich Inklusion beruhen vielfach auf Freiwilligkeit, statt verbindlich umgesetzt zu werden.

 

Ein Menschenrecht darf nicht freiwillig sein.

 

Im Jahr 2026 darf es nicht davon abhängen, ob einzelne Akteure sich engagieren oder nicht.

 

Unser Fokus – und ein gemeinsames Anliegen:

 

Diese Petition richtet sich in erster Linie an die Landesregierung Nordrhein-Westfalen, da wir hier direkt betroffen sind und akuter Handlungsbedarf besteht.

 

Gleichzeitig ist Inklusion ein bundesweites Thema. Deshalb freuen wir uns über jede Unterstützung – unabhängig vom Wohnort.

 

Unsere Forderungen an die Landesregierung Nordrhein-Westfalen:

 

1. Sicherstellung eines wohnortnahen inklusiven Schulplatzes für jedes Kind – ohne langwierige, belastende Nachweisverfahren.

 

2. Verbindliche Fortbildungen für alle pädagogischen Fachkräfte im Bereich Inklusion – nicht auf freiwilliger Basis, sondern als Standard.

 

3. Klare, transparente und ergebnisoffene Beratungsstrukturen, die alle Bildungswege gleichwertig aufzeigen und keine einseitige Lenkung vornehmen.

 

4. Verbindliche und nachvollziehbare Verfahrenswege, die verhindern, dass Kinder sich durch ein Labyrinth ungeeigneter Maßnahmen kämpfen müssen.

 

5. Abkehr vom Ressourcen-Etikettierungs-Dilemma: Unterstützung muss bedarfsgerecht und frühzeitig erfolgen – ohne dass Kinder zunächst Defizite nachweisen oder scheitern müssen, um Hilfe zu erhalten.

 

6. Schutz der Familien vor zusätzlichem behördlichen Druck und belastenden Verfahren – stattdessen Unterstützung, die tragfähige Lösungen ermöglicht.

 

7. Ausreichende personelle und fachliche Ausstattung der Schulen, damit Inklusion praktisch umgesetzt werden kann.

 

8. Verbindliche landesweite Standards statt uneinheitlicher Umsetzung und Abhängigkeit vom Wohnort.

 

Warum das wichtig ist?

 

Inklusive Bildung ist kein Sonderwunsch.

Sie ist weder ein Trend noch ein Luxusproblem – sie ist ein grundlegendes Recht.

 

Wenn Kinder über Jahre vom Bildungssystem ausgeschlossen werden, hat das nicht nur individuelle Folgen – sondern langfristige Auswirkungen auf unsere gesamte Gesellschaft.

 

Jetzt handeln!

 

Wir fordern die Landesregierung auf,

ihrer Verantwortung endlich gerecht zu werden und die UN-Behindertenrechtskonvention konsequent umzusetzen.

 

Jedes Kind hat das Recht auf Bildung, Teilhabe und Zukunft.

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Diana KüfnerPetitionsstarter*in

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