Petition update#helftNick - Nick bangt um sein Leben!Hilfeplanung gescheitert, Sozialamt Krefeld leistet keine Integrationshilfe

Christian SchmidtGermany
Jul 23, 2015
Liebe Unterstützer/innen von Nick,
leider gibt es keine guten Neuigkeiten. Gottschalk (Sozialamt Krefeld) kommt nicht zum Hilfeplangespräch am 16.07., das Sozialamt Krefeld leistet keine Integrationshilfe und weigert sich die Hilfefeststellung durch zu führen - trotz Verpflichtung des Landes Sozialgerichtes Celle vom 01. Juli 2015!
#HelftNick, bitte teilt die Petition und macht mobil, denn Nick möchte endlich echte Teilhabe am Leben #Inklusion...fehlende Eingliederungshilfe gefährdet das Kindeswohl..und verletzt #Grundrecht #Menschenrecht #UNBehindertenrechtskonvention
http://www.change.org/helftnick
Insbesondere die Stadt Krefeld will keine pädagogische Fachkraft für Nick im Bereich der Schule und Freizeitgestaltung (trotz gesetzlicher Regelung) finanzieren und die selbstbestimmte Teilhabe in der Freizeit auf maximal 20 Stunden in der Woche und 3 Rollstuhltransporte limitieren,
-bei einem 14 jährigen Kind, das ständig 1-zu-1 Hilfe benötigt, weil es nicht sprechen, nicht laufen, nicht stehen, nichts halten kann und einfach nichts ohne die Hilfe Dritter, so die Realität, mit Hilfe aber teilhaben, lernen und sich entwickeln kann. Das bedeutet, wenn Nick montags in die Bücherei möchte, dienstags zum Schwimmen, donnerstags zum Reiten fährt, er am Wochenende und den anderen Tagen nicht mehr die Oma besuchen, in den Zoo, oder andere Ausflüge mit der Familie unternehmen oder sich bei Freunden treffen kann.
Ebenso bekommt er keine qualifizierte unterstützte Kommunikation, wenn er mit seinem Bruder, Vater, Lehrer oder Freunden per augengesteuertem Computer erzählen will. Auch andere altersgerechte Beschäftigungsangebote fallen aus, weil er es selbst nichts sagen oder ohne fachgerechte Hilfe und Angebote nicht tun kann.
Er hat einen Sprachcomputer, mit dem er genau dies eben tun könnte, allerdings nicht angemessen kann, weil keine Fachkraft zur Verfügung steht.
Auch das Umfeld braucht qualifizierte Integrationshilfe um mit einem behinderten Kind wie Nick überhaupt umgehen und kommunizieren zu können.
Dafür braucht es fachkompetente Hilfe, womit Laien ohne Erfahrung völlig überfordert sind. Diese Erfahrung haben wir bereits mehrfach machen müssen, ebenso ist in einem Gutachten des LVR bestätigt worden, dass Nick einen fachkompetenten Inklusionsbegleiter benötigt und diese Aufgabe bei ihm nicht von Laien übernommen werden kann.
Gegen einen entsprechenden Bescheid der Stadt Krefeld habe ich daher Widerspruch eingelegt. Gleichzeitig haben wir eine Vollstreckung des Urteils beantragt und prüfen eine Verfassungsbeschwerde wegen Menschenrechtsverletzung.
Dass alles kann aber dauern und hilft Nick in diesem Moment nicht. Er ist gefangen in seinem Körper und die notwendige Hilfe zur echten Teilhabe, echten Inklusion durch erfahrene, qualifizierte Kräfte, die ihm nach deutschen Gesetzen und der UN-Behindertenrechtskonvention zu steht, bleibt aus.
Dank der DAK leistet, im Gegensatz zur Stadt Krefeld, diese zumindest noch die fachgerechte vollumgängliche medizinische Pflege bis zur genauen Aufklärung. Jedoch sieht die DAK, wie das Gericht auch, die Zuständigkeit bei Krefeld und will daher ihre Leistung zum 31.08. einstellen. Zudem decken die Pflegeleistungen eben keine pädagogische Fachkraft/qualifizierte bedarfsgerechte Integrationshilfe ab, die Nick so dringend braucht, um selbstbestimmt am Leben teilhaben, sich entwickeln und angemessen gefördert werden zu können.
Daher möchten wir Sie ganz herzlich bitten, weiter für Nick andere Menschen, Zeitungen, TV-Sender, Radiosender… zu mobilisieren und den öffentlichen Druck auf die Stadt Krefeld zu verstärken.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Herzliche Grüße
Christian Schmidt & Franziska Hinz
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