Ich will arbeiten – aber das Jobcenter blockiert meine berufliche Neuorientierung!

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Angela Knopf und 10 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Ich möchte arbeiten. Ich möchte mich weiterbilden. Ich möchte unabhängig sein.
Doch statt Unterstützung erlebe ich seit über zwei Jahren Blockaden durch das Jobcenter.

Meine Situation:

Ich bin seit Oktober 2023 arbeitslos. Ein ärztliches Gutachten bestätigt: Meinen bisherigen Beruf kann ich aus gesundheitlichen Gründen nur noch eingeschränkt ausüben. Deshalb wollte ich mich in einem zukunftssicheren Bereich weiterqualifizieren – insbesondere im Bereich IT.

Doch genau dieser Weg wurde mir immer wieder versperrt. Durch Verzögerungen, zusätzliche Anforderungen und Ablehnungen wurde die geplante Umschulung Schritt für Schritt unmöglich gemacht. Chancen wurden hinausgezögert, bis sie faktisch nicht mehr erreichbar waren.

Statt weiter zu warten und noch mehr Zeit zu verlieren, habe ich die Verantwortung selbst übernommen und mir einen neuen Weg aufgebaut:

Im Dezember 2025 habe ich eigenständig die Weiterbildung zum Wirtschaftsfachwirt begonnen. Der Abschluss ist für April 2026 geplant. Bis dahin beziehe ich nur noch aufstockend Bürgergeld.

 
Trotzdem werde ich ausgebremst

  • Die Kosten der Unterkunft wurden gekürzt, obwohl mein Umzug bereits 2024 genehmigt wurde.
  • Fachbücher und alte Prüfungen für meine Weiterbildung werden nicht übernommen – gleichzeitig wurden aber die Fachbücher bezahlt, die direkt über die Schule beschafft wurden.
  • Ein früherer Minijob ist inzwischen nicht mehr aktuell, zeigt aber, dass ich immer versucht habe, selbst aktiv zu bleiben.
     
    Was grundsätzlich schiefläuft
  • Mir wurde gesagt, ohne Abitur könne ich keine Weiterbildung machen – das ist falsch.
  • Es wurde ein psychologischer Eignungstest verlangt – ohne klare rechtliche Grundlage und monatelang ohne Information oder Fortschritt.
  • Von mir wurde ein Vorvertrag mit einem IT-Arbeitgeber verlangt – eine unrealistische Forderung in dieser Branche.


Gleichzeitig wurde mir erneut eine Umschulung zum Fachinformatiker IHK angeboten, die bereits 2024 abgelehnt wurde, rund 30.000 € mehr kostet, zwei Jahre dauert und eine tägliche Anfahrt nach Karlsruhe erfordert.

Der psychologische Eignungstest

Nach über drei Monaten Stillstand erhielt ich schließlich im August 2025 einen Termin.
Zu diesem Zeitpunkt war ein Einstieg in eine reguläre Umschulung zum IHK-Fachinformatiker im September praktisch nicht mehr möglich. Zwischen Test, Gutachten, Bescheid und Bildungsgutschein wären nur etwa drei Wochen geblieben – mitten in der Urlaubszeit.

Diese Verzögerung hat mir real eine wichtige Weiterbildungschance genommen.

 
Zusätzliche Belastungen

Trotz nur geringfügiger tatsächlicher Erwerbstätigkeit wurde mir zeitweise ein fiktives Einkommen angerechnet – auf Basis einer maximal möglichen Stundenzahl, obwohl meine gesundheitlichen Einschränkungen bekannt sind.
Fahrtkosten zu meinem Bundesfreiwilligendienst (80 km täglich) wurden nicht übernommen. Stattdessen wurde ein Deutschlandticket angeboten, das meine Fahrzeit massiv verlängert hätte. Aus finanziellen Gründen musste ich den Dienst im Februar abbrechen.
Anträge werden regelmäßig abgelehnt. Ein Wechsel der zuständigen Fallmanagerin wurde trotz Beschwerden nicht erlaubt, erst nach Anfragen aus Politik und Medienvertern fand ein Wechsel statt.
 
Ein konkretes Beispiel für Blockade

Am 24.06. stellte ich einen Antrag auf einen AVGS (Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein) für eine Zusatzqualifikation im agilen Projektmanagement (inklusive international anerkanntem Scrum-Zertifikat). Diese sollte eine sinnvolle Ergänzung zu meiner Weiterbildung sein.

Der Antrag wurde abgelehnt.

Begründung: Ich sei in meinem ursprünglich erlernten Beruf vermittelbar.
Doch die eigenen Unterlagen der Agentur für Arbeit sagen etwas anderes:

  1. Es gibt eine Aktennotiz der Teamleitung.
  2. Ein medizinisches Gutachten bestätigt ausdrücklich, dass ich meine frühere Tätigkeit nur eingeschränkt ausüben kann.
  3. Zusätzlich wurde behauptet, mir fehle Projekterfahrung – obwohl ich ein Jahr in einer Projektgruppe beim THW mitgearbeitet habe.
  4. Außerdem wurde mein angeblicher Beratungsschwerpunkt im Bereich Schutz und Sicherheit mit Fokus Brandschutz festgelegt – ohne dass dies jemals mit mir vereinbart wurde.

 

Was ich trotzdem getan habe

  • Ich habe nicht aufgegeben.
  • Ich habe selbst recherchiert, mit dem Landratsamt gesprochen und Aufstiegs-BAföG beantragt.
  • Meine Weiterbildung habe ich vollständig eigenständig organisiert

Ich kämpfe weiter – obwohl ich eigentlich nur lernen und arbeiten möchte.

 
Warum das wichtig ist

Ich bin kein Einzelfall. Viele Menschen wollen sich weiterbilden, neu anfangen und arbeiten. Doch bürokratische Hürden, widersprüchliche Entscheidungen und mangelnde Unterstützung verhindern echte Chancen.

Das ist nicht nur belastend für Betroffene – es ist auch teuer für die Gesellschaft.

Wer arbeiten will, sollte unterstützt werden. Nicht ausgebremst.

 
Meine Forderungen

  1. Zugang zu Weiterbildung ohne unnötige Hürden
  2. Anerkennung gesundheitlicher Einschränkungen
  3. Transparente und nachvollziehbare Entscheidungen
  4. Schluss mit Schikane und pauschalen Ablehnungen
  5. Faire Unterstützung für Menschen, die arbeiten wollen

Bitte unterschreibe diese Petition, wenn du auch findest, dass Menschen, die Verantwortung für ihr Leben übernehmen wollen, Unterstützung verdienen – keine Blockaden.

 

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Aktuelle Unterzeichner*innen:
Angela Knopf und 10 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Ich möchte arbeiten. Ich möchte mich weiterbilden. Ich möchte unabhängig sein.
Doch statt Unterstützung erlebe ich seit über zwei Jahren Blockaden durch das Jobcenter.

Meine Situation:

Ich bin seit Oktober 2023 arbeitslos. Ein ärztliches Gutachten bestätigt: Meinen bisherigen Beruf kann ich aus gesundheitlichen Gründen nur noch eingeschränkt ausüben. Deshalb wollte ich mich in einem zukunftssicheren Bereich weiterqualifizieren – insbesondere im Bereich IT.

Doch genau dieser Weg wurde mir immer wieder versperrt. Durch Verzögerungen, zusätzliche Anforderungen und Ablehnungen wurde die geplante Umschulung Schritt für Schritt unmöglich gemacht. Chancen wurden hinausgezögert, bis sie faktisch nicht mehr erreichbar waren.

Statt weiter zu warten und noch mehr Zeit zu verlieren, habe ich die Verantwortung selbst übernommen und mir einen neuen Weg aufgebaut:

Im Dezember 2025 habe ich eigenständig die Weiterbildung zum Wirtschaftsfachwirt begonnen. Der Abschluss ist für April 2026 geplant. Bis dahin beziehe ich nur noch aufstockend Bürgergeld.

 
Trotzdem werde ich ausgebremst

  • Die Kosten der Unterkunft wurden gekürzt, obwohl mein Umzug bereits 2024 genehmigt wurde.
  • Fachbücher und alte Prüfungen für meine Weiterbildung werden nicht übernommen – gleichzeitig wurden aber die Fachbücher bezahlt, die direkt über die Schule beschafft wurden.
  • Ein früherer Minijob ist inzwischen nicht mehr aktuell, zeigt aber, dass ich immer versucht habe, selbst aktiv zu bleiben.
     
    Was grundsätzlich schiefläuft
  • Mir wurde gesagt, ohne Abitur könne ich keine Weiterbildung machen – das ist falsch.
  • Es wurde ein psychologischer Eignungstest verlangt – ohne klare rechtliche Grundlage und monatelang ohne Information oder Fortschritt.
  • Von mir wurde ein Vorvertrag mit einem IT-Arbeitgeber verlangt – eine unrealistische Forderung in dieser Branche.


Gleichzeitig wurde mir erneut eine Umschulung zum Fachinformatiker IHK angeboten, die bereits 2024 abgelehnt wurde, rund 30.000 € mehr kostet, zwei Jahre dauert und eine tägliche Anfahrt nach Karlsruhe erfordert.

Der psychologische Eignungstest

Nach über drei Monaten Stillstand erhielt ich schließlich im August 2025 einen Termin.
Zu diesem Zeitpunkt war ein Einstieg in eine reguläre Umschulung zum IHK-Fachinformatiker im September praktisch nicht mehr möglich. Zwischen Test, Gutachten, Bescheid und Bildungsgutschein wären nur etwa drei Wochen geblieben – mitten in der Urlaubszeit.

Diese Verzögerung hat mir real eine wichtige Weiterbildungschance genommen.

 
Zusätzliche Belastungen

Trotz nur geringfügiger tatsächlicher Erwerbstätigkeit wurde mir zeitweise ein fiktives Einkommen angerechnet – auf Basis einer maximal möglichen Stundenzahl, obwohl meine gesundheitlichen Einschränkungen bekannt sind.
Fahrtkosten zu meinem Bundesfreiwilligendienst (80 km täglich) wurden nicht übernommen. Stattdessen wurde ein Deutschlandticket angeboten, das meine Fahrzeit massiv verlängert hätte. Aus finanziellen Gründen musste ich den Dienst im Februar abbrechen.
Anträge werden regelmäßig abgelehnt. Ein Wechsel der zuständigen Fallmanagerin wurde trotz Beschwerden nicht erlaubt, erst nach Anfragen aus Politik und Medienvertern fand ein Wechsel statt.
 
Ein konkretes Beispiel für Blockade

Am 24.06. stellte ich einen Antrag auf einen AVGS (Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein) für eine Zusatzqualifikation im agilen Projektmanagement (inklusive international anerkanntem Scrum-Zertifikat). Diese sollte eine sinnvolle Ergänzung zu meiner Weiterbildung sein.

Der Antrag wurde abgelehnt.

Begründung: Ich sei in meinem ursprünglich erlernten Beruf vermittelbar.
Doch die eigenen Unterlagen der Agentur für Arbeit sagen etwas anderes:

  1. Es gibt eine Aktennotiz der Teamleitung.
  2. Ein medizinisches Gutachten bestätigt ausdrücklich, dass ich meine frühere Tätigkeit nur eingeschränkt ausüben kann.
  3. Zusätzlich wurde behauptet, mir fehle Projekterfahrung – obwohl ich ein Jahr in einer Projektgruppe beim THW mitgearbeitet habe.
  4. Außerdem wurde mein angeblicher Beratungsschwerpunkt im Bereich Schutz und Sicherheit mit Fokus Brandschutz festgelegt – ohne dass dies jemals mit mir vereinbart wurde.

 

Was ich trotzdem getan habe

  • Ich habe nicht aufgegeben.
  • Ich habe selbst recherchiert, mit dem Landratsamt gesprochen und Aufstiegs-BAföG beantragt.
  • Meine Weiterbildung habe ich vollständig eigenständig organisiert

Ich kämpfe weiter – obwohl ich eigentlich nur lernen und arbeiten möchte.

 
Warum das wichtig ist

Ich bin kein Einzelfall. Viele Menschen wollen sich weiterbilden, neu anfangen und arbeiten. Doch bürokratische Hürden, widersprüchliche Entscheidungen und mangelnde Unterstützung verhindern echte Chancen.

Das ist nicht nur belastend für Betroffene – es ist auch teuer für die Gesellschaft.

Wer arbeiten will, sollte unterstützt werden. Nicht ausgebremst.

 
Meine Forderungen

  1. Zugang zu Weiterbildung ohne unnötige Hürden
  2. Anerkennung gesundheitlicher Einschränkungen
  3. Transparente und nachvollziehbare Entscheidungen
  4. Schluss mit Schikane und pauschalen Ablehnungen
  5. Faire Unterstützung für Menschen, die arbeiten wollen

Bitte unterschreibe diese Petition, wenn du auch findest, dass Menschen, die Verantwortung für ihr Leben übernehmen wollen, Unterstützung verdienen – keine Blockaden.

 

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Die Entscheidungsträger*innen

Jobcenter Landkreis Böblingen
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Geschäftsleitung
Agentur für Arbeit Stuttgart
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Geschäftsleitung
Bundesagentur für Arbeit – Regionaldirektion Baden-Württemberg
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