Germanwings-Absturz – Aufklärung und eine medizinische Kontrollinstanz für Pilot/innen!

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Betrifft:

Absturz von 4U9525, eingestellte Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Düsseldorf

Der Flug 4U9525 war ein Linienflug der Fluggesellschaft Germanwings von Barcelona nach Düsseldorf. Am 24. März 2015 zerschellte der den Flug absolvierende Airbus A 320-211 auf dieser Route auf dem Gebiet der Gemeinde Prads-Haute-Bleone im südfranzösischen Departement Alpes-de-Haute-Provence. Alle Insassen kamen dabei ums Leben.

Es besteht der unbedingte Wunsch vieler Angehöriger der Opfer, die gesamten Umstände des Absturzes aufzuklären. Ein Ziel dieser Petition ist es, eine Untersuchung einzuleiten, die Zusammenhänge und Verantwortlichkeiten feststellt und Lösungen öffentlich bekannt macht.

Die französische Untersuchungsbehörde BEA veröffentlichte ihren Abschlussbericht am 13.03.2016. Sie bestätigte ihre These aus dem Zwischenbericht, wonach sich der psychisch kranke Co-Pilot im Cockpit eingeschlossen und das Flugzeug bewusst und absichtlich zum Absturz gebracht habe. Andreas Lubitz habe nach Erkenntnissen der Ermittler zum Zeitpunkt des Absturzes Antidepressiva und Schlafmittel eingenommen. Eine eindeutige Diagnose konnten die Experten nicht ermitteln; „die Mehrheit der Expertengruppe die die BEA hinzugezogen hatte, geht jedoch davon aus, dass aufgrund der verfügbaren medizinischen Dokumentation von einer psychotisch-depressiven Episode, an der der Co-Pilot litt und die im Dezember 2014 begann und bis zum Unfalltag andauerte, ausgegangen werden könnte.“ Ein Arzt habe zwei Wochen vor dem Absturz eine mögliche Psychose bei Lubitz diagnostiziert und eine Einweisung in eine psychiatrische Klinik empfohlen.

Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen waren aber nicht an Germanwings weitergeleitet worden. Nachweislich haben sich die Ärzte an die Schweigepflicht gehalten. Niemand warnte vor dem Risiko.

Deshalb ist eine unserer Hauptforderungen ist die Einrichtung einer Kontrollinstanz wie einer flugmedizinischen Datenbank. Sie soll ermöglichen, dass sich Mediziner, die Flugpersonal behandeln, untereinander austauschen können, ohne die ärztliche Schweigepflicht zu verletzen. Auch Piloten mit gesundheitlichen Problemen könnten sich dieser Stelle anvertrauen, ohne den Verlust ihres Arbeitsplatzes zu fürchten.

In Frankreich gibt es eine solche Einrichtung für alle sicherheitsrelevanten Bereiche von Verkehrsbetrieben, Forschungseinrichtungen, Energiekonzernen und natürlich Flugpersonal. Auch in Deutschland ist solch eine Stelle seit Jahren im Gespräche. Sie würde das Fliegen sicherer machen.

Mit Ihrer Stimme können Sie dafür sorgen, dass diese sinnvolle Datenbank endlich auch in Deutschland ihre Arbeit aufnimmt.

Denn jeder ist irgendwann mal mit Bus, Bahn, Schiff oder Flugzeug unterwegs.

Es gilt ferner herauszufinden, wo Fehler im Umgang mit der Person des Co-Piloten gemacht wurden, wo Verantwortliche gar keine oder falsche Entscheidungen getroffen und damit den Tod von Menschen in Kauf genommen haben.

Warum enden in diesem Fall die Ermittlungen mit dem Tod des Verursachers und warum werden die Umstände nicht geklärt und öffentlich gemacht?

Wir sehen eine Lücke im Gesetz. Es ist im Interesse der Hinterbliebenen, diese Lücke aufzuzeigen und die Veränderung im Sinne des Rechtsstaates zu verlangen.

Wir sehen außerdem mit Befremden, dass diese weitreichenden Untersuchungen der Staatsanwaltschaft eines anderen Landes überlassen werden, das selber kein Opfer zu beklagen hat. Diese Untersuchungen sind vorrangig im eigenen Lande zu führen, denn die Erkrankung des Co-Piloten war in Deutschland und ebenso das letztendlich zum Absturz geführte Fehlverhalten der Behörden und zuständigen Stellen.

Der Bericht der BEA ist umfassend und detailliert, beschäftigt sich im Wesentlichen mit dem unmittelbaren Hergang und Verlauf des Fluges. Der vom Vater des Co-Piloten erhobene Vorwurf, der Türmechanismus wäre defekt gewesen, ist bei den Untersuchungen nicht festgestellt worden.

Der Bericht der BEA sagt nichts über die wichtigen Ereignisse im Lebenszeitraum des Co-Piloten vor dem Absturz aus. Eine Untersuchung darüber fehlt, da alle Ärzte sich auf die Schweigepflicht berufen haben. Diese kann nur durch juristische Aufarbeitung von einem Gericht aufgehoben werden.

Wir Hinterbliebenen fühlen uns von unserer Regierung im Stich gelassen. Alle vollmundigen  Beteuerungen, die in der Öffentlichkeit von Volksvertretern geäußert werden, empfinden wir als leere Worte, denen keine Taten folgen.

Uns Hinterbliebenen ist es sehr wichtig, umfassende Aufklärung zu bekommen. Die Veränderungen, die fraglos nach diesem Absturz eingeleitet werden müssen, sollen allen Menschen zugänglich gemacht werden, um Sicherheit für die nachfolgenden Flüge und Generationen zu erlangen.

Unseren toten Lieben muss Gerechtigkeit widerfahren.

Bitte unterstützen Sie mit einer Unterschrift unser Anliegen und verbreiten Sie die Petition.

Frank und Jana Noack
Manuela und Harald Höfer
Peter und Anke Venhoff                 
Sabine und Stefan Herzogenrath
Engelbert und Brigitte Tegethoff
Beate und Christine Maue
Andreas Entgelmeier
Anne Püntmann
Kirsten Bodem                    
Grit und Paul Weiland
David Nowak                 
Wilhelm Scheideler
Brigitte und Wolfgang Voss
Marlies Weiergräber
Thomas und Marion Siebe
Angelika Rathofer
Silke Fischer
Frank und Ulrike Blendermann
Melanie Nissen
Elke und Thorsten Peters
Birgit und Frank Gumpert   
Dominik Marcol
Ulrike und Ludwig Schonebeck   
Heidi, Frank und Günter Olthoff
Marianne und Laura Gumpert
Martina und Hannes Hartung
Sabine Wardenga-Gerdes
Heide und Manfred Meurer
Rainer und Ilka Bourgeois
Emine und Riza Celik
Hatice Atik                    
Brigitte, Marc und Jürgen Fischenich
Elke, Jürgen und Marvin Gortmann
Franziska Rempel
Claudia Schröter
Mukaddes Efe
Olga und Vassili Bryjak
Dimitri und Dominique Bryjak
Elisabeth Kraus
Irmgard Fiss
Kerstin Bleumer
Döndünur Yilmaz
Familie Hojjattoleslami


Zur Erinnerung:

Wir wollen vermeiden, dass wie im Fall der  Ereignisse zur Love-Parade 7 Jahre vergehen, bis die Regierung bereit ist, an sich selbstverständliche Untersuchungen einzuleiten.

Wir erinnern daran, dass die Tat des Co-Piloten an die 80 Waisen und Halbwaisen hinterlässt.

Wir erinnern daran, dass Menschen aus 20 Nationen unter den Opfern sind.

Wir erinnern daran, dass die Bundesregierung im Fall des Mörders Amri einen Untersuchungsausschuss gebildet hat. Im Falle des Mörders Lubitz ist sie untätig.



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