Gegenwind Gerolzhofen, Frankenwinheim, Lülsfeld, Schallfeld – NEIN zu noch mehr Windkraft!


Gegenwind Gerolzhofen, Frankenwinheim, Lülsfeld, Schallfeld – NEIN zu noch mehr Windkraft!
Das Problem
WICHTIG! Bei Unterschrift bitte den evtl. falsch vorbelegten Wohnort mit dem richtigen Wohnort überschreiben! Das ist wichtig für eine korrekte Auswertung!
Die Firma ABO Energy plant im Gebiet zwischen Gerolzhofen, Frankenwinheim, Schallfeld und Lülsfeld den Bau von vier Windkraftanlagen mit einer Höhe von jeweils 267 Metern!
Und das obwohl in unmittelbarer Nähe zwischen Frankenwinheim, Brünnstadt und Zeilitzheim bereits drei Windkraftanlagen in Betrieb sind und unsere Heimat mit regenerativer Energie massiv überversorgt ist.
Das Maß ist voll!
Wir sind eine parteiunabhängige Bürgerinitiative bestehend aus Bürgern aus Gerolzhofen, Frankenwinheim, Lülsfeld und Schallfeld und sprechen uns aus vielerlei Gründen entschieden gegen den geplanten Bau der vier Windkraftanlagen in unmittelbarer Nähe zur Wohnbebauung aus.
Wir geben den Anwohnern die Möglichkeit ihren gewählten politischen Vertretern sowie den Funktionsträgern gegenüber ein Zeichen zu setzen, dass die Realisierung dieses Projekts nicht gewünscht ist.
Details zu dem Projekt im Windvorbehaltsgebiet WK61 können bei dem Bauträger ABO Energy eingesehen werden. Vor allem die von ABO Energy erstellten Visualisierungen des Projekts von verschiedenen Standorten in den umliegenden Gemeinden sind empfehlenswert, da sie unserer Meinung nach besonders gut die Zerstörung des Landschaftsbildes aus allen Winkeln besonders realitätsgetreu belegt:
Windpark Geiersberg | ABO Energy
Aus folgenden Gründen sind wir gegen den Bau der geplanten Windkraftanlagen:
Kurzfassung
1. Das Maß an erneuerbaren Energien ist im Netzgebiet der ÜZ Mainfranken längst übervoll!
2. Die geplanten Windkraftanlagen sind massiv überdimensioniert! Unser Landschaftsbild und damit der Erholungsfaktor wird sich negativ verändern!
3. Die gesundheitlichen Gefahren und Beeinträchtigungen der Anwohner im Umfeld von Windkraftanlagen sind immer noch wissenschaftlich umstritten!
4. Der Abstand zur Wohnbebauung ist viel zu gering!
5. Frankenwinheim wird von Windkraft eingekesselt sein!
6. Die Anwohner wurden viel zu spät und unzureichend über dieses Projekt informiert. Das Mitspracherecht und die Beteiligung der politischen Vertreter wurde vom Bauträger bewusst umgangen!
7. Störender Schattenwurf!
8. Lärmbelastung – vor allem in den ruhigen Nachtstunden!
9. Immobilien werden an Wert verlieren!
10. Neues Bauland für junge Familien wird es in den umliegenden Gemeinden praktisch nicht mehr geben können!
11. Wenige Investoren und Grundstücksbesitzer (Anzahl ca. 50) profitieren, viele Anwohner in den umliegenden Gemeinden (Anzahl ca. 9.000) zahlen den Preis!
Ausführliche Fassung
1. Das Maß an erneuerbaren Energien ist im Netzgebiet der ÜZ Mainfranken längst übervoll!
Das Klimaziel, bis 2045 sämtlichen in Deutschland benötigten Strom regenerativ zu erzeugen, ist im Netz der Unterfränkischen Überlandzentrale schon seit Jahren erreicht. In unserer Heimat wurden demnach im Jahr 2022 rechnerisch 120% des benötigten Stroms bereits regenerativ erzeugt. Das Überangebot an regenerativem Strom zwingt die ÜZ zu massiven Investitionen in ihr Stromnetz, was den Strompreis für alle steigen lässt.
Die geplanten Anlagen würden Strom produzieren, der hier überhaupt nicht benötigt wird. Wir sind Stromexporteur für andere Regionen.
Nur weil Unterfranken offensichtlich windhöffiger und leichter zu bebauen ist als z.B. Niederbayern und Schwaben (hier stehen die wenigsten Windräder in Bayern), darf das nicht dazu führen, dass in unserer Heimat jeder vermeintlich verfügbare und rentable Quadratmeter mit Windrädern bebaut und unsere Landschaft verspargelt wird.
2. Die geplanten Windkraftanlagen sind massiv überdimensioniert! Unser Landschaftsbild und damit der Erholungsfaktor wird sich negativ verändern!
Die geplanten neuen Anlagen sollen eine Gesamthöhe von 267 Metern erreichen!
Zum Vergleich: Die drei bereits bestehenden Windkraftanlagen zwischen Frankenwinheim, Brünnstadt und Zeilitzheim haben eine Gesamthöhe von jeweils 200 Metern. Dies entspricht ungefähr der durchschnittlichen Höhe der in 2024 in Deutschland in Betrieb genommenen Anlagenhöhe.
Die geplanten Anlagen werden also nochmal 33% höher werden!
Eine Größenordnung von der es in Deutschland bislang nur wenige Anlagen gibt.
Die Visualisierungen der ABO Energy selbst zeigen eindrücklich, wie diese monströsen Anlagen den Anblick unserer Dörfer und unserer Landschaft verschandeln.
Zu sehen im oberen Drittel der Seite unter der Überschrift „Posterausstellung der Infomesse am 27. März 2025 (pdf)“ und dem Punkt „Visualisierungen des Windparks Geiersberg“
Die Windräder thronen riesig über uns und haben somit Einfluss auf tausende Bürger in den umliegenden Kommunen!
3. Die gesundheitlichen Gefahren und Beeinträchtigungen der Anwohner im Umfeld von Windkraftanlagen sind immer noch wissenschaftlich umstritten!
Zu den Beeinträchtigungen die durch Windkraftanlagen verursacht werden, zählen unter anderem Schattenwurf, allgemeine Lärmbelästigung und Infraschall.
Betreiber und Bauträger von Windkraftanlagen proklamieren die durch Studien scheinbar erwiesene Unbedenklichkeit dieser Effekte.
Es gibt jedoch sehr wohl wissenschaftliche Studien, die wiederum belegen dass z.B. der durch die Windräder produzierte Infraschall negative Auswirkungen auf die Gesundheit und den menschlichen Körper hat.
Außerdem beziehen sich die Studien bislang hauptsächlich auf wesentlich kleinere Anlagen.
Anwohner in der Nähe von Windkraftanlagen machen den von den Anlagen ausgehenden Lärm, Schattenwurf und Infraschall für zahlreiche gesundheitliche Probleme verantwortlich: Erschöpfung, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Atemnot, Depressionen, Rhythmusstörungen, Übelkeit, Tinnitus, Schwindel, Ohrenschmerzen, Seh- und Hörstörungen und etliche andere.
Bürger in Frankenwinheim, Brünnstadt und Zeilitzheim, also Anwohner des in ähnlichem Abstand befindlichen Windparks Brünnstadt, berichten ebenfalls von Beeinträchtigungen und Störungen.
4. Der Abstand zur Wohnbebauung ist viel zu gering!
Der Abstand zur jeweils nächsten Wohnbebauung beträgt nach
- Frankenwinheim (Neubaugebiet Am Schloßgarten) ca. 850 Meter
- Gerolzhofen (Neubaugebiet Nützelbach III) ca. 780 Meter
- Gerolzhofen (Neubaugebiet Nützelbach II) ca. 870 Meter
- Schallfeld (Ortseingang von Frankenwinheim) ca. 980 Meter
- Lülsfeld ca. 1.000 Meter
Bis im November 2022 die 10H-Regel abgeschafft wurde, hätten Anlagen dieser Größe einen Mindestabstand von 2.670 Metern zur nächsten Wohnbebauung einhalten müssen.
Vor allem in Gerolzhofen verstößt das Vorhaben außerdem gegen den geltenden Regionalplan, welcher zu zentralen Orten wie Gerolzhofen einen Mindestabstand von 1.000 Metern vorsieht.
5. Frankenwinheim wird von Windkraft eingekesselt sein!
Frankenwinheim wird von zwei Seiten maßgeblich von Windkraftanlagen betroffen sein. Etwas das lt. geltendem Regionalplan unter dem Punkt „Visuelle Überlastungserscheinungen und Umzingelung von Orten“ zu vermeiden ist.
Viele Frankenwinheimer Anwohner erfahren durch die Windkraftanlagen bei Brünnstadt bereits Einschränkungen, insbesondere im Hinblick auf die Lärmbelästigung. Durch die geplanten neuen Anlagen wird die Windrichtung künftig keine Rolle mehr spielen, der Schall wird praktisch immer nach Frankenwinheim getragen.
Aus unserer Sicht werden die Bürger von Frankenwinheim durch diese zusätzlichen Anlagen künftig noch stärker von den bereits bestehenden Beeinträchtigungen betroffen sein.
6. Die Anwohner wurden viel zu spät und unzureichend über dieses Projekt informiert. Das Mitspracherecht der politischen Vertreter wurde vom Bauträger bewusst umgangen!
Nach unserem Empfinden ist in großen Teilen der Bevölkerung das Projekt allgemein sowie dessen Dimensionen und Auswirkungen weitgehend unbekannt.
Zudem wurde unserer Meinung nach die Bevölkerung vom Bauträger Abo Energy zu keinem Zeitpunkt so informiert oder einbezogen, dass eine maßgebliche Einflussnahme oder gestaltende Mitwirkung möglich gewesen wäre. Es wurde im Vorfeld der Vertragsverhandlungen mit den Grundstückseigentümern bewusst vermieden, die Bürger korrekt und umfassend zu informieren!
Erst zu einem Zeitpunkt an dem alle wesentlichen Entscheidungen bereits getroffen waren, veranstaltete der Bauträger am 27.03.2025 eine Informationsveranstaltung im Format einer Messe im Gerolzhöfer Pfarrer-Hersam-Haus. Eine aktive Diskussion oder kritische Auseinandersetzung war dabei nicht vorgesehen und nicht gewünscht.
Bei einem Projekt dieser Größenordnung und Einfluss auf viele tausend Bürger, wäre eine aktive und transparente Einbeziehung der Bürger zu jedem Zeitpunkt des Anbahnungs- und Planungsprozesses dringend geboten gewesen!
So wurde die Chance verspielt die Akzeptanz des Projekts in der Bevölkerung zu fördern.
7. Störender Schattenwurf!
Durch die drehenden Rotorblätter entsteht bei Sonnenschein ein periodisch flackerndes Licht. Der regelmäßige, unkontrollierbare Schattenwurf erzeugt ein Gefühl von Stress. Unserer Einschätzung nach beeinträchtigt dies die Lebensqualität und Erholungsfunktion massiv, insbesondere in der eigenen Wohnung oder im Garten.
Der erzeugte Schattenwurf reicht, je nach Tages- und Jahreszeit, vor allem in Gerolzhofen teilweise weit ins Ortsinnere. Wie in Simulationen im BayernAtlas ersichtlich ist, wäre dieser in Gerolzhofen in den Wintermonaten bis weit über die Berliner Straße hinaus, ca. bis auf Höhe des Landkreis-Bauhofes in der Schallfelder Straße wahrnehmbar.
8. Lärmbelastung – vor allem in den ruhigen Nachtstunden!
Die von den Windkraftanlagen verursachten Geräusche sind insbesondere in den ruhigen Nachtstunden deutlich hörbar und beeinträchtigen den erholsamen Schlaf.
Bürger in Frankenwinheim, Brünnstadt und Zeilitzheim, also Anwohner des in ähnlichem Abstand befindlichen Windparks Brünnstadt, berichten von Störungen durch nächtlichen Lärm.
Die Windkraftanlagen in Brünnstadt sind in den Nachtstunden bis nach Gerolzhofen deutlich hörbar, was Anwohner z.B. im Gebiet Weiße Marter und Nützelbach I (Abstand zur nächsten Anlage bei Brünnstadt rund 3.000 bzw. 2.800 Meter!) bestätigen können.
Diese Beispiele zeigen, dass auch vermeintlich weit entfernte und abgewandte Bürger die Auswirkungen durch Lärm zu spüren bekommen werden, auch wenn diese die Windräder nicht sehen können und sich somit nicht betroffen fühlen.
9. Immobilien werden an Wert verlieren!
Mit steigender Entfernung nimmt dieser Wertverlust zwar ab. Gänzlich nicht mehr vorhanden ist er jedoch erst in einer Entfernung von acht bis neun Kilometern.
10. Neues Bauland für junge Familien wird es in den umliegenden Gemeinden praktisch nicht mehr geben können!
In den umliegenden Gemeinden liegen die in den vergangenen Jahren geschaffenen Baugebiete (Am Schloßgarten in Frankenwinheim, Nützelbach I und II in Gerolzhofen) bereits in Richtung der Windkraftanlagen. Häuslebauer die sich auf die geltende 10H-Regelung verlassen haben, sähen sich nun mit Windkraftanlagen in unmittelbarer Nähe zu ihren Grundstücken konfrontiert.
Weiteres Bauland wird es ebenfalls nur hier angrenzend geben können. Beispielsweise in Gerolzhofen ist andernorts faktisch kein Bauland verfügbar. Aufgrund der Planung der Windkraftanlagen musste die Stadt Gerolzhofen ihr geplantes Baugebiet Nützelbach III bereits verkleinern.
Ob sich bauwillige Käufer finden, die bereit sind mehrere hunderttausend Euro auszugeben, um dann in weniger als 780 Metern Entfernung zu einem 267 Meter hohen Windrad zu leben, ist unserer Meinung nach mehr als fraglich.
11. Wenige Investoren und Grundstücksbesitzer (Anzahl ca. 50) profitieren, viele Anwohner in den umliegenden Gemeinden (Anzahl ca. 9.000) zahlen den Preis!
Neben dem Bauträger sowie dem Investor der die Windanlagen von der ABO Energy erwerben und betreiben wird, profitieren vom Betrieb der Windräder ca. 50 Grundstückseigentümer deren landwirtschaftliche Flächen im Windvorbehaltsgebiet WK 61 liegen.
Demnach gibt es pro Windkraftanlage und Jahr mindestens 140.000 EUR an die Grundeigentümer zu verteilen. Dieser Betrag steigt über die Vertragslaufzeit von 30 Jahren kontinuierlich weiter an, im Endstadium bis auf 160.000 EUR pro Jahr. Insgesamt werden damit für alle vier Windkraftanlagen über die Laufzeit mehr als 18 Millionen Euro bezahlt!
Die Grundeigentümer, auf deren Grundstücken die Windkraftanlagen tatsächlich stehen, erhalten mit einem jährlichen Grundbetrag von durchschnittlich 70.000 EUR pro Jahr und Anlage, also 2,1 Millionen Euro über die Laufzeit, das Gros der Auszahlungen.
Hinzu kommt noch eine variable Vergütung, je nach Höhe der vereinnahmten Stromerlöse.
Während also einige wenige teils fürstlich entlohnt werden, zahlen tausende Bürger in den umliegenden Gemeinden den Preis durch die erläuterten Einschränkungen!
1.337
Das Problem
WICHTIG! Bei Unterschrift bitte den evtl. falsch vorbelegten Wohnort mit dem richtigen Wohnort überschreiben! Das ist wichtig für eine korrekte Auswertung!
Die Firma ABO Energy plant im Gebiet zwischen Gerolzhofen, Frankenwinheim, Schallfeld und Lülsfeld den Bau von vier Windkraftanlagen mit einer Höhe von jeweils 267 Metern!
Und das obwohl in unmittelbarer Nähe zwischen Frankenwinheim, Brünnstadt und Zeilitzheim bereits drei Windkraftanlagen in Betrieb sind und unsere Heimat mit regenerativer Energie massiv überversorgt ist.
Das Maß ist voll!
Wir sind eine parteiunabhängige Bürgerinitiative bestehend aus Bürgern aus Gerolzhofen, Frankenwinheim, Lülsfeld und Schallfeld und sprechen uns aus vielerlei Gründen entschieden gegen den geplanten Bau der vier Windkraftanlagen in unmittelbarer Nähe zur Wohnbebauung aus.
Wir geben den Anwohnern die Möglichkeit ihren gewählten politischen Vertretern sowie den Funktionsträgern gegenüber ein Zeichen zu setzen, dass die Realisierung dieses Projekts nicht gewünscht ist.
Details zu dem Projekt im Windvorbehaltsgebiet WK61 können bei dem Bauträger ABO Energy eingesehen werden. Vor allem die von ABO Energy erstellten Visualisierungen des Projekts von verschiedenen Standorten in den umliegenden Gemeinden sind empfehlenswert, da sie unserer Meinung nach besonders gut die Zerstörung des Landschaftsbildes aus allen Winkeln besonders realitätsgetreu belegt:
Windpark Geiersberg | ABO Energy
Aus folgenden Gründen sind wir gegen den Bau der geplanten Windkraftanlagen:
Kurzfassung
1. Das Maß an erneuerbaren Energien ist im Netzgebiet der ÜZ Mainfranken längst übervoll!
2. Die geplanten Windkraftanlagen sind massiv überdimensioniert! Unser Landschaftsbild und damit der Erholungsfaktor wird sich negativ verändern!
3. Die gesundheitlichen Gefahren und Beeinträchtigungen der Anwohner im Umfeld von Windkraftanlagen sind immer noch wissenschaftlich umstritten!
4. Der Abstand zur Wohnbebauung ist viel zu gering!
5. Frankenwinheim wird von Windkraft eingekesselt sein!
6. Die Anwohner wurden viel zu spät und unzureichend über dieses Projekt informiert. Das Mitspracherecht und die Beteiligung der politischen Vertreter wurde vom Bauträger bewusst umgangen!
7. Störender Schattenwurf!
8. Lärmbelastung – vor allem in den ruhigen Nachtstunden!
9. Immobilien werden an Wert verlieren!
10. Neues Bauland für junge Familien wird es in den umliegenden Gemeinden praktisch nicht mehr geben können!
11. Wenige Investoren und Grundstücksbesitzer (Anzahl ca. 50) profitieren, viele Anwohner in den umliegenden Gemeinden (Anzahl ca. 9.000) zahlen den Preis!
Ausführliche Fassung
1. Das Maß an erneuerbaren Energien ist im Netzgebiet der ÜZ Mainfranken längst übervoll!
Das Klimaziel, bis 2045 sämtlichen in Deutschland benötigten Strom regenerativ zu erzeugen, ist im Netz der Unterfränkischen Überlandzentrale schon seit Jahren erreicht. In unserer Heimat wurden demnach im Jahr 2022 rechnerisch 120% des benötigten Stroms bereits regenerativ erzeugt. Das Überangebot an regenerativem Strom zwingt die ÜZ zu massiven Investitionen in ihr Stromnetz, was den Strompreis für alle steigen lässt.
Die geplanten Anlagen würden Strom produzieren, der hier überhaupt nicht benötigt wird. Wir sind Stromexporteur für andere Regionen.
Nur weil Unterfranken offensichtlich windhöffiger und leichter zu bebauen ist als z.B. Niederbayern und Schwaben (hier stehen die wenigsten Windräder in Bayern), darf das nicht dazu führen, dass in unserer Heimat jeder vermeintlich verfügbare und rentable Quadratmeter mit Windrädern bebaut und unsere Landschaft verspargelt wird.
2. Die geplanten Windkraftanlagen sind massiv überdimensioniert! Unser Landschaftsbild und damit der Erholungsfaktor wird sich negativ verändern!
Die geplanten neuen Anlagen sollen eine Gesamthöhe von 267 Metern erreichen!
Zum Vergleich: Die drei bereits bestehenden Windkraftanlagen zwischen Frankenwinheim, Brünnstadt und Zeilitzheim haben eine Gesamthöhe von jeweils 200 Metern. Dies entspricht ungefähr der durchschnittlichen Höhe der in 2024 in Deutschland in Betrieb genommenen Anlagenhöhe.
Die geplanten Anlagen werden also nochmal 33% höher werden!
Eine Größenordnung von der es in Deutschland bislang nur wenige Anlagen gibt.
Die Visualisierungen der ABO Energy selbst zeigen eindrücklich, wie diese monströsen Anlagen den Anblick unserer Dörfer und unserer Landschaft verschandeln.
Zu sehen im oberen Drittel der Seite unter der Überschrift „Posterausstellung der Infomesse am 27. März 2025 (pdf)“ und dem Punkt „Visualisierungen des Windparks Geiersberg“
Die Windräder thronen riesig über uns und haben somit Einfluss auf tausende Bürger in den umliegenden Kommunen!
3. Die gesundheitlichen Gefahren und Beeinträchtigungen der Anwohner im Umfeld von Windkraftanlagen sind immer noch wissenschaftlich umstritten!
Zu den Beeinträchtigungen die durch Windkraftanlagen verursacht werden, zählen unter anderem Schattenwurf, allgemeine Lärmbelästigung und Infraschall.
Betreiber und Bauträger von Windkraftanlagen proklamieren die durch Studien scheinbar erwiesene Unbedenklichkeit dieser Effekte.
Es gibt jedoch sehr wohl wissenschaftliche Studien, die wiederum belegen dass z.B. der durch die Windräder produzierte Infraschall negative Auswirkungen auf die Gesundheit und den menschlichen Körper hat.
Außerdem beziehen sich die Studien bislang hauptsächlich auf wesentlich kleinere Anlagen.
Anwohner in der Nähe von Windkraftanlagen machen den von den Anlagen ausgehenden Lärm, Schattenwurf und Infraschall für zahlreiche gesundheitliche Probleme verantwortlich: Erschöpfung, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Atemnot, Depressionen, Rhythmusstörungen, Übelkeit, Tinnitus, Schwindel, Ohrenschmerzen, Seh- und Hörstörungen und etliche andere.
Bürger in Frankenwinheim, Brünnstadt und Zeilitzheim, also Anwohner des in ähnlichem Abstand befindlichen Windparks Brünnstadt, berichten ebenfalls von Beeinträchtigungen und Störungen.
4. Der Abstand zur Wohnbebauung ist viel zu gering!
Der Abstand zur jeweils nächsten Wohnbebauung beträgt nach
- Frankenwinheim (Neubaugebiet Am Schloßgarten) ca. 850 Meter
- Gerolzhofen (Neubaugebiet Nützelbach III) ca. 780 Meter
- Gerolzhofen (Neubaugebiet Nützelbach II) ca. 870 Meter
- Schallfeld (Ortseingang von Frankenwinheim) ca. 980 Meter
- Lülsfeld ca. 1.000 Meter
Bis im November 2022 die 10H-Regel abgeschafft wurde, hätten Anlagen dieser Größe einen Mindestabstand von 2.670 Metern zur nächsten Wohnbebauung einhalten müssen.
Vor allem in Gerolzhofen verstößt das Vorhaben außerdem gegen den geltenden Regionalplan, welcher zu zentralen Orten wie Gerolzhofen einen Mindestabstand von 1.000 Metern vorsieht.
5. Frankenwinheim wird von Windkraft eingekesselt sein!
Frankenwinheim wird von zwei Seiten maßgeblich von Windkraftanlagen betroffen sein. Etwas das lt. geltendem Regionalplan unter dem Punkt „Visuelle Überlastungserscheinungen und Umzingelung von Orten“ zu vermeiden ist.
Viele Frankenwinheimer Anwohner erfahren durch die Windkraftanlagen bei Brünnstadt bereits Einschränkungen, insbesondere im Hinblick auf die Lärmbelästigung. Durch die geplanten neuen Anlagen wird die Windrichtung künftig keine Rolle mehr spielen, der Schall wird praktisch immer nach Frankenwinheim getragen.
Aus unserer Sicht werden die Bürger von Frankenwinheim durch diese zusätzlichen Anlagen künftig noch stärker von den bereits bestehenden Beeinträchtigungen betroffen sein.
6. Die Anwohner wurden viel zu spät und unzureichend über dieses Projekt informiert. Das Mitspracherecht der politischen Vertreter wurde vom Bauträger bewusst umgangen!
Nach unserem Empfinden ist in großen Teilen der Bevölkerung das Projekt allgemein sowie dessen Dimensionen und Auswirkungen weitgehend unbekannt.
Zudem wurde unserer Meinung nach die Bevölkerung vom Bauträger Abo Energy zu keinem Zeitpunkt so informiert oder einbezogen, dass eine maßgebliche Einflussnahme oder gestaltende Mitwirkung möglich gewesen wäre. Es wurde im Vorfeld der Vertragsverhandlungen mit den Grundstückseigentümern bewusst vermieden, die Bürger korrekt und umfassend zu informieren!
Erst zu einem Zeitpunkt an dem alle wesentlichen Entscheidungen bereits getroffen waren, veranstaltete der Bauträger am 27.03.2025 eine Informationsveranstaltung im Format einer Messe im Gerolzhöfer Pfarrer-Hersam-Haus. Eine aktive Diskussion oder kritische Auseinandersetzung war dabei nicht vorgesehen und nicht gewünscht.
Bei einem Projekt dieser Größenordnung und Einfluss auf viele tausend Bürger, wäre eine aktive und transparente Einbeziehung der Bürger zu jedem Zeitpunkt des Anbahnungs- und Planungsprozesses dringend geboten gewesen!
So wurde die Chance verspielt die Akzeptanz des Projekts in der Bevölkerung zu fördern.
7. Störender Schattenwurf!
Durch die drehenden Rotorblätter entsteht bei Sonnenschein ein periodisch flackerndes Licht. Der regelmäßige, unkontrollierbare Schattenwurf erzeugt ein Gefühl von Stress. Unserer Einschätzung nach beeinträchtigt dies die Lebensqualität und Erholungsfunktion massiv, insbesondere in der eigenen Wohnung oder im Garten.
Der erzeugte Schattenwurf reicht, je nach Tages- und Jahreszeit, vor allem in Gerolzhofen teilweise weit ins Ortsinnere. Wie in Simulationen im BayernAtlas ersichtlich ist, wäre dieser in Gerolzhofen in den Wintermonaten bis weit über die Berliner Straße hinaus, ca. bis auf Höhe des Landkreis-Bauhofes in der Schallfelder Straße wahrnehmbar.
8. Lärmbelastung – vor allem in den ruhigen Nachtstunden!
Die von den Windkraftanlagen verursachten Geräusche sind insbesondere in den ruhigen Nachtstunden deutlich hörbar und beeinträchtigen den erholsamen Schlaf.
Bürger in Frankenwinheim, Brünnstadt und Zeilitzheim, also Anwohner des in ähnlichem Abstand befindlichen Windparks Brünnstadt, berichten von Störungen durch nächtlichen Lärm.
Die Windkraftanlagen in Brünnstadt sind in den Nachtstunden bis nach Gerolzhofen deutlich hörbar, was Anwohner z.B. im Gebiet Weiße Marter und Nützelbach I (Abstand zur nächsten Anlage bei Brünnstadt rund 3.000 bzw. 2.800 Meter!) bestätigen können.
Diese Beispiele zeigen, dass auch vermeintlich weit entfernte und abgewandte Bürger die Auswirkungen durch Lärm zu spüren bekommen werden, auch wenn diese die Windräder nicht sehen können und sich somit nicht betroffen fühlen.
9. Immobilien werden an Wert verlieren!
Mit steigender Entfernung nimmt dieser Wertverlust zwar ab. Gänzlich nicht mehr vorhanden ist er jedoch erst in einer Entfernung von acht bis neun Kilometern.
10. Neues Bauland für junge Familien wird es in den umliegenden Gemeinden praktisch nicht mehr geben können!
In den umliegenden Gemeinden liegen die in den vergangenen Jahren geschaffenen Baugebiete (Am Schloßgarten in Frankenwinheim, Nützelbach I und II in Gerolzhofen) bereits in Richtung der Windkraftanlagen. Häuslebauer die sich auf die geltende 10H-Regelung verlassen haben, sähen sich nun mit Windkraftanlagen in unmittelbarer Nähe zu ihren Grundstücken konfrontiert.
Weiteres Bauland wird es ebenfalls nur hier angrenzend geben können. Beispielsweise in Gerolzhofen ist andernorts faktisch kein Bauland verfügbar. Aufgrund der Planung der Windkraftanlagen musste die Stadt Gerolzhofen ihr geplantes Baugebiet Nützelbach III bereits verkleinern.
Ob sich bauwillige Käufer finden, die bereit sind mehrere hunderttausend Euro auszugeben, um dann in weniger als 780 Metern Entfernung zu einem 267 Meter hohen Windrad zu leben, ist unserer Meinung nach mehr als fraglich.
11. Wenige Investoren und Grundstücksbesitzer (Anzahl ca. 50) profitieren, viele Anwohner in den umliegenden Gemeinden (Anzahl ca. 9.000) zahlen den Preis!
Neben dem Bauträger sowie dem Investor der die Windanlagen von der ABO Energy erwerben und betreiben wird, profitieren vom Betrieb der Windräder ca. 50 Grundstückseigentümer deren landwirtschaftliche Flächen im Windvorbehaltsgebiet WK 61 liegen.
Demnach gibt es pro Windkraftanlage und Jahr mindestens 140.000 EUR an die Grundeigentümer zu verteilen. Dieser Betrag steigt über die Vertragslaufzeit von 30 Jahren kontinuierlich weiter an, im Endstadium bis auf 160.000 EUR pro Jahr. Insgesamt werden damit für alle vier Windkraftanlagen über die Laufzeit mehr als 18 Millionen Euro bezahlt!
Die Grundeigentümer, auf deren Grundstücken die Windkraftanlagen tatsächlich stehen, erhalten mit einem jährlichen Grundbetrag von durchschnittlich 70.000 EUR pro Jahr und Anlage, also 2,1 Millionen Euro über die Laufzeit, das Gros der Auszahlungen.
Hinzu kommt noch eine variable Vergütung, je nach Höhe der vereinnahmten Stromerlöse.
Während also einige wenige teils fürstlich entlohnt werden, zahlen tausende Bürger in den umliegenden Gemeinden den Preis durch die erläuterten Einschränkungen!
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Die Entscheidungsträger*innen
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Petition am 28. Mai 2025 erstellt