

Hitzeschutz für Lechhausen
Das Problem
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehrte Mitglieder des Stadtrates,
Lechhausen gehört zu den besonders stark von Hitze betroffenen Stadtteilen Augsburgs. Dichte Bebauung, viele versiegelte Flächen und vergleichsweise wenig Grün innerhalb des Viertels führen dazu, dass sich der Stadtteil an heißen Sommertagen besonders stark aufheizt. Da Hitzeperioden infolge des Klimawandels weiter zunehmen werden, braucht Lechhausen jetzt konkrete Maßnahmen für mehr Schatten, mehr Grün und mehr Abkühlung im öffentlichen Raum. Mit diesem Aktionsprogramm legen wir einige exemplarische Vorschläge vor, wie der Stadtteil auch in Zukunft lebenswert bleibt und fordern die Stadtregierung dazu auf, diese und weitere Maßnahmen dringlich in Angriff zu nehmen.
1. Mehr Schatten an Spielplätzen
Am Kinderbereich des Freibads Lechhausen sowie an den Wasserspielplätzen im Flößerpark und am Schlössle sollen kurzfristig Sonnensegel und – wo sinnvoll – zusätzliche Begrünung für mehr Schatten sorgen. Gerade für Kinder, Familien und ältere Menschen fehlen dort bislang ausreichend geschützte Aufenthaltsbereiche. Ergänzend sollen an stark frequentierten Orten Sprühnebelduschen als zusätzliche Abkühlungsmöglichkeit realisiert werden.
2. Trinkwasserbrunnen für Lechhausen
Zur Anpassung an häufigere Hitzewellen fordern wir neue öffentliche Trinkwasserbrunnen beispielsweise an folgenden Standorten:
- Flößerpark (mit bestehender Wasseranbindung über den Wasserspielplatz),
- Grieslepark,
- Haltestelle Neuer Ostfriedhof,
- Neuburger Straße (zwischen Schlössle und Hammerschmiede),
- Blücherstraße (zwischen Schlössle und Amagasaki-Allee) und
- an weiteren Orten von Spiel und Bewegung.
Kostenlos zugängliches Trinkwasser muss insbesondere an stark frequentierten Orten selbstverständlich sein und bietet einen wesentlichen Beitrag gegen Dehydrierung.
3. Klimaoase zwischen Brunnenstraße und Neuburger Straße schaffen
Die brachliegende Fläche zwischen Brunnenstraße und Neuburger Straße soll zu einer Klimaoase mit zusätzlichen Bäumen, Begrünung, Sitzgelegenheiten und Beschattung umgestaltet werden. Die bereits vorhandenen Pläne rund um diese Fläche sollten nun schnellstens in die Umsetzung gehen. So wird ein attraktiver und kühler Aufenthaltsort für die Menschen im Quartier entstehen.
4. Freibad als kühlen Treffpunkt stärken
Das Freibad Lechhausen ist weit mehr als ein Ort zum Schwimmen. Insbesondere der Kulturkiosk hat sich zu einem beliebten Treffpunkt mit kulturellen Angeboten und sozialverträglichen Preisen entwickelt. Mit dem Ende der Sanierung des Studierendenwohnheims (Peace Tower) an der Berliner Allee wird seine Bedeutung als Aufenthaltsort weiter steigen.
Deshalb fordern wir, die Öffnungszeiten des Kiosks künftig nicht mehr ausschließlich an die Badesaison zu koppeln. Er soll bereits vor Beginn der Freibadsaison öffnen und auch nach deren Ende als schattiger Treffpunkt erhalten bleiben. Zudem sollen die Öffnungszeiten des Freibads insbesondere an heißen Tagen in den Vormittag und die Abendstunden hinein ausgeweitet werden, damit mehr Menschen die Möglichkeit haben, sich abzukühlen und Sport zu machen.
5. Aufklärung und Hitzeschutz im Alltag
Ein wirksamer Hitzeschutz lebt auch von Information und Eigenvorsorge. Deshalb soll in Zusammenarbeit mit den Akteur:innen vor Ort eine Infokampagne gestartet werden. Mit Hinweisen an öffentlichen Einrichtungen sollen einfache Verhaltenstipps sowie Informationen zu Trinkwasserbrunnen, schattigen Aufenthaltsorten und Abkühlungsmöglichkeiten leicht zugänglich gemacht werden. Gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Augsburg, sozialen Einrichtungen und weiteren lokalen Partnern sollen Menschen gezielt angesprochen und informiert werden. So kann das Gesundheitsrisiko während der Hitzeperioden reduziert und gleichzeitig das Bewusstsein für notwendige Klimaanpassungsmaßnahmen gestärkt werden.
6. Lechhausen langfristig hitzefest gestalten
Neben kurzfristigen Maßnahmen braucht Lechhausen unbedingt auch eine langfristige Strategie zur Klimaanpassung. Dazu gehören die schrittweise Entsiegelung von Straßen und Plätzen sowie die Pflanzung zusätzlicher Straßenbäume nach dem Vorbild anderer Augsburger Stadtteile, beispielsweise entlang der Ulmer Straße in Oberhausen. Gleichzeitig sollen öffentliche Gebäude wie Stadtteilzentren, Bibliotheken oder andere städtische Einrichtungen als klimatisierte Rückzugsorte während Hitzeperioden zur Verfügung stehen. So entsteht dauerhaft ein Stadtteil, der auch bei steigenden Temperaturen lebenswert bleibt.
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Das Problem
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehrte Mitglieder des Stadtrates,
Lechhausen gehört zu den besonders stark von Hitze betroffenen Stadtteilen Augsburgs. Dichte Bebauung, viele versiegelte Flächen und vergleichsweise wenig Grün innerhalb des Viertels führen dazu, dass sich der Stadtteil an heißen Sommertagen besonders stark aufheizt. Da Hitzeperioden infolge des Klimawandels weiter zunehmen werden, braucht Lechhausen jetzt konkrete Maßnahmen für mehr Schatten, mehr Grün und mehr Abkühlung im öffentlichen Raum. Mit diesem Aktionsprogramm legen wir einige exemplarische Vorschläge vor, wie der Stadtteil auch in Zukunft lebenswert bleibt und fordern die Stadtregierung dazu auf, diese und weitere Maßnahmen dringlich in Angriff zu nehmen.
1. Mehr Schatten an Spielplätzen
Am Kinderbereich des Freibads Lechhausen sowie an den Wasserspielplätzen im Flößerpark und am Schlössle sollen kurzfristig Sonnensegel und – wo sinnvoll – zusätzliche Begrünung für mehr Schatten sorgen. Gerade für Kinder, Familien und ältere Menschen fehlen dort bislang ausreichend geschützte Aufenthaltsbereiche. Ergänzend sollen an stark frequentierten Orten Sprühnebelduschen als zusätzliche Abkühlungsmöglichkeit realisiert werden.
2. Trinkwasserbrunnen für Lechhausen
Zur Anpassung an häufigere Hitzewellen fordern wir neue öffentliche Trinkwasserbrunnen beispielsweise an folgenden Standorten:
- Flößerpark (mit bestehender Wasseranbindung über den Wasserspielplatz),
- Grieslepark,
- Haltestelle Neuer Ostfriedhof,
- Neuburger Straße (zwischen Schlössle und Hammerschmiede),
- Blücherstraße (zwischen Schlössle und Amagasaki-Allee) und
- an weiteren Orten von Spiel und Bewegung.
Kostenlos zugängliches Trinkwasser muss insbesondere an stark frequentierten Orten selbstverständlich sein und bietet einen wesentlichen Beitrag gegen Dehydrierung.
3. Klimaoase zwischen Brunnenstraße und Neuburger Straße schaffen
Die brachliegende Fläche zwischen Brunnenstraße und Neuburger Straße soll zu einer Klimaoase mit zusätzlichen Bäumen, Begrünung, Sitzgelegenheiten und Beschattung umgestaltet werden. Die bereits vorhandenen Pläne rund um diese Fläche sollten nun schnellstens in die Umsetzung gehen. So wird ein attraktiver und kühler Aufenthaltsort für die Menschen im Quartier entstehen.
4. Freibad als kühlen Treffpunkt stärken
Das Freibad Lechhausen ist weit mehr als ein Ort zum Schwimmen. Insbesondere der Kulturkiosk hat sich zu einem beliebten Treffpunkt mit kulturellen Angeboten und sozialverträglichen Preisen entwickelt. Mit dem Ende der Sanierung des Studierendenwohnheims (Peace Tower) an der Berliner Allee wird seine Bedeutung als Aufenthaltsort weiter steigen.
Deshalb fordern wir, die Öffnungszeiten des Kiosks künftig nicht mehr ausschließlich an die Badesaison zu koppeln. Er soll bereits vor Beginn der Freibadsaison öffnen und auch nach deren Ende als schattiger Treffpunkt erhalten bleiben. Zudem sollen die Öffnungszeiten des Freibads insbesondere an heißen Tagen in den Vormittag und die Abendstunden hinein ausgeweitet werden, damit mehr Menschen die Möglichkeit haben, sich abzukühlen und Sport zu machen.
5. Aufklärung und Hitzeschutz im Alltag
Ein wirksamer Hitzeschutz lebt auch von Information und Eigenvorsorge. Deshalb soll in Zusammenarbeit mit den Akteur:innen vor Ort eine Infokampagne gestartet werden. Mit Hinweisen an öffentlichen Einrichtungen sollen einfache Verhaltenstipps sowie Informationen zu Trinkwasserbrunnen, schattigen Aufenthaltsorten und Abkühlungsmöglichkeiten leicht zugänglich gemacht werden. Gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Augsburg, sozialen Einrichtungen und weiteren lokalen Partnern sollen Menschen gezielt angesprochen und informiert werden. So kann das Gesundheitsrisiko während der Hitzeperioden reduziert und gleichzeitig das Bewusstsein für notwendige Klimaanpassungsmaßnahmen gestärkt werden.
6. Lechhausen langfristig hitzefest gestalten
Neben kurzfristigen Maßnahmen braucht Lechhausen unbedingt auch eine langfristige Strategie zur Klimaanpassung. Dazu gehören die schrittweise Entsiegelung von Straßen und Plätzen sowie die Pflanzung zusätzlicher Straßenbäume nach dem Vorbild anderer Augsburger Stadtteile, beispielsweise entlang der Ulmer Straße in Oberhausen. Gleichzeitig sollen öffentliche Gebäude wie Stadtteilzentren, Bibliotheken oder andere städtische Einrichtungen als klimatisierte Rückzugsorte während Hitzeperioden zur Verfügung stehen. So entsteht dauerhaft ein Stadtteil, der auch bei steigenden Temperaturen lebenswert bleibt.
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Petition am 15. Juli 2026 erstellt