
Liebe Community, liebe Unterstützer*innen,
Rückblick: am 13. November habe ich/haben wir die vier zuständigen Minister*innen Frau Dr. Giffey, Frau Lambrecht, Herrn Seehofer und Herrn Spahn in Berlin auf ihre Verantwortung hingewiesen und sie (erneut!) aufgefordert, ihrem Mandat endlich gerecht zu werden: https://www.facebook.com/Change.orgDeutschland/videos/444407542927642/ - es wäre natürlich super, wenn Sie/Ihr gewohnt zuverlässig teilt und multipliziert!
Zwischenzeitlich haben wir im aktuellen Jahr 2019 mindestens 153 (*) Mädchen und Frauen an männliche Gewalt verloren.
21. November 2019 in Aachen: Eine 89-jährige Frau wird tot in ihrer Wohnung gefunden, ermittelt wird wegen Totschlags, so die Pressemeldung. (Nordrhein-Westfalen)
Ausblick: Morgen ist der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen 2019. Morgen wird unsere Bundesfrauenministerin die Zahlen zur PKS 2018 (**) öffentlich vorstellen.
Es ist unwahrscheinlich, das Frau Dr. Giffey zur registrierten Kriminalität zitiert: „Die Kriminalitätsbelastung der Frauen ist in allen Altersgruppen erheblich geringer, als die der jeweiligen männlichen Altersgruppen.“
Ebenso unwahrscheinlich ist die Erwähnung, dass in 2018 insgesamt 390.732 Mädchen/Frauen (10.686 mehr als in 2017) Opfer vollendeter Straftaten wurden.
Stattdessen wird sie, aller Wahrscheinlichkeit nach, von einem Rückgang der vollendeten Tötungsdelikte in 2018 gegen Mädchen und Frauen sprechen: 340 (in 2018) zu 351 (in 2017).
Sie wird, aller Wahrscheinlichkeit nach, verschweigen, dass Mädchen/Frauen in 2018 insgesamt 739 Mal (564 in 2017, d.h. plus 23,6%) Opfer versuchter Tötungsdelikte waren.
Sie wird, aller Wahrscheinlichkeit nach, unerwähnt lassen, dass auch in 2018 die Masse tatverdächtiger Stalker 218.867 (218.041 in 2017, d.h. plus 826) weiterhin zugenommen hat.
Zudem wird sie, aller Wahrscheinlichkeit nach, ebenso unerwähnt lassen, dass in 2018 auch die Anzahl der vollendeten Körperverletzungen gegen Mädchen/Frauen 218.867 (218.041 in 2017, d.h. plus 826) zugenommen hat.
Wahrscheinlich aber ist, dass sie einen neuen Etat in Höhe von 800.000,- € und die Initiative «Stärker als Gewalt» als DIE Abhilfe schaffenden Maßnahmen präsentiert.
Wohlwissend, dass davon den akut von Gewalt betroffenen Mädchen und Frauen kein einziger Cent zu Gute kommt.
Wohlwissend, dass ihr Ministerium für 2020 eine Budgetkürzung von satten 18% zu (Präventiv-)Maßnahmen vorgenommen hat.
Wohlwissend, dass sie, nach weit über einem Jahr, weder mit einer Gesamtstrategie, noch mit präventiven, d.h. VOR DER GEWALTERFAHRUNG, nachhaltig wirkenden Maßnahmen aufwarten kann.
Das alles tut die Bundesfrauenministerin Dr. Giffey, obwohl wir alle bereits heute wissen, dass die in einem Jahr fällige Zahlenbilanz zu gewaltsam getöteten Mädchen und Frauen in 2019 ERNEUT KATASTROPHAL ausfallen wird.
Wie unglaublich beschämend für den reichen Rechts- und Sozialstaat BRD!
IMMER NOCH:
Seit Montag, 14. Januar 2019 werden die 20-jährige Bisrat T. H. und ihr fünf Monate alter Sohn Mekson K. H. in Wabern vermisst.
Seit Montag, 18. Februar 2019 wird die 15-jährige Rebecca Reusch in Berlin vermisst.
Seit Sonntag, 23. Juni 2019 wird die 35-jährige Anna Smaczny aus Gelsenkirchen vermisst.
Seit Samstag, 06. Juli 2019 wird die 38-jährige Shahnaz Parven in Stuttgart vermisst.
Seit Samstag, 13. Juli 2019 werden die 16-jährige Tatjana und ihre 41-jährige Mutter Maria Gertsuski in München vermisst.
Seit Sonntag, 14. Juli 2019 wird die 24-jährige Nadine G. mit ihrem fünf Wochen alten Säugling in Nürnberg vermisst.
Seit Donnerstag, 18. Juli 2019 wird die 75-jährige Jutta Sajelian aus Eltville vermisst.
Seit Freitag, 23. August 2019 werden die beiden Mädchen Amya Kashit (9 Jahre) und Layla Kashit (8 Jahre) sowie ihr Bruder Subhi Kashit (5 Jahre) in Gera vermisst.
Seit Samstag 07. September 2019 wird die 26-jährige Mutter eines 5-Jährigen in Duisburg vermisst.
Seit Mittwoch, 25. September 2019 wird die 23-jährige Studentin Yolanda Klug in Leipzig vermisst.
Seit Montag, 30. September 2019 wird die 17-jährige Juliane Holzwart in Freisen vermisst.
Seit Donnerstag, 10. Oktober 2019 wird die 70-jährige Brigitte Späth, geborene Frese in Dieburg vermisst.
Seit Freitag, 18. Oktober 2019 wird die 57-jährige Susanne Tillmann in Ingolstadt vermisst.
Seit Mittwoch, 23. Oktober 2019 wird die 43-jährige Iryna U. in Frankfurt vermisst.
DEUTSCHLAND HAT VIELE GESICHTER.
Machen Sie sich Ihr Bild: https://www.instagram.com/saveXX_ger
(*) Stand 21.11.2019
(***) https://www.faz.net/agenturmeldungen/dpa/mehr-schutz-fuer-frauen-vor-gewalt-geplant-16501255.html
Leider wird auch diese Petition regelmäßig zur Multiplikation destruktiver Parolen verschiedener Reichsbürger*innen und/oder AfDler*innen und/oder anderer Trolle, missbraucht. Die Namen derer, die sich hier auf unterstem Stammtisch-Niveau negativ auslassen wiederholen sich, die populistischen Inhalte bleiben gleich. Dazu erneut:
Nahezu jede bundesdeutsche Familie hat in ihrer Biographie eine Fluchtgeschichte, sei es auf Basis religiöser (Hugenotten), politischer (Weltkriege), sexueller (Homophobie) oder anderer Umstände. Es ist ein, sehr häufig passiv erworbenes, Privileg, in einem Land leben zu dürfen, dass es sich leisten kann, Bedürftigen Platz und Schutz anzubieten.
Insofern appelliere ich dringend an Alle, noch einmal sehr genau zu überlegen, ob man selbst, bzw. die eigene Familie vom o.g. Schutz, der hier wieder und wieder, qua rechtspopulistisch-hetzenden Kommentaren, per se in Frage gestellt wird, profitierte, bevor ein weiterer, gesellschaftsspaltender und, auch in Bezug auf das Petitionsthema, völlig deplatzierter Kommentar abgelassen wird.
#saveXX richtet sich in die diametral gegenteilige Richtung aus: Der o.g. Schutz möge endlich effizient auf die Gruppe der bedrohten, gefährdeten und bereits misshandelten Frauen ausgeweitet werden! So, wie es den Anforderungen des Grundgesetzes, der Istanbul-Konventionen und auch der UN-Menschenrechtscharta entspricht.
Für den fortwährenden Versuch, das Petitionsthema durch Zerfasern aufzuweichen, indem:
1.) Die Schuld pauschal "den Flüchtlingen/ Immigranten/ Ausländern" zugeschoben wird
2.) daraufhin festgestellt wird, damit sei die verbleibende Zahl der Tötungen so gering, dass
3.) kein Handlungsbedarf bestehe, weil es kein relevantes Thema mehr gäbe, bietet diese Petition keinen Raum.