

(Auch!) Der Juni 2025 zeichnet Deutschland als Nation aus, in dem Frauenleben flächendeckend nichts wert sind: Am 16. Juni erwürgt ein Gewalttäter in Willershausen, Niedersachsen, seine 30-jährige Lebensgefährtin bevor er sich mit dem Auto suizidiert. Die Presse nutzt das Vokabular „Unfall“, nicht #FEMIZID. Auch, dass der Täter/Töter unbeteiligte Dritte im öffentlichen Raum massiv gefährdete, beliebt medial (wieder!) in Gänze unerwähnt.
Am 15. Juni wird zufällig die Leiche einer jährigen Frau aus Bad Aibling, Bayern im Wald entdeckt. Sie galt seit dem 11. November 2024 als vermisst. Ihr Ehemann ist in Haft.
Ebenfalls am 15. Juni zerrt ein einschlägig vorbestrafter Gewalttäter in Künzelsau in Baden-Württemberg seine 39-jährige Ex-Partnerin schwer verwundet und nur mit Slip und Schuhen bekleidet durch die Stadt bevor er sie kidnappt und über mehrere Tage weiter schwer misshandelt. Rein zufällig kann sie sich befreien und überlebt.
https://www.sueddeutsche.de/bayern/bayern-femizide-auswertung-2024-li.3269713
Bayern unter Innenminister Joachim Herrmann führt auch im Juni 2025 die Monatsstatistik zu Gewalt gegen Frauen deutlich an, die Quote von mehr als drei getöteten Frauen pro Monat bleibt erfüllt.
In Günzburg hatte ein Gewalttäter am Pfingstmontag seine über 70-jährige Großmutter umgebracht; In München erstach ein Gewalttäter, ebenfalls am 9. Juni, seine 76-jährige Mutter und in Neuburg an der Donau bringt ein Gewalttäter am 6. Juni mit seinem unverantwortlichen Fahrverhalten eine 57-jährige Frau um und verletzt zudem seine 73-jährige Beifahrerin schwer. Ein weiterer Gewalttäter rast am 7. Juni in Passau in eine Menschenmenge, in der sich auch seine Ex-Frau und seine 5-jährige Tochter aufhalten – fünf Menschen werden im öffentlichen Raum schwer verletzt, überleben rein zufällig.