Kein Parkhaus im Nägelesgraben in Rottweil!

Kein Parkhaus im Nägelesgraben in Rottweil!

0 haben unterschrieben. Nächstes Ziel: 5.000.
Bei 5.000 Unterschriften wird die Petition mit höherer Wahrscheinlichkeit von den lokalen Medien aufgegriffen!

Peter Mentner, Thomas Hahn, Frank Huber, Carl Soballa, Andreas Dreher hat diese Petition an Gemeinderat der Stadt Rottweil und gestartet.

Der Sommer kam in diesem Jahr spät, hat uns aber in den vergangenen Wochen doch noch mit Sonne verwöhnt. Bei dem schönen Wetter hat sich einmal mehr gezeigt, dass der Abenteuerspielplatz im Nägelesgraben ein Magnet für die Kinder aus allen Stadtteilen ist und der Park daneben von den Menschen aus Rottweil regelmäßig für Treffen und Picknick genutzt wird. Und das soll verschwinden? Nein!

Erfreulicher Weise hat Oberbürgermeister Ralf Broß am 19. Juli erklärt, dass die Entscheidung für den „Multimodalen Verkehrsknoten Nägelesgraben“ erst nach einer Bürgerversammlung „Parkhaus-Neubau“ fallen soll. Sie findet am Montag, den 25.10.2021 um 18 Uhr in der Stadthalle, Stadionstraße 40, 78628 Rottweil, statt.

Aus unserer Sicht ist es jetzt an der Zeit, diese dann hoffentlich von sehr vielen Bürgern der Stadt lebhaft geführte Diskussion vorzubereiten.

Ab sofort besteht die Möglichkeit, hier die Online-Petition gegen das Parkhaus am Nägelesgraben zu unterschreiben. Ein Votum, dass Gewicht haben wird. Machen Sie mit!

Zum Hintergrund:

Ein breiter Konsens besteht darüber, den Friedrichsplatz vom Busverkehr zu befreien. (Hoffentlich mit dem Ergebnis, dass er wieder ein Platz zum Verweilen wird!) Der Zentrale Umsteigeplatz (ZUP) soll künftig im Nägelesgraben sein. Soweit nachvollziehbar. Die Dimensionen des geplanten „Multimodalen Knotens“, die getroffenen Annahmen sowie die daraus sich ergebenden Konsequenzen sind es hingegen nicht: Dass wegen der Verlegung von zwei Bushaltestellen ein Verkehrsknotenpunkt inklusive neuem Parkhaus für bis zu 230 Autos entstehen soll, der doppelt so groß ist wie die Obere Hauptstraße, und der grüne Erholungsgürtel Nägelesgraben mit dem stark frequentierten Spielplatz zerstört werden soll, muss und darf nicht sein.

Denn erstens: Alle Bestrebungen der Stadt sollten darauf ausgerichtet sein, in der Zukunft große diesel-betriebene Gelenkbusse, die über weite Strecken des Tages leer sind, durch hochfrequente kleine E-Busse – wohlmöglich sogar autonom fahrend – zu ersetzen. Bundesweit gibt es bereits eine Vielzahl von Städten, in denen dies unter Beteiligung des Verbandes deutscher Verkehrsunternehmen im Modell erfolgreich erprobt wird. Und auch Ralf Broß hat bereits 2018 darüber diskutiert. Damals richtig erkannt: Nachhaltigkeit in puncto Verkehr bedeutet die Vermeidung von Lärm und Emissionen sowie minimale Flächennutzung bei optimaler Kosteneffizienz.

Zweitens: Grundsätzlich gilt, je mehr Verkehrs-Sog durch Individualverkehr – Reisebusse und PKWs – wir in die Stadt bringen, desto weniger Beruhigung werden wir erleben und desto weniger attraktiv ist Rottweil. Einer der wesentlichen Effekte der Landesgartenschau 2028 – „Wir holen das Grüne zurück in unsere innerstädtischen Quartiere und heben urbanes Wohnen im ländlichen Raum auf eine neue Qualitätsstufe.“ – würde so konterkariert.

Drittens: Die zur Diskussion stehenden Pläne lassen die Vermutung zu, dass die Verantwortlichen den Spielplatz am liebsten ganz gestrichen hätten. Bleiben würde lediglich ein Alibi. Das ist eine Geringschätzung von Familie und der nächsten Generation. Unsere Kinder wären einer erheblichen CO2- und Lärmbelastung sowie einer höheren Verkehrsgefährdung ausgesetzt. Wenn wir an den Punkt kommen, „Kinder oder Autos“, dann brauchen wir uns keine Gedanken mehr darüber machen, ob die Rottweiler Innenstadt zukünftig für Familien ein attraktives Zuhause bietet. Dann wird die Kernstadt in wenigen Jahren eine mehr und mehr Unbewohnte sein.

Viertens: Die Corona-Pandemie hat eine Veränderung unserer Arbeitswelt als nachhaltige Folge. Home Office wird nicht nur in Unternehmen, sondern hoffentlich bald auch in der Verwaltung zum Standard werden. Damit sind nicht nur die 80 Parkplätze der Stadt im KIK-Parkhaus bei weitem zu viel. Auch das zukünftige, großzügige Parkangebot an der Groß’schen Wiese wird deutlichen Spielraum bieten.

Im Konzept für die Landesgartenschau steht: „Wir leben Bürgerbeteiligung und entwickeln uns durch die Kreativität der Zivilgesellschaft weiter.“ Diesen Ball nehmen wir gerne auf, fordern die Argumente der Bürgerinnen und Bürger aufmerksam zu hören und sorgfältig abzuwägen, und sind bereit, ihnen, wenn erforderlich, mit einem Bürgerbegehren Nachdruck zu verleihen.

Peter Mentner, Thomas Hahn, Frank Huber, Carl Soballa und Andreas Dreher

0 haben unterschrieben. Nächstes Ziel: 5.000.
Bei 5.000 Unterschriften wird die Petition mit höherer Wahrscheinlichkeit von den lokalen Medien aufgegriffen!