

Liebe Community, liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
Wir sind jetzt ganz kurz vor 60.000! Soooo viel Support, wow. Als ich die Petition aufgesetzte, habe ich nicht ansatzweise damit gerechnet: MEGA!
Andererseits habe ich auch nicht damit gerechnet, dass wir immer noch nicht der kritischen Masse entsprechen, deren Thema es zu beachten gilt. Und das, obwohl es für etliche von uns nach wie vor keinerlei Schutz (*), sondern ausschließlich das Grauen exzessiver, männlicher Gewalt gibt:
23. März in Reinickendorf: Während eines Streits in einer Wohnung hält ein Mann seiner 34-jährigen Frau ein Messer an den Hals und drückt ein mit Batteriesäure getränktes Tuch in ihr linkes Auge. Nach dem Angriff kämpfen die Ärzte im Krankenhaus um das Sehvermögen der schwer Verletzten, sie wird dauerhafte Schäden davontragen. Die beiden 9 und 14 Jahre alten Kinder des Paares sind Zeugen des Angriffs. (Berlin)
05. April 2019 in Kiel: Ein Zeuge ruft die Polizei, als er eine Frau aus dem Fenster um Hilfe schreien hört, weil sie mit einem Messer bedroht wird. Die Einsatzkräfte rekonstruieren, dass der Mann die 41-jährige Frau zunächst auf dem Bett fixiert, sie dann mehrfach geschlagen und gewürgt hat, bevor er letztlich ein Kissen auf ihr Gesicht drückte. Die Rechtsmedizin bestätigt, dass die Frau beinahe erstickt wäre. (Schleswig-Holstein)
07. April 2019 in Spandau: Am frühen Abend dringen Schreie aus einer Wohnung, Nachbarn alarmierten die Polizei. In der Wohnung selbst finden die Beamten eine 41-jährige Frau, die mit einer stark blutenden Stichwunde am Hals lebensgefährlich verletzt ist, vor. Dringend tatverdächtig? Der Lebensgefährte. (Berlin)
08. April in Falkenhagen: Ein Mann fügt seiner 41-jährigen Lebensgefährtin schwere Halsverletzungen zu. Anwohner alarmieren die Einsatzkräfte der Polizei, weil sie Schreie aus einer Wohnung hören. Rettungskräfte bringen die Schwerverletzte in ein Krankenhaus. (Brandenburg)
08. April in Erfurt: Auf offener Straße schlägt ein Mann mit einem Gegenstand in der Erfurter Altstadt auf seine 45-jährige Lebensgefährtin ein und verletzt sie schwer. Couragiert eingreifenden Passanten gelingt es, den Täter von der verletzten Frau ab- und bis zum Eintreffen der Polizei festzuhalten. (Thüringen)
09. April 2019 in Neuruppin: Ein Mann schlägt seine 38-jährige frühere Lebensgefährtin unvermittelt, packt sie am Hals und traktiert sie mit Tritten. Selbst mit Pfefferspray und Schlagstock gelingt es den Einsatzkräften der Polizei nicht, den aggressiven Täter zur Raison zu bringen, es sind vier weitere Beamte nötig, um den Mann zu fesseln, während die verletzte Frau behandelt werden muss. (Brandenburg)
09. April 2019 auf der Autobahn 57 bei Krefeld: Ein Mann verursacht an einer Autobahnauffahrt zunächst absichtlich einen Autounfall, indem er an der Ampel plötzlich beschleunigt und auf das vor ihm haltende Auto auffährt. Dann schlägt und würgt er seine neben ihm sitzende Frau, so bezeugt es ein Lkw-Fahrer, der die Szene beobachtet. Gemeinsam mit einem weiteren Zeugen zieht der Lkw-Fahrer die Frau aus dem Auto, während der Täter ohne seine Frau weiter auf die Autobahn auffährt, dort hält und augenscheinlich auf die Fahrbahn zu laufen versucht. Zeugen können das verhindern und den Täter bis zum Eintreffen der Polizei festhalten, während die verletzte Frau im Krankenhaus behandelt werden muss. Der Attackierende ist bereits polizeibekannt. (Nordrhein-Westfalen)
09. April 2019 in Lohmar: Als Einsatzkräfte der Polizei wegen häuslicher Gewalt zu Hilfe gerufen werden, treffen sie einen äußerst aggressiven Mann vor. Während eines Streits hatte dieser seine Frau massiv bedroht und geschlagen – letztlich gelang ihr die Flucht aus der Wohnung. Der Täter leistet auch gegenüber den alarmierten Polizeibeamten so massiven Widerstand, dass diese sich gezwungen sahen, Pfefferspray einzusetzen, um die Angriffe des Mannes zu beenden. Der Angreifer darf die gemeinsame Wohnung nun für zehn Tage nicht betreten. (Nordrhein-Westfalen)
09. April 2019 in Wandsbek: Ein Mann verbarrikadiert sich mit seiner Freundin in einer Wohnung. Nachdem er droht, sie und sich selbst mit einem Messer umzubringen, stürmt die Polizei mit einem Großaufgebot die Wohnung und überwältigt den Täter. Bereits im Vorfeld soll er seine Freundin geschlagen haben. (Hamburg)
10. April 2019 in Neustadt: Ein Mann attackiert seine 32-jährige Lebensgefährtin, er soll sein Opfer zunächst gewürgt und anschließend mit einem Messer verletzt haben, bevor er erfolglos versuchte sich zu suizidieren. Im gemeinsam bewohnten Haus wird die Lehrerin mit lebensbedrohlichen Verletzungen aufgefunden, sie muss notoperiert werden. Im Haus befanden sich zum Tatzeitpunkt auch zwei Kinder – eines davon tätigte den Notruf. (Brandenburg)
10. April 2019 in Steilshoop: Anwohner alarmieren die Polizei, weil sie ein Paar lautstark streiten hören. Ein Mann droht damit, sich und seine Frau umzubringen. Als herbeigerufene Einsatzkräfte eintreffen, bedroht er sie mit den Scherben einer zertrümmerten Scheibe. (Hamburg)
11. April 2019 in Flensburg: Am Morgen kommt es in der gemeinsamen Wohnung zu einem Streit zwischen zwei Eheleuten. Der Mann attackiert seine 39-jährige Frau und verletzt sie mit einem Fahrradschloss so schwer, dass sie stirbt. Bei der Einsatzstelle gehen mehrere Notrufe ein, jede Hilfe kommt zu spät: Die Einsatzkräfte finden die Frau tot in der Wohnung auf. Der Staatsanwaltschaft zufolge waren die vier Kinder des Paares im Alter von 6, 10, 13 und 16 Jahren zum Zeitpunkt der Tötung in der Wohnung. (Schleswig-Holstein)
11. April 2019 in Mülsen: Gegen 06:30 Uhr zerrt ein Mann eine 13-jährige Schülerin in einen weißen, fensterlosen VW-Kastentransporter. Der Van ist im Inneren Sitz-los, am Wagenäußeren ist keine Aufschrift angebracht. Schlagend und tretend gelingt es dem Mädchen, sich loszureißen und zu flüchten, sobald der Täter nach kurzer Fahrt auf einem Feld stoppt. Sie muss im Krankenhaus behandelt werden. Der ca. 20 bis 30 Jahre alte Täter (schlank, gepflegtes Äußeres, kurze, blonde Haare, die an den Seiten abrasiert sind) ist derzeit flüchtig. (Sachsen)
Von sehr vielen Opfer wissen wir nichts, über andere (Verletzte/ Vermisste) wird nicht weiter berichtet.
Weit vor Ablauf der ersten Jahreshälfte 2019 haben wir -MINDESTENS!- 42 gewaltsam getötete Mädchen, bzw. Frauen zu beklagen.
@ Bundesjustizministerin Dr. Katarina Barley #barley
@ Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey #giffey,
Zweiundvierzig gewaltsam getötete Mädchen und Frauen in diesem jungen Jahr - Wie können Sie ruhig schlafen?
Obwohl beide Ministerinnen #barley #giffey nicht nur verantwortlich, sondern selbst beide Frauen, beide Mütter, beide Mitglieder der gleichen Partei sind, obwohl der in Sachen Bürokratie zu überwindende Dienstweg aktuell so kurz ist, wie er es nach dem 26. Mai sicher lange nicht mehr sein wird: NULL REAKTION, DIE ZUSTÄNDIGEN MINISTERINNEN FÜHLEN SICH NICHT ZUSTÄNDIG.
Stattdessen ein ganz beschämendes Wegsehen, Weghören Wegschweigen und Weggehen.
ES REICHT!
ES MUSSTEN BEREITS VIEL ZU VIELE MÄDCHEN UND FRAUEN STERBEN!
„Das Grundvertrauen der Leute in die Handlungsfähigkeit des Staates ist erschüttert, wenn sie das Gefühl haben, dass die, die Verantwortung tragen, die Kontrolle verlieren.“ Dr. F. Giffey (***)
ABSOLUT!
Und es kann nicht sein, dass dieses hochsensible Thema, das in meiner persönlichen Wahrnehmung bei Petra Kelly und Gert Bastian startet, in einem Rechtsstaat wie der BRD weiterhin gedeckelt und allein der rechten Liga als gesellschaftsspaltende Wahl-Hetze überlassen wird.
Lasst uns bitte gemeinsam versuchen, weiter mehr zu werden: Wenn jeder(r) von uns nur eine einzige weitere Unterschrift generieren kann – vielleicht fühlen sich die Ministerinnen bei 120.000 Unterzeichner*innen in der Verantwortung? Let’s try!
Ich danke Euch/Ihnen allen für’s weiterhin unermüdlich multiplizieren und zum Unterzeichnen motivieren: Ich hoffe, wir schaffen es gemeinsam, ein ministeriales Umdenken zu erreichen und so wenigstens weitere Tötungsdelikte einzuschränken!
Danke Ihnen/Euch allen! Und ganz besonderen Dank allen User*innen unter Ihnen/Euch, die darüber hinaus den lästigen Trollen fleißig Paroli bieten.
Ihnen/Euch allen eine gute und gewaltfreie Zeit,
Prof. Dr. Kristina Wolff
(*) https://www.zdf.de/dokumentation/zdfzoom/zdfzoom-frauenhaeuser-in-not-100.html
(**) Stand 11. April 2019
(***) https://www.wr.de/politik/familienministerin-franziska-giffey-frauen-koennen-alles-id214142161.html