Petition updateHerr Minister Dobrindt, setzen Sie die Istanbul-Konvention endlich um #saveXXMUTTERTAG 2024 - IN DEUTSCHLAND SIND FRAUEN NICHT EINMAL VOR IHREN SÖHNEN SICHER: STOPPT FEMIZIDE
Professor Dr. Kristina WolffGermany
May 12, 2024

Abseits von Blumen und Pralinen - lasst uns heute, am Muttertag, bitte einen gemeinsamen, realen Blick auf die Mütter in Deutschland werfen: Im Jahr 2023 haben in 20 dokumentierten Fällen Kinder ihre Mutter getötet, dabei war der jüngste Täter 20, der älteste 60 Jahre alt. 

  • 15.12.2023: † Bietigheim-Bissingen (Baden-Württemberg), 52 Jahre
  • 12.12.2023: † Dortmund (Nordrhein-Westfalen), 63 Jahre
  • 25.11.2023: † Weener (Niedersachsen), 87 Jahre
  • 29.10.2023: † Berlin (Berlin), 69 Jahre
  • 28.09.2023: † Lübeck (Schleswig-Holstein), 55 Jahre
  • 26.09.2023: † Hamburg (Hamburg), 63 Jahre
  • 23.08.2023: † Berg (Bayern), 56 Jahre
  • 07.08.2023: † Neuss (Nordrhein-Westfalen), 57 Jahre 
  • 05.08.2023: † Bremen (Bremen), 59 Jahre
  • 24.07.2023: † Meiningen (Thüringen), 69 Jahre
  • 21.06.2023: † Dillingen (Saarland), 67 Jahre
  • 05.06.2023: † Herne (Nordrhein-Westfalen), 86 Jahre
  • 16.05.2023: † Bettmar (Niedersachsen), 83 Jahre
  • 10.05.2023: † Hamburg (Hamburg), 67 Jahre
  • 08.05.2023: † Offenbach (Hessen), 54 Jahre
  • 28.04.2023: † Duisburg (Nordrhein-Westfalen), 53 Jahre
  • 05.03.2023: † Thiersheim (Bayern), 54 Jahre
  • 14.02.2023: † Freiburg (Baden-Württemberg), 78 Jahre
  • 24.01.2023: † Nützen (Schleswig-Holstein), 81 Jahre
  • 05.01.2023: † Planegg (Bayern), 46 Jahre.

Darüber hinaus wurde am 15. Juni 2023 eine 83-jährige Frau in Delmenhorst (Niedersachsen) von ihrem Enkel umgebracht. In der deutlichen Mehrzahl der Fälle wurden die Mütter erstochen, aber auch Kabelbinder, Äxte sowie eine 2,5 kg schwere Hantel und eine Schusswaffe dienten den Söhnen als Werkzeuge zum Töten. Den Männern/Söhnen/Tätern/Tötern mit überwiegend deutscher Staatsangehörigkeit, ist die Unfähigkeit, ihre eigene Gefühlswelt zu kontrollieren gemein. 
 
Dass 2023 kein „männliches Gewalt-Ausnahmejahr“ ist, belegen die ersten 4,5 Monate in 2024: Bereits zehn Männer im Alter zwischen 17 und 55 Jahren haben ihre Mutter getötet: 
 
04.05.2024: † Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen), 86 Jahre
30.04.2024: † Husum (Schleswig-Holstein), 39 Jahre
20.04.2024: † Waldbronn (Baden-Württemberg), 69 Jahre
17.04.2024: † Brechen (Hessen), 75 Jahre
26.03.2024: † Hohentengen (Baden-Württemberg), 58 Jahre
24.03.2024: † Großbeeren (Brandenburg), 63 Jahre
03.03.2024: † Magdeburg (Sachsen-Anhalt), 42 Jahre
17.02.2024: † Münnerstadt (Bayern), 55 Jahre
26.01.2024: † Villingen-Schwenningen (Baden-Württemberg), 57 Jahre
05.01.2024: † Aurich (Niedersachsen), 87 Jahre

Zu keinem der grausamen Femizide gibt es aus den zuständigen Ministerien BMFSFJ, BMI, BMG oder BMJ eine Reaktion – geschweige denn eine nationale Handlungsstrategie zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen.

Auch die amtierende Bundesfrauenministerin Lisa Paus scheint den inhumanen Zustand kontinuierlicher Menschenrechtsverletzungen sowie die immensen flankierenden Kosten der männlichen Gewaltexzesse völlig in Ordnung zu finden, anders ist nicht mehr nachzuvollziehen, dass auch sie sich stur auf leere Worte beschränkt und den Etat fürs Hilfesystem weiter einkürzt.

In Deutschland gibt es Gewaltschutzgesetze zum Schutz von Mädchen und Frauen. Allerdings: Was nutzen diese, wenn der Staat sich beharrlich nicht darum kümmert, ob sie angewandt werden?

Dreizehn Jahre nach ihrer Einführung ist die Istanbul-Konvention in Deutschland immer noch außer Sichtweite. Bei so wenig gelebter Rechtsstaatlichkeit in Deutschland schaut Frau extrem neidisch auf die fähigen Köpfe in Australien: https://www.bbc.com/news/world-australia-68989354 

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fotocredits @Liv Bruce @unsplash

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