

Erstickt, erwürgt, erdrosselt - im traurigen Gedenken an einige der getöteten Opfer, für die jede Hilfe zu spät kam:
07. Januar 2018 in Hof: Eine 19-jährige Frau verbringt den Jahreswechsel bei ihren Eltern, kehrt am Dreikönigstag in ihr Zuhause zurück und trifft dort auf ihren Exfreund, der dringend tatverdächtigt ist, die junge Mutter erwürgt zu haben, während das 1-jährige, gemeinsame Kind sich zur Tatzeit ebenfalls in der Wohnung aufhält. Der Mann soll die Frau bereits im Vorfeld immer wieder geschlagen haben. Noch ein Jahr nach der Tat soll ein vermeintlicher Zeuge den Mörder nach wie vor mit einem Alibi schützen, der SoKo fehlen neue Ermittlungsansätze.(Bayern)
21. Januar 2018 in Dresden: Ein getrenntlebender Mann hat seine kleine Tochter öfter zu Besuch, am Tattag bringt er sie jedoch nicht wie vereinbart zurück zur Mutter. Er ist nicht erreichbar, die Mutter alarmiert die Polizei. „Bei der Überprüfung der Wohnung des Mannes in Dresden hatten Polizeibeamte das leblose Mädchen in der Wohnung entdeckt.“, so der Oberstaatsanwalt. Eine Gerichtsmedizinerin stellt später fest, dass das 3-jährige Mädchen „auf quälende Weise erstickt“ wurde, sich vehement gewehrt hat. Motiv? Rache an seiner Ehefrau, die sich einige Monate zuvor von ihm getrennt hat.
(Sachsen)
08. Februar 2018 in Deining: Der Alarm erfolgt gegen Mitternacht, auf Grund eines Anrufs von einem besorgten Angehörigen entdecken Einsatzkräfte in einem schmucken Häuschen mit gepflegtem Garten eine 53-jährige, tote Frau. Ihr ebenfalls vor Ort angetroffener, verletzter Lebensgefährte mordete aus Eifersucht, weil sie eine Affäre hatte. Er schlug seine Lebensgefährtin zunächst mit einer zwei Kilogramm schweren Hantelstange zu Boden, bevor er sie erwürgte. (Bayern)
10. Februar 2018 in Petershausen: Unter dem Vorwand, mit ihnen Fasching feiern zu wollen, lädt ein Mann seine beiden, jeweils 40-jährigen Bekannten in seine Wohnung ein. Dort macht er sie mit K.O.-Tropfen im Nusslikör wehrlos, quält und vergewaltigt sie. Die eine Frau stranguliert er laut Anklage mit einem Baumwolltuch und Klebeband, schändet dann ihre Leiche. Im Anschluss quält und misshandelt er die zweite, schließlich stranguliert er sie mit bloßen Händen zu Tode. Er habe eine "ausgeprägte Wut auf Frauen" und "ausgeprägte Fantasien, Frauen Gewalt anzutun", so die Staatsanwältin. (Bayern)
05. April 2018 in Langen: Um 07:00 Uhr zeigt ein Mann sich auf der Polizeiwache an, er habe seine 39-jährige Ehefrau getötet. Die beliebte Grundschullehrerin wurde, während sich die beiden gemeinsamen Kinder (13, 16) im Nebenzimmer aufhielten, im Schlaf mit Kissen erstickt. (Hessen)
17. April 2018 in Neunkirchen: Polizisten, Rettungskräfte, ein Notarzt und sogar Feuerwehrleute rücken gegen 16:30 Uhr aus, doch die Verletzungen des Opfers sind zu stark: Die 21-jährige Frau verstirbt kurze Zeit später im Saarbrücker Klinikum, sie wurde erwürgt. Der Täter? Ihr Ex-Freund. Im Vorfeld der Tat wurde sie von ihm derart bedroht, dass sie aus der ehemals gemeinsamen Wohnung zu ihrer Schwester zog. Die Drohung sinngemäß: Sie habe ihn belogen und betrogen. Er werde sie dafür an den Haaren aus dem Haus ziehen und erwürgen. Aus Sicht der Staatsanwaltschaft hat der Täter seine Exfreundin aus Eifersucht und gekränkter Eitelkeit erwürgt, so wie er es in den sozialen Netzwerken vor der Tat ausdrücklich ankündigte. Verurteilt jedoch wurde er letztlich nicht wegen Mordes, sondern wegen Totschlags. (Saarland)
22. Mai 2018 in Wiesbaden: Ein 14-jähriges Mädchen wird vermisst. Sie ist an diesem Tag mit Freunden unterwegs gewesen und abends nicht wie abgesprochen nach Hause zurückgekommen. Nach einer groß angelegten Suche wird sie am 06.06.2018 in einem schwer zugänglichen Gelände am Rande eines Gewerbegebietes gefunden, in direkter Nähe der B455 und der A66. Sie ist wohl in der Nacht zum 23. Mai von zwei Männern vergewaltigt worden und starb letztlich an "Gewalteinwirkungen am Hals". (Hessen)
25. Mai 2018 in Berlin: Eine 30-jährige Frau wird in einem Park getötet, als sie eine Kaffeepause in der Sonne einlegen will. Der Täter versucht, sie zu vergewaltigen, dann, um die erste Tat zu verdecken, erstickt er sie, so bestätigte es ein Sprecher der Staatsanwaltschaft auf Anfrage. (Berlin)
22. Juni 2018 in Reinickendorf: Aus Geldgier ermordet ein Mann seine Nachbarin: Nachdem er sich das Vertrauen der 49-jährigen Frau erschlichen hat, erwürgt der Familienvater sie wegen 15.889,- €, um seine Schulden begleichen zu können. Im Anschluss verstaut er die Leiche in einem Rollkoffer und fährt sie nach Thüringen, wo er sie schließlich in einer Waldsenke nahe der A9 ablegt. (Berlin)
16. Juli 2018 in Heidelberg: In einem Haus werden Vater und Tochter gefunden, beide tot. Die Obduktion der Leichen bestätigt, dass der Vater beide absichtlich mit den Abgasen eines Holzkohle-Einweggrills erstickte. Ein Abschiedsbrief liefert das Motiv: Die Mutter hatte vor, mit ihrer 5-jährigen Tochter ins europäische Ausland zu ziehen.
20. Juli 2018 in Rath: Ein Familienvater hat am Morgen mit seiner Frau videotelefoniert. Im Verlauf dessen kommt es zum Streit, der Mann verschanzt sich und droht seiner Frau, die gemeinsame 7-jährige Tochter zu töten. Hilflos muss die Mutter ansehen, wie ihr Mann das gemeinsame Kind zunächst mit einer Waffe bedroht und kurze Zeit später durch „massive Gewalteinwirkung gegen den Hals“ tötet. „Er hat das Kind als Druckmittel verwendet und es aus Wut getötet“, so die Zusammenfassung der zuständigen Staatsanwältin. (Nordrhein-Westfalen)
31. Juli 2018 in Helmstedt: Ein Mann vergewaltigt eine 63-jährige Frau auf einem Spielplatz und erwürgt sie dabei. Sogar die Verteidigung räumt im Prozess die Grausamkeit der Tat ein. Das Strafmaß bleibt jedoch unter den Anträgen von Staatsanwaltschaft und Verteidigung. Begründung? „Wir gehen davon aus, dass Sie davon ausgegangen sind, das wird schon gut gehen“, so der Richter. (Niedersachsen)
08. August 2018 in Billstedt: Ein Mann tötet seine Stieftochter kurz vor ihrem 25. Geburtstag. Bereits im Vorfeld kündigt er der von ihm getrenntlebenden Ehefrau per Textnachricht sein Vorhaben an, ebenso seinen Suizid. Einem Polizeisprecher zufolge ist die 24-jährige Frau durch Gewaltanwendung gegen den Hals gestorben. Der eigene Vater habe für seine Tat Kabelbinder benutzt, um ihr so lange die Luft abzuschneiden, bis sie endgültig aufhört zu atmen. (Hamburg)
11. September 2018 in München: Bei Mäharbeiten wird am Feringasee wird die verkohlte Leiche einer 35-jährigen Frau gefunden. Der Leichnam, mutmaßlich in Brand gesteckt, ist so stark verkohlt, dass eine Identifizierung zunächst nicht möglich ist. Nachdem ihr Lebensgefährte seine Freundin bei der Polizei als vermisst gemeldet hat, fällt der Verdacht schnell auf ihn selbst zurück: Er machte widersprüchliche Aussagen bei der Polizei und wirkte seltsam kühl und gefasst. Wie die Tat genau abgelaufen ist, darüber wird im Prozess lange gestritten. Nach Darstellung des Täters soll es sich um „ein schreckliches Unglück“ handeln. Klar ist, dass die Frau erwürgt wurde, bevor er sie in Brand steckte. Sie war am Tattag früher von einer Dienstreise zurückgekehrt. Als seine Geliebte an der Haustüre klingelt, kommt es zum Streit zwischen Täter und Opfer. Nach Überzeugung der Strafkammer wollte der Angeklagte mit seiner Geliebten ein neues Leben anfangen: „Er hat mit dem Feuer, er hat mit zwei Frauen gespielt", so der vorsitzende Richter. (Bayern)
09. Oktober 2018 in Heilbronn: Eine Arbeitgeberin meldet ihren Mitarbeiter als vermisst, nachdem dieser nicht zur Arbeit kommt. Die Polizei fährt daraufhin zur Wohnung und findet ein totes Ehepaar. Nach Abschluss der Obduktion ist klar, dass der Mann seine Frau erwürgt und sich anschließend suizidiert hat. Als Motiv wird die Absicht der Frau, sich von ihm zu trennen angenommen. (Baden-Württemberg)
30. November 2018 in Sankt Augustin: Eine 17-jährige Berufsschülerin lernt einen polizeibekannten Mann kennen und geht mit ihm mit zu seiner Unterkunft. Nach einem Streit erwürgt er sie – angeblich habe sie ihn schwer beleidigt. (Nordrhein-Westfalen)