Petition richtet sich an Gemeinderat der Stadt Freiburg und an 1 mehr

Erhalten Sie Freiburgs Kleingärten für ein gutes Stadtklima und mehr Integration

347
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Wir sind Gärtner aus der Kleingartensiedlung "Lehener Wanner" zwischen Sundgauallee und dem technischen Rathaus in Freiburg im Breisgau, welche schon seit der Nachkriegszeit besteht.

Das Land gehört teilweise der Stadt Freiburg und teilweise einer kirchlichen Stiftung. Dem 1. Bauabschnitt (von 3) der Verwaltungskonzentration mussten bereits 22 Kleingärten weichen. Nur 11 davon bekamen in unmittelbarer Nähe ein neues Stückchen Land als Ersatz. Einige Kleingärtner gaben - unter Tränen - gleich auf, so zum Beispiel ein altes Ehepaar, welches seinen Garten schon seit über 50 Jahren bewirtschaftete.

Aber nicht nur der Lehener Wanner wird vom Bauboom der Stadt und der großen Bauträger bedroht, sondern auch andere.

Im Widerspruch dazu gab es im Amtsblatt der Stadt Freiburg vom 24.02.2011 eine Aussage der Partei "Die Grünen", dass die Stadt bis zum Jahr 2020 weitere 500 Kleingärten schaffen möchte, um unsere MitbürgerInnen mit Migrationshintergrund besser zu integrieren.

Diese sind sehr an solchen Kleingärten interessiert, was wir bestätigen können, da wir bestens mit unseren ausländischen Gartennachbarn auskommen. Es ergibt sich so manches "Schwätzle" am Gartenzaun, oder es werden gemeinsame Aktionen unternommen.

Pächterwechsel sind selten, was bedeutet, dass sich die Menschen hier wohl fühlen, und alle haben sehr viel Liebe, Zeit und Arbeit in ihre Gärten gesteckt.

So ist ein Kleingarten meist die einzige Chance für Menschen mit geringem Einkommen, sich ein bisschen Natur zu erhalten. Sie können sich keine Villen mit Garten leisten, oft nicht einmal eine Wohnung mit Balkon. Außerdem bietet der Kleingarten die Möglichkeit, sich gesund und dennoch günstig zu ernähren. Jeder, der schon einmal in einem Bioladen eingekauft hat, weiß, wie teuer das ist, und nicht jeder kann sich Biokost leisten.

Kleingärten im Stadtgebiet kommen allen Freiburgern zugute.
Durch die große zusammenhängende Grünfläche, die in unterschiedlichster Weise bewirtschaftet wird, wirken die Gärten wie eine "grüne Lunge". An heißen Tagen bringen sie angenehme Abkühlung und tragen zur Senkung der Ozonwerte bei.
Denkbar wären auch Projekte wie "Tage der offenen Gärten" oder Projekte mit Stadtkindern, um ihnen die Natur näher zu bringen, und zu erklären woher ihre Nahrungsmittel kommen.

Die Gärten bieten vielen Tieren Schutz, so gibt es beispielsweise Igel, Molche, Frösche, seltene Insekten und Spinnen.

 

Wir möchten uns dafür einsetzen, dass Freiburgs Kleingärten in der Form wie sie seit Jahrzehnten bestehen, als grüne Oase im (fast) innerstädtischen Bereich und als Begegnungs- und Integrationsstätte, erhalten bleiben.

Dies umso mehr, als wir nun vor der großen Aufgabe stehen, die vielen Flüchtlinge in unsere Gesellschaft zu integrieren.

 

 

Diese Petition wird versendet an:
  • Gemeinderat der Stadt Freiburg
  • Oberbürgermeister der Stadt Freiburg
    Dr. Dieter Salomon


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