Neuigkeit zur PetitionHerr Minister Dobrindt, setzen Sie die Istanbul-Konvention endlich um #saveXXDEUTSCHE FEMIZIDE – KONSEQUENZ, WENN GLEICHSTELLUNG IN DEUTSCHLAND NUR NOCH AUF DEM PAPIER EXISTIERT
Professor Dr. Kristina WolffDeutschland
21.03.2026

Selbst das Bundekriminalamt erkennt an, dass fehlende Gleichstellung die zunehmende Gewalt gegen Mädchen und Frauen befeuert.
Im Bundeslagebild zu geschlechtsspezifisch gegen Frauen gerichtete Gewalt (Berichtsjahr 2024) ist nachzulesen: „So zeigen die Ergebnisse des Lagebildes, dass Gewalt an Frauen – deutlicher als Gewaltkriminalität insgesamt – weiterhin ansteigt. Ein Erklärungsansatz für den Ursprung dieser Gewalt und dem deutlichen Erstarken von einstellungsbezogener Hasskriminalität liegt in einer Ideologie der Ablehnung von Gleichberechtigung und Gleichwertigkeit der Geschlechter. Diese kann als Bedrohung traditioneller Rollenbilder aufgefasst werden, denn eine Emanzipation von Frauen kann eine Gefahr für die wahrgenommene „natürliche Ordnung“ darstellen. Verstärkt wird diese Wahrnehmung durch den fortschreitenden gesellschaftlichen Wandel zu mehr Gleichberechtigung, den Menschen, die rigide an traditionellen Normen festhalten, als beunruhigend empfinden.“

Gleichstellung von Mädchen und Frauen ist in unserer Verfassung verankert, in Artikel 3 (2) heißt es dazu wörtlich: "Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin."

In der Region Hannover allerdings läuft’s ganz anders.

How it started: 
„Sehr geehrte Professorin Dr.in Kristina Felicitas Wolff,
(…), 
sind Sie und Ihre Arbeit schon sehr lange ein Begriff für uns. Heute wende ich mich im Namen des „Forums gegen häusliche Gewalt“ in der Region Hannover mit einer Anfrage an Sie:
In der Region Hannover, zu der 1,2 Millionen Einwohner*innen zählen, gab es in den letzten Jahren immer wieder Femizide. In diesem Jahr wollen wir eine Fachveranstaltung für Praktiker*innen, Gleichstellungsbeauftragte, Vertreter*innen aus der Regionspolitik und weitere Interessierte zu dem Thema ausrichten. Diese wird am Mittwoch, den 13.5.2026 von 9 bis 13 Uhr im Haus der Region in Hannover stattfinden und wir würden Sie sehr gerne als Expertin dazu einladen.
(…)
Wir würden uns sehr freuen, Sie als Expertin bei der Forumssitzung dabei zu haben. Unsere Vorstellung wäre ein ca. 30-minütiger Vortrag in Präsenz, der das Thema aus feministisch-politischer Perspektive beleuchtet. Für die Veranstaltung haben wir als weiteren Vortragenden Prof. Dr. Tillmann Bartsch von der Uni Göttingen zur Vorstellung seiner Studie zu „Femiziden in Deutschland“ gewinnen können. (…)“  

vs. How it’s going: 
“ Ich möchte Ihnen für Ihr Interesse und Ihre Bereitschaft danken, zu uns nach Hannover zu kommen! Auf Grund unserer Vorplanungen der Sitzung haben wir uns jedoch dafür entschieden, bei der Vorstellung der Studie durch Herrn Tillmann Bartsch zu bleiben.“


Wieder einmal bekommt ein Mann den exklusiven Vorrang.

Was dabei so irritierend ist? 
Die Anfrage kam aus dem Büro der Gleichstellungsbeauftragten.

Wichtig zu wissen: 
Der vorgezogene Referent ist Projektleiter der Studie FemiziDE. 
Eine in 2025 veröffentlichte Studie, die über einen Zeitraum von 3 Jahren Tötungsdelikte gegen Frauen untersuchte:

  • Ausschließlich Fälle aus dem Jahr 2017;
  • Die Studie ist nicht repräsentativ;
  • Stattdessen haben die Studienleiter die Vokabel "Femizid" autonom so definiert, dass sie ihr ohnehin zu geringes n (= Masse der zu untersuchenden Fälle) noch weiter reduzieren konnten;
  • Die Studie mündet im Ergebnis in der Forderung nach einer Implementierung und Finanzierung eines „German Homicide Monitor“ – also ganz weit weg von der Forschungsfrage zu Femiziden.

Die Entscheidung der Gleichstellungsbeauftragten der Region Hannover, allein zu Gunsten eines Mannes, der die Problematik Femizid aktiv minimiert, wird auch weiterhin nicht folgenfrei bleiben.
In der Nacht zu Montag, 23. März 2026, hat ein 49 Jahre alter Mann eine 38-Jährige Frau in Barsinghausen getötet und ein 13-jähriges Mädchen lebensgefährlich verletzt. 

Wir brauchen Eure Unterstützung.
Denn wir brauchen JETZT strukturelle Veränderung: https://gofund.me/61028b475

Credits für das Foto @ Christine Blohmann, Die Hoffotografen, Berlin

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