Erste Antwort und eine Bitte

Guten Tag an Sie alle und an Euch alle,
inzwischen sind mehr als 1700 Unterschriften zu unserer Petition zusammengekommen. Das ist gut, doch wir brauchen noch mehr. Daher bitte ich Sie und Euch, die Petition unter Verwandten/Freunden/Bekannten (z.B. mittels E-Mail oder Whatsapp) sowie in den Sozialen Medien noch weiter bekanntzumachen.
Ihr könnt zum Verteilen einfach den Link www.change.org/altersteilzeit benutzen. Oder einen der folgenden Inhalte teilen:
* Beitrag mit Text, Bild und Link: hier
* Video/Reel inkl. Link: hier
Außerdem ist bei mir mit Datum 3. September die erste Antwort aus der Bundesregierung zu unserer Petition eingetroffen. Die Antwort stammt aus dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales von M. Fränkel; aus dem Schreiben geht leider nicht hervor, welche Funktion er oder sie hat.
In dem Schreiben gibt es vielleicht einzelne Formulierungen, die hoffnungsvoll stimmen können, doch insgesamt bin ich mit ihm wirklich nicht zufrieden. Denn es wird beispielsweise nicht auf die angedrohte Mindestaltererhöhung eingegangen, obwohl wir uns mit unserer Petition auch dagegen wenden. Außerdem werden Argumente wiederholt, die nachwievor nicht stichhaltig sind. Und Vertrauensschutz allein hilft nicht, gerade weil die Altersteilzeit in der aktuellen Form für alle Generationen erhalten bleiben soll.
Den Original-Text der Antwort füge ich unten an, so könnt Ihr selbst lesen.
Lasst uns weiter aufrecht bleiben und weiter sammeln!
Viele Grüße
Tobias
"Altersteilzeit und Blockmodell
Sehr geehrter Herr Walke,
vielen Dank für Ihre E-Mail vom 27. August 2026, die mir zuständigkeitshalber vom
Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend übersandt wurde.
Gerne übernehme ich die Beantwortung.
Die Alterssicherungskommission hat am 23. Juni 2026 ihren Bericht, wie die
Alterssicherung angesichts der demografischen Entwicklung auch in Zukunft stabil,
gerecht und nachhaltig gestaltet werden kann, an den Bundeskanzler und die
Bundesministerin für Arbeit und Soziales übergeben. Nach der Empfehlung 13 der
Alterssicherungskommission soll das Eintrittsalter für Altersteilzeitarbeit angehoben und
„Altersteilzeit im Blockmodell nicht mehr länger möglich sein“. Der Koalitionsausschuss
hat am 1. Juli 2026 beschlossen, die Empfehlungen der Alterssicherungskommission in
ihrer Gesamtheit umzusetzen.
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales arbeitet mit Hochdruck an den
gesetzlichen Regelungen und prüft dabei die konkrete Umsetzung dieser Empfehlung.
Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Altersteilzeit auch ein Instrument ist, welches im
Rahmen von betrieblichen Umorganisationen eingesetzt werden kann, um Personal
sozialverträglich abzubauen. Und es wird auch von Arbeitnehmerinnen und
Arbeitnehmern genutzt, um den Übergang in die Rente flexibel zu gestalten. Die
Empfehlung bedeutet nicht, dass die Altersteilzeit abgeschafft wird. Betriebe und
Beschäftigte können auch weiterhin Altersteilzeitvereinbarungen abschließen, etwa als
Teilzeit- oder Stufenmodell. Ferner können sie - wie bisher - andere Möglichkeiten eines
vorzeitigen Übergangs in die Rente bzw. einer Nichterwerbstätigkeit nutzen,
beispielsweise durch Nutzung von Wertguthaben. Es wird also auch zukünftig flexible
Übergänge geben.
Trotz aller Kritik an der Empfehlung gebe ich zu bedenken, dass allen Generationen eine
positive Perspektive geboten werden muss. Staatlich geförderte Frühverrentungsmodelle,
zu denen von Kritikern auch die Altersteilzeit im Blockmodell gerechnet wird, müssen auf
den Prüfstand. Zudem muss dem Fachkräftemangel entgegenwirkt und ältere
Beschäftigte länger im Erwerbsleben gehalten werden. Viele Aspekte sind hier zu
bedenken.
Die konkrete Ausgestaltung der Umsetzung der Kommissionsempfehlung bleibt allerdings
dem Gesetzgeber vorbehalten. Dabei wird sicher auch der Vertrauensschutz eine Rolle
spielen.
Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
M. Fränkel"