Gerechtigkeit für den Polizisten Simon Bohr


Gerechtigkeit für den Polizisten Simon Bohr
Das Problem
Am 21. August 2025 überfiel der damals 18-jährige Ahmet G. eine Tankstelle in Völklingen und wurde kurz darauf in der Innenstadt von Polizeioberkommissar Simon Bohr und weiteren Einsatzkräften gestellt. Bei der versuchten Festnahme kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung, in deren Verlauf der Täter einem Beamten die Dienstwaffe entriss und insgesamt 17 Schüsse abgab. Simon Bohr wurde dabei von mindestens drei Schüssen getroffen, unter anderem als er bereits wehrlos am Boden lag. Er erlag kurz darauf seinen schweren Verletzungen und hinterlässt eine Ehefrau sowie zwei Töchter.
Die Staatsanwaltschaft klagte den Täter wegen Mordes an. Das Landgericht Saarbrücken sprach ihn jedoch bezüglich der Tötung wegen Schuldunfähigkeit frei und ordnete lediglich die unbefristete Unterbringung in einer geschlossenen psychiatrischen Einrichtung an. Eine strafrechtliche Verurteilung erfolgte nur wegen des vorangegangenen Raubüberfalls nach Jugendstrafrecht.
Wir sind über dieses Urteil zutiefst erschüttert. Die Anordnung der Unterbringung bedeutet in der Konsequenz, dass keine strafrechtliche Schuld für die Tötung von Simon Bohr festgestellt wurde. Damit besteht die Perspektive, dass der Täter bei einem künftigen Therapieerfolg und einer entsprechenden medizinischen Prognose wieder in Freiheit gelangt, ohne jemals eine der Tat angemessene strafrechtliche Sanktion verbüßt zu haben. In der Psychiatrie zählt der Heilungsverlauf, im Gefängnis zählt die Sühne für die Tat – für diesen grausamen Mord gibt es laut diesem Urteil bisher keine Sühne.
Das bewusste Zugehen auf den bereits am Boden liegenden Beamten und die gezielten Schüsse auf ungeschützte Körperstellen legen ein orientiertes und planvolles Handeln nahe. Dies lässt eine vollständige Schuldunfähigkeit aus unserer Sicht zweifelhaft erscheinen und steht unserem Gerechtigkeitsempfinden entgegen.
Aus diesem Grund fordern wir mit dieser Petition die Staatsanwaltschaft auf, Revision als Rechtsmittel gegen dieses Urteil einzulegen. Wir fordern eine erneute, lückenlose Überprüfung der Feststellung der Schuldunfähigkeit durch weitere Gutachten. Ziel muss es sein, alle rechtlichen Mittel auszuschöpfen, damit die Tat als Tötungsdelikt strafrechtlich geahndet und Gerechtigkeit für Simon Bohr und seine Familie erreicht wird.
An Generalstaatsanwalt Dr. Manfred Kost und Oberstaatsanwalt Christian Nassiry: Wir appellieren an Ihre Verantwortung als Vertreter des öffentlichen Interesses. Bitte setzen Sie alles daran, die Revision erfolgreich zu führen, um die rechtliche Bewertung dieses Falls durch den Bundesgerichtshof überprüfen zu lassen. Ein Freispruch vom Vorwurf der Tötung wird der Schwere der Tat und dem dokumentierten Tatablauf nicht gerecht.
An Justizministerin Petra Berg und Innenminister Reinhold Jost: Wir fordern Sie auf, im Rahmen Ihrer politischen Verantwortung sicherzustellen, dass die Prüfung der Schuldfähigkeit bei solch massiven Gewaltverbrechen höchsten Standards entspricht. Dies ist von zentraler Bedeutung für das Vertrauen der Bevölkerung und der gesamten Polizei in die Funktionsfähigkeit unseres Rechtsstaats.
➡️ Unterstütze hier unsere Arbeit an der Kampagne sowie die weitere Verbreitung dieser Petition: https://www.paypal.com/pools/c/9o11oEhQyX ⬅️

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Das Problem
Am 21. August 2025 überfiel der damals 18-jährige Ahmet G. eine Tankstelle in Völklingen und wurde kurz darauf in der Innenstadt von Polizeioberkommissar Simon Bohr und weiteren Einsatzkräften gestellt. Bei der versuchten Festnahme kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung, in deren Verlauf der Täter einem Beamten die Dienstwaffe entriss und insgesamt 17 Schüsse abgab. Simon Bohr wurde dabei von mindestens drei Schüssen getroffen, unter anderem als er bereits wehrlos am Boden lag. Er erlag kurz darauf seinen schweren Verletzungen und hinterlässt eine Ehefrau sowie zwei Töchter.
Die Staatsanwaltschaft klagte den Täter wegen Mordes an. Das Landgericht Saarbrücken sprach ihn jedoch bezüglich der Tötung wegen Schuldunfähigkeit frei und ordnete lediglich die unbefristete Unterbringung in einer geschlossenen psychiatrischen Einrichtung an. Eine strafrechtliche Verurteilung erfolgte nur wegen des vorangegangenen Raubüberfalls nach Jugendstrafrecht.
Wir sind über dieses Urteil zutiefst erschüttert. Die Anordnung der Unterbringung bedeutet in der Konsequenz, dass keine strafrechtliche Schuld für die Tötung von Simon Bohr festgestellt wurde. Damit besteht die Perspektive, dass der Täter bei einem künftigen Therapieerfolg und einer entsprechenden medizinischen Prognose wieder in Freiheit gelangt, ohne jemals eine der Tat angemessene strafrechtliche Sanktion verbüßt zu haben. In der Psychiatrie zählt der Heilungsverlauf, im Gefängnis zählt die Sühne für die Tat – für diesen grausamen Mord gibt es laut diesem Urteil bisher keine Sühne.
Das bewusste Zugehen auf den bereits am Boden liegenden Beamten und die gezielten Schüsse auf ungeschützte Körperstellen legen ein orientiertes und planvolles Handeln nahe. Dies lässt eine vollständige Schuldunfähigkeit aus unserer Sicht zweifelhaft erscheinen und steht unserem Gerechtigkeitsempfinden entgegen.
Aus diesem Grund fordern wir mit dieser Petition die Staatsanwaltschaft auf, Revision als Rechtsmittel gegen dieses Urteil einzulegen. Wir fordern eine erneute, lückenlose Überprüfung der Feststellung der Schuldunfähigkeit durch weitere Gutachten. Ziel muss es sein, alle rechtlichen Mittel auszuschöpfen, damit die Tat als Tötungsdelikt strafrechtlich geahndet und Gerechtigkeit für Simon Bohr und seine Familie erreicht wird.
An Generalstaatsanwalt Dr. Manfred Kost und Oberstaatsanwalt Christian Nassiry: Wir appellieren an Ihre Verantwortung als Vertreter des öffentlichen Interesses. Bitte setzen Sie alles daran, die Revision erfolgreich zu führen, um die rechtliche Bewertung dieses Falls durch den Bundesgerichtshof überprüfen zu lassen. Ein Freispruch vom Vorwurf der Tötung wird der Schwere der Tat und dem dokumentierten Tatablauf nicht gerecht.
An Justizministerin Petra Berg und Innenminister Reinhold Jost: Wir fordern Sie auf, im Rahmen Ihrer politischen Verantwortung sicherzustellen, dass die Prüfung der Schuldfähigkeit bei solch massiven Gewaltverbrechen höchsten Standards entspricht. Dies ist von zentraler Bedeutung für das Vertrauen der Bevölkerung und der gesamten Polizei in die Funktionsfähigkeit unseres Rechtsstaats.
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Die Entscheidungsträger*innen
Kommentare von Unterstützer*innen
Petition am 1. April 2026 erstellt