Actualización de la peticiónHerr Minister Dobrindt, setzen Sie die Istanbul-Konvention endlich um #saveXXAUS GEGEBENEM ANLASS – XII: 152 GEWALTSAM GETÖTETE FRAUEN & BERLIN
Professor Dr. Kristina WolffAlemania
16 nov 2019

Liebe Community, liebe Unterstützer*innen,

allen, die am Mittwoch Haltung zeigten, die sich an einem trüben Novembertag aufgemacht und positioniert haben: von ganzem Herzen DANKE!

Deutschlandfunk und EMMA haben mit ihrer Berichterstattung sofort reagiert und, vielleicht wird das eine oder andere Interview, das ich vor Ort, bzw. auch am Tag darauf gegeben habe, zum 25.11. veröffentlicht: Den Petitions-Start im Januar erinnernd ist das Event, u.a. mit den eindrücklichen Pressephotos ein Riesenschritt weiter in’s Bewusstsein unserer Gesellschaft!

Zwischenzeitlich haben wir 152 (*) Mädchen und Frauen verloren.

14. November 2019 in Westhausen: Eine 24-jährige Frau wird lebensgefährlich verletzt in ihrer Wohnung aufgefunden und erliegt ihren Verletzungen. Ein Tötungsdelikt kann demnach weiter nicht ausgeschlossen werden, so die Pressemeldung. (Baden-Württemberg)

15. November 2019 in Wülfrath: Zeitverzögert wird publik, dass ein Mann seine 87-jährige Mutter und seine 57-jährige Frau erschossen hat, bevor er sich suizidierte. Laut Pressemeldung bereits am 07.11.2019 (Nordrhein-Westfalen)

Vor’m Brandenburger Tor bin ich gebeten worden, meine Ansprache zu teilen und, gerade in Anbetracht des fortwährenden, nahezu täglichen Frauentötens, will ich der Bitte gerne entsprechen:

"147 unfassbare Anlässe, die uns hier und heute zusammenbringen. Mindestens. Wir stehen heute hier zusammen gegen Gewalt gegen Frauen. Gemeinsam gegen die schlimmste Form von Gewalt gegen Frauen, gegen den Femizid.

Danke an Euch alle! Danke, dass Ihr Euch heute auf den Weg hierher gemacht habt und so mit mir der 147 brutal umgebrachten Mädchen und Frauen in 2019 gedenkt.

Letzte Woche wurde ich -zum wiederholten Mal- gefragt, ob meine regelmäßigen Mails an die Parlamentarier*innen „denn wirklich DAS richtige Mittel seien“.

OK, was haben wir?

Da sind 147 brutal getötete Mädchen und Frauen auf der einen Seite. Andererseits das Genervtsein derer, die sich effizient dagegen einsetzen könnten, wenn sie denn nur wollten.

LEUTE, MEINT IHR DAS ERNST?

Wir haben aktuell 147 deutsche Femizide und die vier zuständigen Ministerien ignorieren die Istanbulkonvention konsequent. Allein die Vorgaben zu den Frauenhäusern werden nicht einmal zur Hälfte erfüllt.

Wir haben 147 deutsche Femizide und eine Datensammlung, ohne valide Daten.

Wir haben 147 deutsche Femizide und ein Justizapparat, der sich auf die Rechte der Täter/Töter fokussiert.

Wir haben 147 deutsche Femizide und eine Medienlandschaft, die mit Formulierungen wie „erweiterter Suizid“ die Getöteten (Frauen und Kinder) wider besseren Wissens posthum versachlicht.

Wir haben 147 brutal getötete Mädchen und Frauen und Gesellschaft kennt die Vokabel Femizd nicht einmal, weil auch die Bundesregierung die Definition der WHO ersatzlos ablehnt. 

Unter all diesen Umständen verspreche ich, dass ich auch künftig JEDEN friedlichen, legalen und vor allem lauten Weg beschreiten werde, um ein Bewusstsein für die männlichen, tödlichen, Gewaltexzesse zu schaffen. Ich werde meine Frequenz nicht verringern, sondern, im Gegenteil, ich werde sie hochfahren.

Und, ich hoffe, Ihr bleibt alle mit dabei.

Und ich bitte Euch alle, tut das Gleiche: Teilt, streut und multipliziert. Klar, laut und deutlich. Leise und zurückhaltend und nachsichtig waren wir alle lange genug und es hat mindestens 147 (**) Mädchen und Frauen das Leben gekostet.

Das kontinuierliche Töten und Morden ist unseres demokratischen Rechts- und Sozialstaats nicht würdig.

WIR BRAUCHEN DEN GESAMTGESELLSCHAFTLICHEN WILLEN, GEWALT GEGEN FRAUEN IN JEDER FORM ZU ÄCHTEN!

Frau Dr. Giffey, wohin sind die 6,1 Millionen Euro aus Ihrem Haushalt für die aktuelle Legislaturperiode versickert?

Wo ist der zugesagte Aktionsplan?

Wo sind die Ergebnisse Ihres runden Tischs?

147 brutal getötete Mädchen und Frauen und die Bundesfrauenministerin kürzt den Präventions-Etat um satte 18%.

Frau Dr. Giffey, Sie sind angesprochen!

Frau Lambrecht, Sie sind angesprochen!

Herr Seehofer, Sie sind angesprochen!

Herr Spahn, Sie sind angesprochen!

Sie, alle vier sind in der Verantwortung!

Ich fordere Sie auf: FANGEN SIE ENDLICH DAMIT AN, IHREM MANDAT GERECHT ZU WERDEN!"

 

IMMER NOCH:

Seit Montag, 14. Januar 2019 werden die 20-jährige Bisrat T. H. und ihr fünf Monate alter Sohn Mekson K. H. in Wabern vermisst.

Seit Montag, 18. Februar 2019 wird die 15-jährige Rebecca Reusch in Berlin vermisst.

Seit Sonntag, 23. Juni 2019 wird die 35-jährige Anna Smaczny aus Gelsenkirchen vermisst.

Seit Samstag, 06. Juli 2019 wird die 38-jährige Shahnaz Parven in Stuttgart vermisst.

Seit Samstag, 13. Juli 2019 werden die 16-jährige Tatjana und ihre 41-jährige Mutter Maria Gertsuski in München vermisst.

Seit Sonntag, 14. Juli 2019 wird die 24-jährige Nadine G. mit ihrem fünf Wochen alten Säugling in Nürnberg vermisst.

Seit Donnerstag, 18. Juli 2019 wird die 75-jährige Jutta Sajelian aus Eltville vermisst.    

Seit Freitag, 23. August 2019 werden die beiden Mädchen Amya Kashit (9 Jahre) und Layla Kashit (8 Jahre) sowie ihr Bruder Subhi Kashit (5 Jahre) in Gera vermisst.

Seit Samstag 07. September 2019 wird die 26-jährige Mutter eines 5-Jährigen in Duisburg vermisst.

Seit Mittwoch, 25. September 2019 wird die 23-jährige Studentin Yolanda Klug in Leipzig vermisst.

Seit Montag, 30. September 2019 wird die 17-jährige Juliane Holzwart in Freisen vermisst.

Seit Donnerstag, 10. Oktober 2019 wird die 70-jährige Brigitte Späth, geborene Frese in Dieburg vermisst.

Seit Freitag, 18. Oktober 2019 wird die 57-jährige Susanne Tillmann in Ingolstadt vermisst.

 

DEUTSCHLAND HAT VIELE GESICHTER.

Machen Sie sich Ihr Bild: https://www.instagram.com/saveXX_ger

 (*) Stand 15.11.2019

(**) Stand 10.11.2019

Leider wird auch diese Petition regelmäßig zur Multiplikation destruktiver Parolen verschiedener Reichsbürger*innen und/oder AfDler*innen und/oder anderer Trolle, missbraucht. Die Namen derer, die sich hier auf unterstem Stammtisch-Niveau negativ auslassen wiederholen sich, die populistischen Inhalte bleiben gleich. Dazu erneut:

Nahezu jede bundesdeutsche Familie hat in ihrer Biographie eine Fluchtgeschichte, sei es auf Basis religiöser (Hugenotten), politischer (Weltkriege), sexueller (Homophobie) oder anderer Umstände. Es ist ein, sehr häufig passiv erworbenes, Privileg, in einem Land leben zu dürfen, dass es sich leisten kann, Bedürftigen Platz und Schutz anzubieten.

Insofern appelliere ich dringend an Alle, noch einmal sehr genau zu überlegen, ob man selbst, bzw. die eigene Familie vom o.g. Schutz, der hier wieder und wieder, qua rechtspopulistisch-hetzenden Kommentaren, per se in Frage gestellt wird, profitierte, bevor ein weiterer, gesellschaftsspaltender und, auch in Bezug auf das Petitionsthema, völlig deplatzierter Kommentar abgelassen wird.

#saveXX richtet sich in die diametral gegenteilige Richtung aus: Der o.g. Schutz möge endlich effizient auf die Gruppe der bedrohten, gefährdeten und bereits misshandelten Frauen ausgeweitet werden! So, wie es den Anforderungen des Grundgesetzes, der Istanbul-Konventionen und auch der UN-Menschenrechtscharta entspricht.

Für den fortwährenden Versuch, das Petitionsthema durch Zerfasern aufzuweichen, indem:
1.) Die Schuld pauschal "den Flüchtlingen/ Immigranten/ Ausländern" zugeschoben wird
2.) daraufhin festgestellt wird, damit sei die verbleibende Zahl der Tötungen so gering, dass
3.) kein Handlungsbedarf bestehe, weil es kein relevantes Thema mehr gäbe, bietet diese Petition keinen Raum.

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