
12 brutal getötete Frauen alleine im Dezember 2019 – mehr als jeden zweiten Tag eine verloren.
171 deutsche Femizide seit Januar 2019 und der BGH stärkt die Täterargumentation - trotz Istanbul-Konvention.
@BMFSFJ #giffey, @BMJV #lambrecht, @BMI #seehofer, @BMG #spahn: SIE FEIERN DIESES WEIHNACHTEN?
14. Dezember 2019 in Worms: Am helllichten Tag wird eine 30-jährige Frau von ihrem Ehemann mit einer Pistole auf den Kopf geschlagen. Sie schafft es, zu fliehen und muss ärztlich versorgt werden. Der Aggressor ist flüchtig. (Rheinland-Pfalz)
14. Dezember 2019 in Dortmund: Auf ihrem Heimweg wird eine 37-jährige Frau von einem Mann verfolgt, von hinten angegriffen, mehrfach mit einer Glasflasche gezielt im Gesichts- und Kopfbereich geschlagen und schwer verletzt. Als er die Zeugen bemerkt, flüchtet der Attentäter. (Nordrhein-Westfalen)
16. Dezember 2019 in Karlsruhe: Die 34-jährige Natalie W. will sich von ihrem Mann trennen. Dieser befürchtet, die beiden gemeinsamen Kinder nicht mehr zu sehen, erwürgt sie am 27.11.2017 und versteckte ihre Leiche in einer Garage. Nach Aufdeckung des Verbrechens in diesem Jahr wird der Lagerist wegen Totschlags zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt . „Eine zu hohe Strafe“, entschied jetzt der Bundesgerichtshof und gab der Revision der Verteidiger Dr. Holger Rostek und Peter Rostek statt. Der Tod seiner Frau sei ein Sexunfall gewesen, seine Frau habe nur zum Höhepunkt kommen können, wenn er sie gedrosselt habe. Das habe 2017 zu „einem verhängnisvollen Unfall“ geführt. Der BGH entschied: „Mit der Behauptung von Strangulationspraktiken beim Geschlechtsverkehr wollte der Angeklagte den Vorwurf der vorsätzlichen Tötung entkräften. Die Erklärung stellte sich insoweit als zulässiger Teil der Verteidigung dar und diente nicht lediglich dem Zweck, das Tatopfer herabzuwürdigen. Deshalb darf die Erklärung nicht straferschwerend gewürdigt werden.“ (Baden-Württemberg)
In einem weiteren Fall soll jetzt überprüft werden, ob bei dem „Sexunfall“ ein Tötungsvorsatz vorlag: https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Frau-beim-Sex-getoetet-Prozess-wird-neu-aufgerollt,aktuellhannover4306.html
16. Dezember 2019 in Spandau: Eine 29-jährige Frau wird am helllichten Tag abgestochen, im Hausflur gefunden und verstirbt wenig später in der Klinik. Der getrennt lebende Ehemann, der seine Frau, Pressemeldungen zufolge, mehrfach misshandelt und vergewaltigt habe soll und gegen den mehrere Strafverfahren laufen, wurde verhaftet. (Berlin)
17. Dezember 2019 in Itzehoe: Eine Mutter lebt getrennt von ihrem Mann. Dieser erschießt den 15-jährigen, gemeinsamen Sohn, bevor er sich suizidiert. Kindstötungen werden in der polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) nicht als Gewalttat gegen eine Frau erfasst. (Nordrhein-Westfalen)
17. Dezember 2019 am Landgericht Braunschweig: Eine 45-jährige Frau wird am 10. Juni 2019 aus Eifersucht vom Ehemann erstochen, sie hat sich trennen wollen. Vor den Augen der 10-jährigen Tochter, die versucht, das Attentat ihres Vaters zu verhindern. Zwei Tage dauert der vergebliche Überlebenskampf der Mutter. Für die Tat hatte die Staatsanwaltschaft eine lebenslange Haft wegen Mordes gefordert. Außerdem sollte die besondere Schwere der Schuld festgestellt werden. Das Landgericht Braunschweig unter Vorsitz von Dr. Ralf Polomski hingegen urteilt nur auf Totschlag. (Nordrhein-Westfalen)
IMMER NOCH:
Seit Montag, 14. Januar 2019 werden die 20-jährige Bisrat T. H. und ihr fünf Monate alter Sohn Mekson K. H. in Wabern vermisst.
Seit Montag, 18. Februar 2019 wird die 15-jährige Rebecca Reusch in Berlin vermisst.
Seit Sonntag, 23. Juni 2019 wird die 35-jährige Anna Smaczny aus Gelsenkirchen vermisst.
Seit Samstag, 06. Juli 2019 wird die 38-jährige Shahnaz Parven in Stuttgart vermisst.
Seit Samstag, 13. Juli 2019 werden die 16-jährige Tatjana und ihre 41-jährige Mutter Maria Gertsuski in München vermisst.
Seit Sonntag, 14. Juli 2019 wird die 24-jährige Nadine G. mit ihrem fünf Wochen alten Säugling in Nürnberg vermisst.
Seit Donnerstag, 18. Juli 2019 wird die 75-jährige Jutta Sajelian aus Eltville vermisst.
Seit Freitag, 23. August 2019 werden die beiden Mädchen Amya Kashit (9 Jahre) und Layla Kashit (8 Jahre) sowie ihr Bruder Subhi Kashit (5 Jahre) in Gera vermisst.
Seit Samstag 07. September 2019 wird die 26-jährige Mutter eines 5-Jährigen in Duisburg vermisst.
Seit Mittwoch, 25. September 2019 wird die 23-jährige Studentin Yolanda Klug in Leipzig vermisst.
Seit Montag, 30. September 2019 wird die 17-jährige Juliane Holzwart in Freisen vermisst.
Seit Donnerstag, 10. Oktober 2019 wird die 70-jährige Brigitte Späth, geborene Frese in Dieburg vermisst.
Seit Freitag, 18. Oktober 2019 wird die 57-jährige Susanne Tillmann in Ingolstadt vermisst.
Seit Mittwoch, 23. Oktober 2019 wird die 43-jährige Iryna U. in Frankfurt vermisst.
DEUTSCHLAND HAT VIELE GESICHTER.
Machen Sie sich Ihr Bild: https://www.instagram.com/saveXX_ger
(*) Stand 17.12.2019
Leider wird auch diese Petition regelmäßig zur Multiplikation destruktiver Parolen verschiedener Reichsbürger*innen und/oder AfDler*innen und/oder anderer Trolle, missbraucht. Die Namen derer, die sich hier auf unterstem Stammtisch-Niveau negativ auslassen wiederholen sich, die populistischen Inhalte bleiben gleich. Dazu erneut:
Nahezu jede bundesdeutsche Familie hat in ihrer Biographie eine Fluchtgeschichte, sei es auf Basis religiöser (Hugenotten), politischer (Weltkriege), sexueller (Homophobie) oder anderer Umstände. Es ist ein, sehr häufig passiv erworbenes, Privileg, in einem Land leben zu dürfen, dass es sich leisten kann, Bedürftigen Platz und Schutz anzubieten.
Insofern appelliere ich dringend an Alle, noch einmal sehr genau zu überlegen, ob man selbst, bzw. die eigene Familie vom o.g. Schutz, der hier wieder und wieder, qua rechtspopulistisch-hetzenden Kommentaren, per se in Frage gestellt wird, profitierte, bevor ein weiterer, gesellschaftsspaltender und, auch in Bezug auf das Petitionsthema, völlig deplatzierter Kommentar abgelassen wird.
#saveXX richtet sich in die diametral gegenteilige Richtung aus: Der o.g. Schutz möge endlich effizient auf die Gruppe der bedrohten, gefährdeten und bereits misshandelten Frauen ausgeweitet werden! So, wie es den Anforderungen des Grundgesetzes, der Istanbul-Konventionen und auch der UN-Menschenrechtscharta entspricht.
Für den fortwährenden Versuch, das Petitionsthema durch Zerfasern aufzuweichen, indem:
1.) Die Schuld pauschal "den Flüchtlingen/ Immigranten/ Ausländern" zugeschoben wird
2.) daraufhin festgestellt wird, damit sei die verbleibende Zahl der Tötungen so gering, dass
3.) kein Handlungsbedarf bestehe, weil es kein relevantes Thema mehr gäbe, bietet diese Petition keinen Raum.
Im Rahmen dieser Petition werden keine „wichtigen Informationen“ (Nationalität) unterschlagen/ verschwiegen: Die Gewaltexzesse sind das Corpus Delicti, nicht der Pass.
Dem Grundsatz „don’t feed the Troll“ folgend, werde ich meine Energie nicht weiter auf das Kommentieren der sich kontinuierlich wiederholenden, abstrusen Entgleisungen verschwenden, sondern auf das Ziel einer messbar effizienten Reduktion der Gewaltverbrechen an Frauen fokussiert blieben.