GIZ und BMZ: Fordern Sie jetzt die Freilassung von Baraa Odeh aus israelischer Haft!


GIZ und BMZ: Fordern Sie jetzt die Freilassung von Baraa Odeh aus israelischer Haft!
Das Problem
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Als Weltbürger:innen, Freund:innen und Familie von Baraa Odeh fordern wir hiermit ihre sofortige Freilassung.
Baraa ist eine 34-jährige palästinensische Entwicklungshelferin aus Ramallah. Sie hat einen Master in Gemeindepsychologie von der Birzeit Universität und arbeitet seit 10 Jahren für die GIZ (Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit), hauptsächlich im Bereich der Jugendhilfeprojekte. Baraa ist eine unglaublich bezaubernde und frohliche Person, eine hervorragende Autorin und eine begeisterte Kletterin. Sie ist mit einem Deutschen verheiratet, den sie während ihrer Entwicklungsarbeit in Palästina kennengelernt hat, und besucht regelmäßig ihre deutsche Familie und Freunde in Berlin.
Am 5. März wurde Baara verhaftet, als sie auf dem Rückweg von Deutschland die Brücke König Hossein (Allenby) in der Westbank überquerte. Sie wurde ins Damon-Gefängnis gebracht, wo sie derzeit festgehalten wird. Während der letzten drei Monate war sie in Israel unter dem, was in Israel „Administrativhaft“ genannt wird, inhaftiert. Dabei handelt es sich um eine Haft ohne Anklage oder Gerichtsverfahren und ohne klaren Entlassungszeitpunkt. Dies ist für die Gefangenen unglaublich gefährlich, da sie nicht nur menschenunwürdigen Bedingungen ausgesetzt sind, sondern auch mit der Angst leben müssen, nie wieder herauszukommen. Diese Praxis ist völkerrechtswidrig, da das Recht auf ein faires Verfahren ein unantastbares Menschenrecht ist, das in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte verankert ist. Am 19. März fand eine Anhörung statt, bei der Baraa der Mitgliedschaft in einer verbotenen politischen Gruppierung beschuldigt wurde.
Sie wird nicht nur ohne faires Verfahren festgehalten, sondern ist auch den schrecklichen Bedingungen in israelischen Gefängnissen ausgesetzt, die ihr extremen körperlichen und seelischen Schaden zufügen. Nach Angaben ihres Anwalts, der sie am 21. Mai zum letzten Mal besuchen konnte, hat sie sich aufgrund der katastrophalen Bedingungen in ihrer Zelle und des Mangels an sauberem Wasser, Nahrung, Hygieneartikeln und sauberer Kleidung eine schwere Infektion zugezogen. Sie leidet unter starken Unterleibsschmerzen, und das Gefängnis verweigert ihr trotz wiederholter Bitten um Medikamente oder andere Behandlungen, was ein weiterer Verstoß gegen ihre Menschenrechte und gegen Artikel 49 des "International Covenant on Civil and Political Rights" ist. Sie wurde Berichten zufolge wiederholt einer Leibesvisitation unterzogen und tätlich angegriffen.
Durch Baraa Odeh’s Verhaftung und die lange Haft ohne Gerichtsverfahren ist sie eine von mehr als 3.400 Palästinensern, die unter „Administrativhaft“ inhaftiert sind. Dies ist nicht nur eine Verletzung ihrer individuellen Rechte, sondern auch ein Skandal, in den sich auch Deutschland und die GIZ, für die Baraa 10 Jahre lang tätig war, verwickelt sehen, da sie sich weigern, die unmenschliche Misshandlung ihrer Mitarbeiterin zu verurteilen.
Auch die deutsche Regierung hat noch nicht auf die Verhaftung und illegale Inhaftierung eines ihrer Mitarbeiter in der Entwicklungshilfe reagiert. Das BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) hat gegenüber Al Jazeera erklärt, dass es sich nicht zu Einzelfällen äußert und „mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln daran arbeitet, die Hintergründe des Falles aufzuklären“, aber noch keinen Druck auf die israelische Regierung ausgeübt hat, um ihre Freilassung, ihr Recht auf ein faires Verfahren oder ihr Recht auf medizinische Versorgung zu erreichen.
Wir fordern die GIZ und das BMZ auf, im Einklang mit ihren erklärten Prinzipien in Palästina „Regierungsführung, Demokratie und Zivilgesellschaft sowie Friedenskonsolidierung und Resilienz“ zu handeln und die Freilassung von Baraa Odeh mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln zu erwirken.
Wie jeder Mensch auf der Welt hat Baraa das Recht auf ein faires Gerichtsverfahren, sofortige medizinische Versorgung und angemessenen Rechtsbeistand. Das Verhalten Israels scheint wieder einmal ohne Konsequenzen geblieben zu sein, nicht nur von Seiten der deutschen Regierung, sondern auch von Seiten der Institutionen wie der GIZ.
Diese Aggression darf nicht hingenommen werden, und wir müssen jetzt gemeinsam für ihre Freiheit stehen!
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Social Media & Kontakte:
Instagram @free.baraa
E-Mail free_baraa@proton.me
Artikel & Ressourcen:
Deutsch
https://taz.de/Menschenrechtlerin-ueber-GIZ-Angestellte/!6009316/
Englisch
https://menarights.org/en/case/baraa-awad-ahmed-odeh
https://menarights.org/en/articles/ngos-condemn-israels-targeting-palestinian-human-rights-defenders

Das Problem
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Als Weltbürger:innen, Freund:innen und Familie von Baraa Odeh fordern wir hiermit ihre sofortige Freilassung.
Baraa ist eine 34-jährige palästinensische Entwicklungshelferin aus Ramallah. Sie hat einen Master in Gemeindepsychologie von der Birzeit Universität und arbeitet seit 10 Jahren für die GIZ (Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit), hauptsächlich im Bereich der Jugendhilfeprojekte. Baraa ist eine unglaublich bezaubernde und frohliche Person, eine hervorragende Autorin und eine begeisterte Kletterin. Sie ist mit einem Deutschen verheiratet, den sie während ihrer Entwicklungsarbeit in Palästina kennengelernt hat, und besucht regelmäßig ihre deutsche Familie und Freunde in Berlin.
Am 5. März wurde Baara verhaftet, als sie auf dem Rückweg von Deutschland die Brücke König Hossein (Allenby) in der Westbank überquerte. Sie wurde ins Damon-Gefängnis gebracht, wo sie derzeit festgehalten wird. Während der letzten drei Monate war sie in Israel unter dem, was in Israel „Administrativhaft“ genannt wird, inhaftiert. Dabei handelt es sich um eine Haft ohne Anklage oder Gerichtsverfahren und ohne klaren Entlassungszeitpunkt. Dies ist für die Gefangenen unglaublich gefährlich, da sie nicht nur menschenunwürdigen Bedingungen ausgesetzt sind, sondern auch mit der Angst leben müssen, nie wieder herauszukommen. Diese Praxis ist völkerrechtswidrig, da das Recht auf ein faires Verfahren ein unantastbares Menschenrecht ist, das in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte verankert ist. Am 19. März fand eine Anhörung statt, bei der Baraa der Mitgliedschaft in einer verbotenen politischen Gruppierung beschuldigt wurde.
Sie wird nicht nur ohne faires Verfahren festgehalten, sondern ist auch den schrecklichen Bedingungen in israelischen Gefängnissen ausgesetzt, die ihr extremen körperlichen und seelischen Schaden zufügen. Nach Angaben ihres Anwalts, der sie am 21. Mai zum letzten Mal besuchen konnte, hat sie sich aufgrund der katastrophalen Bedingungen in ihrer Zelle und des Mangels an sauberem Wasser, Nahrung, Hygieneartikeln und sauberer Kleidung eine schwere Infektion zugezogen. Sie leidet unter starken Unterleibsschmerzen, und das Gefängnis verweigert ihr trotz wiederholter Bitten um Medikamente oder andere Behandlungen, was ein weiterer Verstoß gegen ihre Menschenrechte und gegen Artikel 49 des "International Covenant on Civil and Political Rights" ist. Sie wurde Berichten zufolge wiederholt einer Leibesvisitation unterzogen und tätlich angegriffen.
Durch Baraa Odeh’s Verhaftung und die lange Haft ohne Gerichtsverfahren ist sie eine von mehr als 3.400 Palästinensern, die unter „Administrativhaft“ inhaftiert sind. Dies ist nicht nur eine Verletzung ihrer individuellen Rechte, sondern auch ein Skandal, in den sich auch Deutschland und die GIZ, für die Baraa 10 Jahre lang tätig war, verwickelt sehen, da sie sich weigern, die unmenschliche Misshandlung ihrer Mitarbeiterin zu verurteilen.
Auch die deutsche Regierung hat noch nicht auf die Verhaftung und illegale Inhaftierung eines ihrer Mitarbeiter in der Entwicklungshilfe reagiert. Das BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) hat gegenüber Al Jazeera erklärt, dass es sich nicht zu Einzelfällen äußert und „mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln daran arbeitet, die Hintergründe des Falles aufzuklären“, aber noch keinen Druck auf die israelische Regierung ausgeübt hat, um ihre Freilassung, ihr Recht auf ein faires Verfahren oder ihr Recht auf medizinische Versorgung zu erreichen.
Wir fordern die GIZ und das BMZ auf, im Einklang mit ihren erklärten Prinzipien in Palästina „Regierungsführung, Demokratie und Zivilgesellschaft sowie Friedenskonsolidierung und Resilienz“ zu handeln und die Freilassung von Baraa Odeh mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln zu erwirken.
Wie jeder Mensch auf der Welt hat Baraa das Recht auf ein faires Gerichtsverfahren, sofortige medizinische Versorgung und angemessenen Rechtsbeistand. Das Verhalten Israels scheint wieder einmal ohne Konsequenzen geblieben zu sein, nicht nur von Seiten der deutschen Regierung, sondern auch von Seiten der Institutionen wie der GIZ.
Diese Aggression darf nicht hingenommen werden, und wir müssen jetzt gemeinsam für ihre Freiheit stehen!
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Die Entscheidungsträger*innen
Petition am 23. Mai 2024 erstellt