Kein Solarpark in Grenz (Uckermark)

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Das Problem

Direkt bei Grenz, einem kleinen Ort in der Uckermark, in dem hinzugezogene und hier aufgewachsene Menschen friedlich zusammen leben, wird gerade ein 36 Hektar großer Solarpark geplant, auf zwei von einem Naturbruchwald getrennten Gebieten. Der linke Teilbereich ist ein wunderschönes brach liegendes Naturland, durchsetzt von kiefernbewachsenen Hügeln. Aufgrund des sandigen Bodens, der für eine landwirtschaftliche Nutzung unbrauchbar ist, hat sich hier eine artenreiche Trockenwiese gebildet, welche gemeinsam mit dem Naturbruchwald daneben zu einem Rückzugsort geworden ist - sowohl für Tiere (z.B. gefährdete Amphibien und Vogelarten) wie auch für Menschen, die hier leben oder zu Besuch kommen. Eine kleine Idylle inmitten einer ansonsten von Windkraft und intensiver Landwirtschaft geprägten Gegend.

Leider hat das Gebiet keinen offiziellen naturschutzrelevanten Status - die Brachfläche wird wegen der schlechten Bodenwerte als „minderwertiger Ackerboden“ geführt, was den Bebauungsplänen förderlich ist. 

Der andere, größere Teil des Bebauungsplanes ist konventionell bewirtschaftete Ackerfläche.

Die Gemeindevertretung Randowtal hat, ohne Rücksprache mit den Bürgern, mit knapper Mehrheit für die Aufstellung des Bebauungsplanes gestimmt und den Weg für die Planung damit freigemacht. 

Nun setzt sich eine große Gruppe Bewohner:innen dafür ein, diesen Solarpark noch zu verhindern.

Diese Petition richtet sich an die Gemeindevertretung Randowtal. Wir fordern, die Aufstellung des Bebauungsplanes rückgängig zu machen und den „Solarpark Grenz“ keinesfalls zu genehmigen. Unsere Kernargumente sind:

1. Wir sind generell für den Ausbau der Photovoltaik als wichtigen Teil der Energiewende. Allerdings gehören diese vor allem auf Gebäudedächer als Teil einer wichtigen Dezentralisierung der Energieerzeugung. Zusätzlich notwendige Freiflächenanlagen sollten nur auf bereits versiegelten Flächen, Randstreifen entlang der Autobahnen oder anderen unproblematischen Flächen gebaut werden dürfen. Laut verschiedener Studien würde ein solcher Ausbau für die Energiewende ausreichen!

2.Strom sollte aufgrund der hohen Leitungsverluste weitestgehend nach regionalem Bedarf regional erzeugt werden. Die Uckermark erzeugt bereits jetzt ein Vielfaches des eigenen Energiebedarfs!

3.Trockenwiesen sind äußerst reiche Biotoptypen und gehören zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas. Das Flurstück 86 (linker Teil des Planbereiches) sollte daher gemäß den Planungsrichtlinien der Planungsregion Uckermark-Barnim als Gebiet mit „besonders hochwertigem Landschaftsbild“ eingeschätzt und als „Erholungs- und touristisches Schwerpunktgebiet“ eingeordnet werden - klare Negativkriterien für die Planung.

4. Der rechte Teilbereich ist gutes Ackerland und sollte daher zur Erzeugung von Lebensmitteln bzw. Tierfutter verwendet werden. Umso mehr, als durch den Besitzerwechsel eine Umstellung von konventioneller zu ökologischer Landwirtschaft möglich wäre. Der zunehmende Import von Nahrungsmitteln erzeugt nur eine höhere CO2-Belastung, was die CO2-Bilanz des Solarparks weiter schmälern würde.

5. Die wirtschaftlichen Interessen eines Einzelnen dürfen nicht höher bewertet werden als die Interessen vieler Bürger. Neben der Gefährdung als Erholungsgebiet sprechen auch Aspekte der sanften wirtschaftlichen Entwicklung gegen den Solarpark. So  verdienen bereits einige Bewohner Geld mit touristischen Gästen, andere planen die Durchführung von naturnahen Seminaren und Workshops. Diese Pläne würden durch eine Einkesselung bzw. teilweisen Zerstörung eines der wichtigsten Biotope der Gegend erschwert. Ein weiteres Entwicklungspotential der Region besteht in der relativen Nähe zu Berlin und der damit verbundenen Attraktivität für gebildete, engagierte Menschen, die sich bewusst für ein ländliches Leben entscheiden. Ein Solarpark in unmittelbarer Nähe würde solche Menschen dagegen abschrecken.

 

Die Entscheidungsträger*innen

Gemeindevertretung Randowtal
Gemeindevertretung Randowtal

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