Schutzsuchende in Griechenland und an der Grenze: Sofort aufnehmen und Leben retten!

Schutzsuchende in Griechenland und an der Grenze: Sofort aufnehmen und Leben retten!

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Die grausame Realität der Abschottung Europas hat ein neues mörderisches Level erreicht: Griechisches Militär schießt an der Grenze mit Wasserwerfern, Blendgranaten und Gummigeschossen auf hilfesuchende Menschen. Kinder werden mit Tränengas beschossen. Seit der einseitigen Grenzöffnung durch die Türkei sitzen tausende Menschen auf der Flucht in einem rechtslosen Niemandsland zwischen der griechischen und türkischen Grenze fest.

Und die Situation eskaliert weiter: Gewaltbereite Rechtsradikale hindern Boote mit geflüchteten Menschen am Anlegen. Vor Lesbos ist in Anwesenheit der griechischen Küstenwache ein kleines Kind ertrunken. Geflüchtete, Helfer*innen, Politiker*innen und Journalist*innen werden auf den griechischen Inseln von Rechtsradikalen brutal attackiert. Statt die Menschen vor Gewalt zu schützen, setzt Griechenland für einen Monat das Asylrecht aus.

In Deutschland und anderen Ländern stehen Aufnahmeeinrichtungen leer, während hunderte Städte aufnahmebereit sind. Darunter auch 138 Kommunen, die sich als Sichere Häfen bereit erklärt haben, Menschen auf der Flucht sofort aufzunehmen. Ich bin Sonya von der Seebrücke. Unsere Bewegung schaut nicht weg, während Menschen zu Opfern rassistischer Gewalt, zu Opfern von Tränengas und Schlagstöcken der Friedensnobelpreisträgerin EU werden! Wir stehen solidarisch für die Einhaltung der Menschenrechte! #WirHabenPlatz!

Wir fordern die Bundesregierung auf:


1. Die Bundesregierung muss sich sofort dafür einsetzen, dass die EU die Grenze öffnet und die Menschen auf der Flucht ungehindert einreisen lässt. Den Menschen muss ermöglicht werden, in die zahlreichen deutschen Kommunen einzureisen und einen Asylantrag zu stellen.

2. Die Bundesregierung muss alles dafür tun, damit die Elendslager an den EU-Außengrenzen – wie Moria auf Lesbos – geschlossen und die Menschen aus Lagern in Griechenland und anderen Staaten an den EU-Außengrenzen rasch auf übrige EU-Staaten verteilt werden.

Es gibt immer mehr Städte, Gemeinden und Kommunen, die sich zu Sicheren Häfen erklären und sofort bereit sind, mehr geflüchtete Menschen aufzunehmen. Daher fordern wir die Bundesregierung und insbesondere Horst Seehofer und sein Innenministerium auf: 

3. Heben Sie endlich die Blockade der 138 Sicheren Häfen auf! Die Kommunen und Bundesländer wollen jetzt handeln und hilfesuchende Menschen aufnehmen. Deutschland muss Verantwortung übernehmen und den Menschen ihr Recht auf Schutz vor Verfolgung gewähren. Wir haben Platz!

Solidarische Grüße,

Sonya von der SEEBRÜCKE