Actualización de la peticiónKeine Büsche und Bäume in Großkraftwerken verfeuern!Widerstand gegen die industrielle Holzverbrennung wächst weiter
Deutsche Umwelthilfe e. V.Berlin, Alemania
8 ago 2021

Immer mehr Betreibende von Kohlekraftwerken liebäugeln mit der Umrüstung auf Biomasseverbrennung. Dabei wurde sowohl bei dem nationalen Waldgipfel 2021 „Waldsterben 2.0“ als auch bei aktuellen Studien und Stellungnahmen deutlich, dass die großindustrielle Verfeuerung von Holz klima- und umweltschädlich ist. Wir fordern die Kanzlerkandidat:innen dazu auf, sich deutlich gegen die Holzverbrennung in ehemaligen Kohlekraftwerken zu positionieren!

EnBW, Onyx und STEAG - die Liste von Kraftwerksbetreibenden, die ihre Großkraftwerke auf Holzpelletverbrennung umrüsten wollen, wird immer länger. Alle machen sie sich große Hoffnungen auf eine staatliche Förderung, damit nicht nur tonnenweise Holzpellets, sondern auch Unsummen an Steuergeldern in ehemaligen Kohlekraftwerken verfeuert werden können. Die klare Botschaft von uns an die Beitreibenden der Kohlekraftwerke in Rostock, Altbach/Deizisau, Wilhelmshaven, Bremen-Farge und Duisburg-Walsum lautet dagegen: Lasst diesen klimaschädlichen und umweltzerstörerischen Unfug!

Unseren Waldbeständen geht es unglaublich schlecht. Zahlreiche Hitzesommer und Unwetter bringen unsere wertvollen Wälder an ihre Belastungsgrenzen. Gebt dem Wald deshalb die Ruhe und Schonung, die er zur Regeneration braucht. Wir können es uns nicht erlauben, in Zeiten der Klimakrise die Nachfrage nach Holz in die Höhe zu schrauben und schon gar nicht, dass über die Hälfte der Holzernte direkt wieder verbrannt wird. Umrüstungsvorhaben von Kohlekraftwerken sorgen mit ihrer Holzverfeuerungslust für eine Zunahme des internationalen Raubbaus im Wald und den Verlust unserer Artenvielfalt.

Mit dieser Position gegen die Holzverbrennung in umgerüsteten Kohlekraftwerken stehen wir nicht alleine da. Sowohl ein Positionspapier des Deutschen Biomasseforschungszentrums (DBFZ) als auch eine Studie des Fraunhofer Instituts im Auftrag des NABU belegen, wie nachteilig und klimafeindlich solche Umbauten zur Stromerzeugung sind. So bergen mit Biomasse betriebene Kohlekraftwerke „Risiken für Biodiversität und Klima“; und „durch die Abholzung würden „wichtige CO2-Senken“ zerstört“. Auch der vergangene Woche stattgefundene Waldgipfel 2021 „Waldsterben 2.0“ forderte ein deutliches Umdenken bei der Holz- und Waldbewirtschaftung hin zur nachhaltigen Nutzung und weg von der energetischen Verbrennung.

Das Hamburger Vorhaben, namibisches Buschholz im Kohlekraftwerk Tiefstack zu verfeuern, musste darüber hinaus eine weitere, empfindliche Niederlage einstecken: Nachdem die Hamburger Umweltbehörde auf Grundlage des DUH-Gutachtens und weiterer Gutachten erklärt hatte, den Prüfprozess für die Verbrennung von Buschholz aus Namibia vorläufig auszusetzen und auf Antworten der Bundesministerien zu warten, kam jetzt die glasklare Einschätzung des Umweltbundesamtes (UBA), „dass das Vorhaben zur Verbrennung von Buschholz aus Namibia in Hamburg dem damit intendierten Klimaschutz nicht dient“.

Auch deshalb sagen wir weiterhin vehement NEIN zur Holzverbrennung in Großkraftwerken! Wir fordern die Kanzlerkandidat:innen auf, den geplanten Umrüstungen von Kohlekraftwerken zu großindustriellen Waldverbrennungsanlagen eine deutliche Absage zu erteilen. Garantiert uns, dass solch wahnwitzigen Projekte unter eurer Führung nicht stattfinden werden!

Unterstützt uns bei dieser Forderung und teilt diese Petition in eurem Bekannten- und Freundeskreis.

Eure Deutsche Umwelthilfe, ROBIN WOOD & Peter Wohlleben

Copiar enlace
WhatsApp
Facebook
X
Email