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Petition für sozial gerechte Betreuungsgebühren für alle Familien in Weinstadt !!!

Diese Petition war mit 1.007 Unterstützer/innen erfolgreich!


Die von der Kommune Weinstadt für den 01.01.2016 geplante Gebührenerhöhung, die am 17.12.2015 dem Gemeinderat zur Abstimmung vorgelegt werden soll führt dazu, dass abhängig von der Anzahl der Kinder und der gewählten Betreuungsform die tatsächlichen Kosten für die monatliche Betreuung real um 3,00€ bis maximal 305,00€ je Kind ansteigen, wobei die Gebühr für Einkindfamilien im Halbtagskindergarten für über 3-Jährige um 8 € monatlich gesenkt wird.

Nimmt man eine „Durchschnittsfamilie“ mit 2 Kindern an, die einen Altersunterschied von ca. 2 Jahren haben(1 Kind unter 3, 1 Kind über 3 Jahre ), dann erhöhen sich die monatlichen Betreuungskosten für beide Kinder zusammen je nach gewählter Betreuungsform um 38,00€ bis 197,00€.

Die geplante Reform senkt einerseits die Gebühren für Einkindfamilien im Halbtagskindergarten für über 3-Jährige um rund 8 % ab, sieht ansonsten aber eine Kostensteigerung von 2,8% (1 Kind in der Familie, Betreuung Regelzeit) bis maximal 458,8% (Familie mit 4 Kindern, Betreuung VÖ 6, Kind unter 3 Jahre) vor.

Dazu kommen bei bestimmten Betreuungsformen noch die Kosten für das Mittagessen, welche ab 2016 auf 70€ / Monat angehoben werden solle (derzeit 65 €/Monat).

Der Betreuungsbeginn für Betreuungsformen, die über die Halbtagsbetreuung oder den normalen Regelkindergarten hinausgehen also wahlweise 6, 7, 8 oder 10 Stunden war bisher in den alten Kinderhäusern zwischen 7.00 Uhr und 9.00 Uhr beginnend frei wählbar. Diese Option soll abgeschafft werden; künftig beginnen alle Betreuungsmodelle um 7.00 Uhr. Dies führt dazu, dass Familien, die nach 15 Uhr noch Betreuung benötigen, als einzige Alternative die Ganztagesbetreuung mit 10 Stunden buchen müssen, auch wenn tatsächlich nur 8 Stunden in Anspruch genommen werden.

Die Stadt Weinstadt ist zertifiziert als Familiengerechte Kommune. Zentrale Zielsetzungen sind der bedarfsgerechte Ausbau der Kleinkind- und vorschulischen Betreuungsangebote sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Beide sehen wir durch den vorliegenden Entwurf erheblich gefährdet.

Außerdem wird Bildung – hier insbesondere die frühkindliche Bildung – zu einem Gut, welches sich manche einfach nicht mehr leisten können.

 

Mit unserer Unterschrift bitten wir Sie:

1. den vorliegenden Entwurf für die Gebührenordnung am 17.12.2015 nicht zu verabschieden und eine sozial gerechtere Alternative mit einer gestaffelten und maßvollen Gebührenerhöhung auszuarbeiten.

2. den wählbaren Betreuungsbeginn (zwischen 7.00 Uhr und 9.00 Uhr) beizubehalten und vielen Familien somit die Wahl einer für sie günstigeren Betreuungsform zu ermöglichen.

 



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