Gegen Kunstrasen-Hitzeinseln: Klima und Gesundheit schützen. Steuergelder sparen.


Gegen Kunstrasen-Hitzeinseln: Klima und Gesundheit schützen. Steuergelder sparen.
Das Problem
Es wird geplant den städtischen Sportplatz, der vom Heidelberger Turnverein genutzt wird, Carl-Bosch-Str. 10-12, aktuell ein Naturrasenplatz, zu einem Kunstrasenplatz umzuwandeln. Das ließe eine riesige Hitzeinsel mitten zwischen Weststadt, Südstadt und Bahndamm, direkt neben dichtbesiedelten Wohngebieten entstehen, und das für geschätzte 1,5 bis 2. Mio. €.
Ein offener Widerspruch zum Masterplan 100 % Klimaschutz, dem sich die Stadt als Modellkommune verschrieben hat.
Kunstrasen ist aus klimatischer Sicht eine komplette Katastrophe.
Neben dem hohen CO2-Ausstoß bei der Herstellung der Plastikflächen: Kunstrasen wirkt sich unmittelbar auf das Mikroklima in der Umgebung aus. Die Oberflächentemperatur von Kunstrasen im Vergleich zu normalem Gras steigt im Sommer um 38 ° C und in der Folge erhitzen sich die umliegenden Wohngebiete durchschnittlich um 4 ° C (Fraunhofer-Studie „Kunstrasenplätze – Systemanalyse). Begegnen (und den Platz so in den heißen Jahreszeiten nutzbar halten) kann man dem nur, indem man die Plastikfläche mehrmals täglich mit Grund- oder Trinkwasser beregnet.
Kunstrasen und Ewigkeitschemikalien.
Daneben besteht die große Gefahr der Verseuchung von Menschen und anderen Lebewesen, sowie des Grundwassers mit den krebserregenden „Ewigkeitschemikalien“ genannten PFAS, hierzu ein Bericht in der Sportschau vom 24.04.2024.
Kunstrasen und Sportlergesundheit.
Auch aus sportlicher Sicht ist Kunstrasen extrem umstritten. So lehnt auch die Rugby-Abteilung des HTV, um deren Trainings- und Spielplatz es hier ganz konkret geht, die Umwandlung aus diversen Gründen ab. Neben der Schwierigkeit einen Kunstrasenplatz für unterschiedlichste Sportarten zu bauen und zu unterhalten (die Sportverbände stellen z.B. unterschiedliche Anforderungen an Beschaffenheit von Kunstrasen) ist insbesondere die Sportlergesundheit dafür ausschlaggebend: Steigende Hitzebelastung (s.o.) und sportarttypische Verletzungen, insbesondere bei älterem, schlecht gepflegtem Kunstrasen.
Kostensenkung durch Kunstrasen = Milchmädchenrechnung.
Und schlechte Pflege ist zu erwarten: Denn Hauptargument für die Umwandlung ist ein vorgeblich geringerer Pflegeaufwand für Kunstrasen im Vergleich zu Naturrasen und damit eine Kostensenkung. Doch das ist eine Milchmädchenrechnung: Erst nach 15 bis 20 Jahren würden sich die Kosten für den Bau einer Kunstrasenfläche amortisieren. Und das auch nur, wenn man keinerlei Kosten für die Pflege des Kunstrasens ansetzt. Doch noch bevor sich Kunstrasen finanziell lohnen kann, muss er längst erneuert werden: Unabhängige Experten rechnen damit, dass dies nach 10 bis 12 Jahren der Fall ist. Haushalterisch also absoluter Blödsinn.
Ein Plastikgrab: Teurer und klimaschädlich? Wir wollen keinen Kunstrasen!
Auf Grund dieser extrem vielgestaltigen nachteiligen Auswirkungen bitten wir als Bürger:innen von Heidelberg, als Anlieger und Nachbarn, als Sportler:innen und Eltern, den Oberbürgermeister, den Gemeinderat der Stadt Heidelberg und das Sportamt keine Gelder für den Bau weiterer Kunstrasenfelder bereitzustellen.
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Das Problem
Es wird geplant den städtischen Sportplatz, der vom Heidelberger Turnverein genutzt wird, Carl-Bosch-Str. 10-12, aktuell ein Naturrasenplatz, zu einem Kunstrasenplatz umzuwandeln. Das ließe eine riesige Hitzeinsel mitten zwischen Weststadt, Südstadt und Bahndamm, direkt neben dichtbesiedelten Wohngebieten entstehen, und das für geschätzte 1,5 bis 2. Mio. €.
Ein offener Widerspruch zum Masterplan 100 % Klimaschutz, dem sich die Stadt als Modellkommune verschrieben hat.
Kunstrasen ist aus klimatischer Sicht eine komplette Katastrophe.
Neben dem hohen CO2-Ausstoß bei der Herstellung der Plastikflächen: Kunstrasen wirkt sich unmittelbar auf das Mikroklima in der Umgebung aus. Die Oberflächentemperatur von Kunstrasen im Vergleich zu normalem Gras steigt im Sommer um 38 ° C und in der Folge erhitzen sich die umliegenden Wohngebiete durchschnittlich um 4 ° C (Fraunhofer-Studie „Kunstrasenplätze – Systemanalyse). Begegnen (und den Platz so in den heißen Jahreszeiten nutzbar halten) kann man dem nur, indem man die Plastikfläche mehrmals täglich mit Grund- oder Trinkwasser beregnet.
Kunstrasen und Ewigkeitschemikalien.
Daneben besteht die große Gefahr der Verseuchung von Menschen und anderen Lebewesen, sowie des Grundwassers mit den krebserregenden „Ewigkeitschemikalien“ genannten PFAS, hierzu ein Bericht in der Sportschau vom 24.04.2024.
Kunstrasen und Sportlergesundheit.
Auch aus sportlicher Sicht ist Kunstrasen extrem umstritten. So lehnt auch die Rugby-Abteilung des HTV, um deren Trainings- und Spielplatz es hier ganz konkret geht, die Umwandlung aus diversen Gründen ab. Neben der Schwierigkeit einen Kunstrasenplatz für unterschiedlichste Sportarten zu bauen und zu unterhalten (die Sportverbände stellen z.B. unterschiedliche Anforderungen an Beschaffenheit von Kunstrasen) ist insbesondere die Sportlergesundheit dafür ausschlaggebend: Steigende Hitzebelastung (s.o.) und sportarttypische Verletzungen, insbesondere bei älterem, schlecht gepflegtem Kunstrasen.
Kostensenkung durch Kunstrasen = Milchmädchenrechnung.
Und schlechte Pflege ist zu erwarten: Denn Hauptargument für die Umwandlung ist ein vorgeblich geringerer Pflegeaufwand für Kunstrasen im Vergleich zu Naturrasen und damit eine Kostensenkung. Doch das ist eine Milchmädchenrechnung: Erst nach 15 bis 20 Jahren würden sich die Kosten für den Bau einer Kunstrasenfläche amortisieren. Und das auch nur, wenn man keinerlei Kosten für die Pflege des Kunstrasens ansetzt. Doch noch bevor sich Kunstrasen finanziell lohnen kann, muss er längst erneuert werden: Unabhängige Experten rechnen damit, dass dies nach 10 bis 12 Jahren der Fall ist. Haushalterisch also absoluter Blödsinn.
Ein Plastikgrab: Teurer und klimaschädlich? Wir wollen keinen Kunstrasen!
Auf Grund dieser extrem vielgestaltigen nachteiligen Auswirkungen bitten wir als Bürger:innen von Heidelberg, als Anlieger und Nachbarn, als Sportler:innen und Eltern, den Oberbürgermeister, den Gemeinderat der Stadt Heidelberg und das Sportamt keine Gelder für den Bau weiterer Kunstrasenfelder bereitzustellen.
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Petition am 10. Mai 2024 erstellt